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Kroatien stellt Kraftstoffpreise auf wöchentliche Anpassung um

Kroatien ersetzt den zweiwöchigen Anpassungszyklus für Kraftstoffpreise durch wöchentliche Überprüfungen. Ab Dienstag sollen Benzin, Diesel, begünstigter Diesel und Flüssiggas günstiger werden.

Kroatien stellt Kraftstoffpreise auf wöchentliche Anpassung um

Kroatien verkürzt den Zyklus der Kraftstoffpreisanpassung

Kroatien ändert die Regulierung der Preise für Mineralölerzeugnisse und ersetzt die bisherige Anpassung im Zweiwochenrhythmus durch einen wöchentlichen Mechanismus. Ministerpräsident Andrej Plenković erklärte, der kürzere Zyklus ermögliche der Regierung schnellere Reaktionen auf häufige und teilweise abrupte Veränderungen an den globalen Energiemärkten.

Die Reform geht mit niedrigeren regulierten Preisen für sämtliche Kraftstoffarten einher, die unter den jüngsten Regierungsbeschluss fallen. Nach Angaben von Poslovni.hr treten die neuen Preise am Dienstag nach einer telefonischen Kabinettssitzung in Kraft. Betroffen sind Autofahrer, gewerbliche Transporteure, landwirtschaftliche Nutzer und Flüssiggaskunden.

Benzin, Diesel und Flüssiggas werden günstiger

Plenković zufolge sinkt der Preis für Eurosuper-Benzin um 0,06 € je Liter, während Eurodiesel 0,04 € je Liter günstiger wird. Der vor allem in Landwirtschaft und Fischerei genutzte steuerbegünstigte „blaue Diesel“ verbilligt sich um 0,03 € je Liter. Die stärkste Senkung betrifft Gas in Tanks und Flaschen mit 0,08 € je Liter.

Nach der Anpassung dürfte Benzin rund 1,56 € je Liter und Diesel rund 1,71 € je Liter kosten, berichtete Poslovni.hr. Die Senkungen widersprechen inoffiziellen Meldungen vom Wochenende, die einen Anstieg der Dieselpreise erwarten ließen. Endpreise für blauen Diesel und Flüssiggas wurden im Ausgangsmaterial nicht genannt.

Niedrigere Dieselpreise reduzieren unmittelbar die Kosten von Frachtunternehmen, Logistikdienstleistern und anderen kraftstoffintensiven Betrieben. Die Verbilligung des blauen Diesels entlastet kroatische Landwirte und Fischereibetriebe, während günstigeres Tank- und Flaschengas Haushalten und Unternehmen mit Flüssiggasverbrauch zugutekommt. Kraftstoffkosten wirken sich rasch auf die Gesamtwirtschaft aus, da Transportausgaben Lieferketten und die Lebensmittelverteilung beeinflussen.

Regierung kehrt zur aktiven Regulierung zurück

Kroatien reguliert Kraftstoffpreise mit kurzen Unterbrechungen seit Oktober 2021 aktiv und nutzt dafür die Instrumente des Gesetzes über den Markt für Öl und Mineralölerzeugnisse. Während der durch den Krieg in der Ukraine ausgelösten Energiekrise griff die Regierung 95-mal ein, um die Kaufkraft der Haushalte zu schützen und die Belastung der Unternehmen zu begrenzen.

Im Jahr 2025 wurde der Markt nach einer Stabilisierung der Weltmarktpreise zeitweise dereguliert. Poslovni.hr zufolge veranlassten neue Störungen und geopolitische Spannungen die Regierung zur Rückkehr zur aktiven Preisregulierung. Durch den Wechsel von zweiwöchigen zu wöchentlichen Prüfungen können Marktbewegungen häufiger in die regulierten Einzelhandelspreise einfließen – sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Rohölpreisen.

Brent und der Mittelmeermarkt bleiben ausschlaggebend

Die Preise an kroatischen Tankstellen hängen eng von der Lage am Mittelmeer-Kraftstoffmarkt und den globalen Rohölpreisen ab. Brent, die wichtigste europäische Referenzsorte, wurde dem Bericht zufolge zuletzt bei rund 81 $ je Barrel gehandelt. Eine Eskalation von Konflikten, insbesondere im Nahen Osten und rund um die für die Versorgung wichtige Straße von Hormus, könnte Angebot und Preise in Kroatien rasch beeinflussen.

Das wöchentliche System kann die Verzögerung zwischen externen Marktbewegungen und nationalen Preisentscheidungen verkürzen. Kroatiens Abhängigkeit von importierten Energiekosten und geopolitischen Risiken beseitigt es jedoch nicht. Für Produzenten, Verarbeiter, Händler und Transportunternehmen können sich Kraftstoffbudgets künftig jede Woche statt alle zwei Wochen ändern. Nach Angaben der Regierung soll der neue Mechanismus die Planbarkeit verbessern und Preisschocks für Verbraucher und Unternehmen abfedern.

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