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Kri Kri investiert 127 Millionen Euro und verdreifacht Joghurtkapazität nahezu

Der griechische Molkereikonzern Kri Kri will von 2026 bis 2030 insgesamt 127 Millionen Euro investieren und seine Joghurtkapazität gegenüber 2025 um 196 % erhöhen. Das starke Exportwachstum, insbesondere im Vereinigten Königreich und in Italien, bringt die bestehenden Anlagen an ihre Grenzen.

Kri Kri investiert 127 Millionen Euro und verdreifacht Joghurtkapazität nahezu

Kapazitätsengpässe treiben Fünfjahresplan

Der griechische Molkereiproduzent Kri Kri plant zwischen 2026 und 2030 Investitionen von 127 Millionen Euro in den Ausbau seiner Joghurtproduktion. Das schnelle Exportwachstum hat die bestehenden Anlagen nahe an ihre Auslastungsgrenze gebracht. Capital.gr zufolge verschiebt das Unternehmen deshalb die Entwicklung einiger neuer Auslandspartnerschaften und kann in saisonalen Spitzenmonaten wie Mai und September die Nachfrage nicht immer vollständig bedienen.

Finanzvorstand Konstantinos Sarmadakis bezifferte den Jahresumsatz, den die bestehende Produktionsbasis mit der für 2026 erwarteten Kapazität und dem heutigen Preisniveau tragen kann, auf rund 430 bis 440 Millionen Euro. Für dieses Jahr erwartet Kri Kri einen Umsatz von etwa 400 Millionen Euro und hebt damit die vorherige Prognose von mehr als 390 Millionen Euro an. Der geringe Abstand zur Umsatzgrenze der vorhandenen Anlagen verdeutlicht den Bedarf an zusätzlichen Produktionslinien.

Kapazität soll bis 2030 um 196 % steigen

Das Programm sieht Investitionsausgaben von 28 Millionen Euro im Jahr 2026, 26 Millionen Euro 2027, 23 Millionen Euro 2028 sowie jeweils 25 Millionen Euro 2029 und 2030 vor. Gegenüber 2025 soll die Joghurtkapazität 2026 um 20 % und 2027 um 76 % steigen. Für 2028 wird eine Verdoppelung erwartet. Bis 2030 soll sie nahezu das Dreifache des Niveaus von 2025 erreichen, was einem kumulierten Zuwachs von 196 % entspricht.

Der Ausbau erfolgt schrittweise und abhängig von der Nachfrageentwicklung. Die Investitionen für 2027 sind bereits eingeplant, Aufträge für die betreffenden Produktionsanlagen des Jahres 2028 wurden jedoch noch nicht vergeben. Dadurch kann Kri Kri spätere Ausgaben bei veränderten Wachstumsraten anpassen und zugleich den akuten Kapazitätsmangel angehen.

Europäische Exporte bilden die Wachstumsbasis

Die zusätzliche Kapazität soll zunächst etablierte Märkte versorgen, in denen Kri Kri nach eigenen Angaben bereits Aufträge verliert, weil nicht genügend Ware verfügbar ist. Ein Teil bleibt für den Eintritt in weitere Länder reserviert. Beim Joghurt liegt der geografische Schwerpunkt weiterhin auf Europa und nicht auf Asien, unter anderem weil die kurze Haltbarkeit längere Lieferwege erschwert.

Capital.gr zufolge stiegen die Joghurt-Exporte im ersten Halbjahr 2026 um 46,6 % von 88,3 Millionen Euro auf rund 129 Millionen Euro. Das EBIT des Segments erhöhte sich von 14,1 Millionen Euro auf 28,4 Millionen Euro und damit auf mehr als das Doppelte. Höhere Mengen steuerten rund 37 Millionen Euro zum Halbjahresumsatz bei; weitere etwa 8,5 Millionen Euro entfielen auf Preiserhöhungen aus der zweiten Jahreshälfte 2025.

Das Vereinigte Königreich und Italien stehen im Zentrum der Expansion. Der Umsatz stieg im britischen Markt um 67 % und in Italien um 31 %. Exporte machen inzwischen rund 75 % des gesamten Joghurtumsatzes von Kri Kri aus. Nach Angaben des Managements hat sich das britische Geschäft binnen drei Jahren verdreifacht, während echter griechischer Joghurt gegenüber der breiteren Kategorie „Greek Style“ weiterhin eine geringe Marktdurchdringung aufweist. Dieses Gefälle eröffnet Wachstumsspielraum, dessen Nutzung jedoch von der termingerechten Inbetriebnahme neuer Kapazitäten und stabilen Handelspositionen in den wichtigsten europäischen Märkten abhängt.

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