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Kraftstoffabsatz an iberischen Tankstellen steigt 2025 um 2,5 Prozent, Umsatz sinkt auf 45,58 Milliarden Euro

Tankstellen in Spanien und Portugal setzten 2025 laut dem von Informa herausgegebenen Branchenobservatorium DBK 29,22 Millionen Tonnen Kraftstoff ab, ein Plus von 2,5 Prozent. Gesunkene Preise drückten den Gesamtumsatz um 0,4 Prozent auf 45.583 Millionen Euro, während das Netz um 1 Prozent auf 15.978 Stationen wuchs.

Kraftstoffabsatz an iberischen Tankstellen steigt 2025 um 2,5 Prozent, Umsatz sinkt auf 45,58 Milliarden Euro

Der über Tankstellen im iberischen Markt verkaufte Kraftstoff erreichte 2025 ein Volumen von 29,22 Millionen Tonnen und damit 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr, während der aggregierte Umsatz der Branche um 0,4 Prozent auf 45.583 Millionen Euro zurückging. Die Zahlen stammen aus dem Branchenobservatorium DBK von Informa, einer Tochtergesellschaft von Cesce, die auf Handels-, Finanz-, Branchen- und Marketinginformationen in Spanien und Portugal spezialisiert ist.

Über alle Vertriebskanäle hinweg stieg das insgesamt im iberischen Markt vermarktete Kraftstoffvolumen um 2,2 Prozent auf 40,36 Millionen Tonnen. Auf Spanien entfielen 34,15 Millionen Tonnen, 2,7 Prozent mehr als 2024, auf den portugiesischen Markt 6,22 Millionen Tonnen mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent. Nach Angaben von DBK hält der Aufwärtstrend beim Absatz seit mehreren Jahren an, nachdem 2023 infolge des starken Preisanstiegs ein moderater Rückgang verzeichnet worden war.

Benzin wächst deutlich schneller als Diesel

Tankstellen wickelten laut DBK rund 98 Prozent des gesamten Benzinabsatzes im iberischen Markt und etwa 78 Prozent des Dieselabsatzes für Kraftfahrzeuge ab. Von den 29,22 Millionen Tonnen, die 2025 über Tankstellen verkauft wurden, entfielen:

  • 8,20 Millionen Tonnen auf Benzin, ein Plus von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr;
  • 21,02 Millionen Tonnen auf Diesel, ein Plus von 0,7 Prozent.

Diesel steht damit weiterhin für knapp drei Viertel des Tankstellenvolumens, doch nahezu das gesamte Wachstum des Jahres kam von Benzin. Die Spanne zwischen 7,6 und 0,7 Prozent verweist auf eine veränderte Zusammensetzung des Fahrzeugbestands, der den Einzelhandelskanal speist, und verschiebt die Produktbilanz, mit der Raffinerien, Großhändler und Tankstellenbetreiber planen.

Niedrigere Preise belasten den Umsatz

Der Rückgang der Kraftstoffpreise führte laut DBK zu einem moderaten Rückgang des Gesamtumsatzes der Tankstellen; für den gesamten iberischen Markt wird der Wert auf 45.583 Millionen Euro geschätzt, 0,4 Prozent weniger als 2024. Europa Press nannte in der Berichterstattung über dieselbe Studie einen Betrag von mehr als 45.500 Millionen Euro.

Mehr Liter bei weniger Euro prägt das Ergebnis 2025: Ein Absatzplus von 2,5 Prozent an der Zapfsäule reichte nicht aus, um den Preiseffekt auf den Umsatz auszugleichen. Für Betreiber, deren Marge je Liter und nicht als Prozentsatz des Verkaufspreises kalkuliert wird, ist das Volumen die aussagekräftigere Größe; für Unternehmen mit hohem Umlaufvermögen und Vorratsbewertung senkten die niedrigeren Preise im Jahresverlauf den Finanzierungsbedarf.

Netz wächst, Low-Cost-Anbieter gewinnen Anteile

Im Dezember 2025 waren im iberischen Markt 15.978 Tankstellen in Betrieb, 1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor; damit setzt sich die Expansion der Vorjahre fort. Der größte Teil der Stationen wird unter den Marken von Mineralölgesellschaften und Kraftstoffgroßhändlern betrieben.

DBK verweist darauf, dass Verbrauchermarkt- und Supermarktketten und vor allem unabhängige Stationen mit Low-Cost-Geschäftsmodellen Marktanteile gewinnen. Das wirkt unmittelbar auf die Preise an der Zapfsäule und auf die Vertriebsstrategien der integrierten Anbieter, da unbemannte und an den Einzelhandel angebundene Standorte vor allem über den Preis und nicht über das Serviceangebot konkurrieren. Da Absatz und Stationszahl in ähnlichem Tempo zulegen, blieb der durchschnittliche Durchsatz je Station weitgehend stabil, was den Druck auf den älteren und kostenintensiveren Teil des Netzes aufrechterhält.

Ausblick 2026

Die Daten von DBK deuten für das Jahresende 2026 auf eine Verlangsamung des Absatzwachstums bei gleichzeitig kräftigem Anstieg der Branchenerlöse hin, in einem Umfeld deutlich steigender Preise. Das kehrt das Muster von 2025 um, als die Mengen zulegten und die Umsätze leicht nachgaben.

Für Lieferanten und Tankstellenbetreiber bedeutet diese Kombination höhere Nominalumsätze und zugleich höhere Einkaufskosten, ohne die bisherige Stütze durch das Mengenwachstum. Am härtesten trifft das Szenario unabhängige und an den Einzelhandel gebundene Betreiber, die über den Preis konkurrieren, während der Großhandel je bewegtem Liter einen höheren Vorratswert tragen muss.

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