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Kolumbien legt Strategie für mehr Geflügel- und Eierexporte vor

Kolumbiens Regierung will die Geflügelproduktion stärken und zusätzliche Auslandsmärkte für Hühnerfleisch und Eier erschließen. Die Strategie verbindet günstigere langfristige Finanzierung, eine höhere heimische Mais- und Sojaproduktion, Handelsdiplomatie und ein nationales Netz für Gesundheitsschutz.

Kolumbien legt Strategie für mehr Geflügel- und Eierexporte vor

Regierung legt Exportstrategie für die Geflügelwirtschaft vor

Kolumbiens Regierung hat eine Strategie angekündigt, mit der die heimische Geflügelwirtschaft zu einem größeren Exporteur von Hühnerfleisch und Eiern werden soll. Landwirtschaftsminister Indalecio Dangond Baquero stellte den Vorschlag laut Pulzo auf dem XXII. Nationalkongress von Fenavi in Cali vor.

Der Plan soll Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Branche erhöhen und zugleich Kolumbiens Präsenz auf internationalen Märkten ausbauen. Er verbindet Maßnahmen zur Finanzierung, heimischen Futtermittelproduktion, Handelsdiplomatie und gesundheitlichen Absicherung. Einen Zeitplan, ein angestrebtes Exportvolumen oder eine Liste prioritärer Zielländer nannte die Quelle nicht.

Finanzierung und Futterkosten stehen im Mittelpunkt

Der Zugang zu Kapital ist ein Kernelement der Strategie. Die Regierung schlägt bessere Finanzierungsbedingungen für Geflügelbetriebe vor, darunter langfristige Kredite, tilgungsfreie Zeiten, niedrigere Zinssätze, eine Stärkung des ländlichen Kapitalisierungsanreizes ICR und geringere Garantiekosten. Damit könnten Investitionen in Betriebe, Produktionsanlagen und weitere Kapazitäten unterstützt werden, die für den Wettbewerb auf Exportmärkten erforderlich sind.

Zudem will die Regierung die Produktion von Mais und Sojabohnen in Kolumbien erhöhen. Beide Rohstoffe sind zentrale Bestandteile von Geflügelfutter. Ziel ist es, die Importabhängigkeit zu verringern und die Produktionskosten zu senken. Für Hühnerfleisch- und Eierproduzenten ist die Verfügbarkeit von Futtermitteln wirtschaftlich entscheidend, weil importierte Vorprodukte ihre Margen von Weltmarktpreisen, Frachtkosten und Wechselkursbewegungen abhängig machen. Produktionsziele oder konkrete Instrumente für den Aufbau zusätzlicher heimischer Mengen enthält der Vorschlag bislang nicht.

Marktzugang erfordert gesundheitliche Koordination

Ein weiterer Bestandteil ist die Handelsdiplomatie. Die Regierung will gemeinsam mit Produzenten und Unternehmen neue Absatzmärkte für kolumbianisches Hühnerfleisch und Eier öffnen. Dafür sind sowohl Handelsverhandlungen als auch die Erfüllung der gesundheitlichen Anforderungen der Importländer erforderlich.

Zur besseren Krankheitsprävention und Krisenreaktion sieht der Vorschlag ein nationales Netz für Gesundheitsschutz vor. Beteiligt werden sollen das kolumbianische Landwirtschaftsinstitut ICA, die Lebensmittel- und Arzneimittelaufsicht Invima, die Finanz- und Zollpolizei, Fenavi sowie regionale Behörden. Ausgangspunkt ist eine große heimische Produktionsbasis: Kolumbiens Geflügelsektor erzeugte 2025 laut Pulzo mehr als 3,1 Millionen Tonnen, stand für 26 % des BIP der Tierhaltung und beschäftigte mehr als 350.000 Menschen direkt in formellen Arbeitsverhältnissen. Ob daraus dauerhaft höhere Exporte entstehen, hängt von der Umsetzung der Finanzierung, dem Ausbau der heimischen Futtermittelproduktion und gesundheitlichen Zulassungen in wirtschaftlich attraktiven Märkten ab.

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