Kljutschewsker Ferrolegierungswerk investiert über 500 Millionen Rubel
Das Kljutschewsker Ferrolegierungswerk investiert mehr als 500 Millionen Rubel in neue Werkhallen, Anlagen und Qualitätskontrolle. Bis Ende 2026 sind Lieferungen von 400 Tonnen Aluminiumpulver geplant, 2027 soll die Produktion auf 2.000 Tonnen steigen.
KZF richtet Investitionen auf russische Nachfrage aus
Das Kljutschewsker Ferrolegierungswerk, kurz KZF, will mehr als 500 Millionen Rubel in den Umbau seiner Produktion und neue Kapazitäten für russische Industriekunden investieren. Laut Uralinform umfasst das erste Programm neue Werkhallen, moderne Produktions- und Labortechnik, eine erweiterte Qualitätskontrolle sowie Schulungen und Arbeitssicherheit.
Im Mittelpunkt stehen Aluminiumpulver, Speziallegierungen und Vorlegierungen. Die neuen Anlagen sollen sowohl das Produktionsvolumen steigern als auch das Sortiment erweitern. Das Management betrachtet die aktuellen Ausgaben als erste Stufe eines längerfristigen Investitionsprogramms und nicht als isolierte Modernisierung.
Die Strategie verändert die kommerzielle Ausrichtung von KZF erheblich. Früher gingen bis zu 70 % der Produktion ins Ausland, wo Kunden die konstanten Produkteigenschaften und die zuverlässige Belieferung schätzten. Veränderte äußere Bedingungen zwangen das Werk, sein Vertriebsnetz neu aufzubauen und in Russland rentable Anwendungsfelder mit wettbewerbsfähiger Nachfrage zu erschließen.
Aluminiumpulver erreicht industriellen Maßstab
KZF hat die Herstellung von Aluminiumpulver bereits aufgenommen, Vertriebskanäle aufgebaut und Lieferverträge geschlossen, berichtet Uralinform. Bis Ende 2026 will das Unternehmen 400 Tonnen liefern. Für 2027 ist eine Produktion von 2.000 Tonnen vorgesehen. Die Verfünffachung würde aus der eingeführten Technologie einen vollwertigen industriellen Geschäftsbereich machen.
Das Werk sieht im russischen Markt tragfähige wirtschaftliche Bedingungen und weiteres Wachstumspotenzial. Kurzfristig muss KZF die Mengen erhöhen, ohne die Qualitätsstandards zu beeinträchtigen, die zuvor seine Exportposition stützten. Die geplante Labortechnik und eine stärkere Qualitätskontrolle sind daher entscheidend, um aus ersten Verträgen ein dauerhaftes Inlandsgeschäft zu entwickeln.
KZF hat nicht veröffentlicht, wie die Investition auf einzelne Werkhallen und Anlagenkategorien verteilt wird. Auch Kunden, Vertragswerte und die Einsatzbranchen für das vereinbarte Aluminiumpulver wurden nicht genannt. Die bekannt gegebenen Produktionsziele liefern dennoch einen klaren Zeitplan für die erste Ausbaustufe.
Personal und Energieversorgung tragen das Programm
KZF hat seine Belegschaft während der externen Beschränkungen gehalten und will die Modernisierung nicht über Stellenabbau finanzieren. Die neuen Bereiche erfordern vielmehr Schulungen, stärkere technische und handwerkliche Kompetenzen, zusätzliche Fachkräfte und modernisierte Sicherheitsverfahren. Damit sollen sich die Fähigkeiten der Beschäftigten parallel zur neuen Technik entwickeln.
Der stellvertretende Exekutivdirektor für Produktion, Andrey Borisov, bezeichnete die Modernisierung als Bestandteil der langfristigen Strategie von KZF, die auf erkennbarer Marktnachfrage beruhe. Das Unternehmen hob zudem die Bedeutung zuverlässiger Strom- und Gaslieferanten hervor. Eine stabile Energieversorgung ist sowohl für bestehende Verpflichtungen als auch für die Planung zusätzlicher metallurgischer Kapazitäten unerlässlich.
Die Regierung der Region Swerdlowsk unterstützt das Werk laut Uralinform bei Infrastruktur- und Organisationsfragen. KZF erwartet, dass die ersten Investitionen von mehr als 500 Millionen Rubel die Basis für weitere Werkhallen, Anlagen und Produktentwicklungen schaffen. Die Umsetzung wird zeigen, ob der früher stark exportabhängige Hersteller Aluminiumpulver und Speziallegierungen zu einer dauerhaften Wachstumsplattform im russischen Markt ausbauen kann.