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Klebreis-Mangel in Solo treibt Preise um bis zu 50%, Betriebe fordern Importe

Am Markt Pasar Legi in Solo sind weißer und schwarzer Klebreis knapp, während die Preise laut örtlichen Kleinbetrieben um etwa 30–50 % gestiegen sind. Hersteller traditioneller Lebensmittel drosseln ihre Produktion oder schließen vorübergehend, obwohl die Regierung die nationalen Bestände als stabil bezeichnet.

Klebreis-Mangel in Solo treibt Preise um bis zu 50%, Betriebe fordern Importe

Verarbeiter melden knappe Ware und höhere Preise

Mikro-, Klein- und Mittelbetriebe der Lebensmittelbranche in Solo auf Zentraljava fordern staatliche Maßnahmen, nachdem ein Mangel an Klebreis die Preise vor Ort um etwa 30–50 % erhöht hat. Nach Angaben von Tribunnews sind die Bestände an weißem und schwarzem Klebreis am Markt Pasar Legi sehr begrenzt. Hersteller traditioneller Lebensmittel haben deshalb Schwierigkeiten, ihren wichtigsten Rohstoff zu beschaffen.

Die Betriebe schilderten die Lage bei einer Pressekonferenz in Solo am Freitag, dem 24. Juli 2026. Ihr Vertreter Fadhil Ali forderte das koordinierende Ministerium für Ernährungsfragen und das Landwirtschaftsministerium auf, gegen den Mangel vorzugehen und eine Wiederaufnahme der Klebreisimporte zu prüfen. Zudem verlangte er die Veröffentlichung von Bestandsdaten, damit sich die amtlichen Zahlen mit den Erfahrungen der Käufer am Markt vergleichen lassen.

Behördliche Einschätzung widerspricht der Lage in Solo

Die Beschwerden stehen im Gegensatz zur Einschätzung des Landwirtschaftsministeriums. Nach dessen Angaben sind die Bestände an Klebreis und gebrochenem Klebreis stabil und reichen zur Deckung der Inlandsnachfrage aus. Fadhil erklärte jedoch, dass Betriebe in Solo weiterhin kaum Ware erhalten. Die Differenz zwischen der nationalen Einschätzung und der Verfügbarkeit am Pasar Legi rückt die Transparenz der Lager- und Verteilungsdaten in den Mittelpunkt.

Klebreis, in Indonesien auch beras pulut genannt, ist eine besondere Reissorte mit der Bezeichnung Oryza sativa var. glutinosa. Seine klebrige Konsistenz nach dem Kochen unterscheidet ihn von gewöhnlichem Reis und macht ihn zu einer wichtigen Zutat für zahlreiche traditionelle Speisen. Tribunnews nennt unter anderem Lemper, Wajik, Dodol und Brei aus schwarzem Klebreis.

Hersteller traditioneller Lebensmittel drosseln Produktion

Nach Angaben der Unternehmensvertreter aus Solo betrifft der Mangel bereits Hersteller von Jenang Solo, Lapis Legit, Lemper und Gethuk. Viele Betriebe haben ihre Produktion reduziert, einige stellten den Betrieb vorübergehend ein. Steigt der Preis einer Hauptzutat um 30–50 %, begrenzt dies unmittelbar die Menge, die kleine Verarbeiter herstellen und verkaufen können. Unzuverlässige Lieferungen verschärfen das Problem.

Die Betriebe fordern ein Eingreifen des koordinierenden Ministers für Ernährungsfragen, Zulkifli Hasan, und des Landwirtschaftsministers. Sie schlagen vor, Klebreisimporte wieder zuzulassen, um den Marktbedarf zu decken und die Preise zu entlasten. Die Quellen nennen weder die gewünschte Importmenge noch mögliche Herkunftsländer oder einen Zeitplan.

Importentscheidung hängt von Bestandsdaten ab

Für die Politik stellt sich zunächst die Frage, ob der Mangel auf die Vertriebswege in Solo begrenzt ist oder eine breitere Knappheit widerspiegelt. Die Aussage des Ministeriums über ausreichende Inlandsbestände deutet auf ein lokales Verfügbarkeitsproblem hin. Die knappen Mengen an weißem und schwarzem Klebreis an einem wichtigen Markt in Solo zeigen jedoch, dass vorhandene Ware einige Verarbeiter nicht in ausreichender Menge erreicht.

Die von den Betrieben verlangte Veröffentlichung von Lager- und Verfügbarkeitsdaten könnte klären, ob Importgenehmigungen notwendig sind oder Maßnahmen im inländischen Vertrieb ausreichen. Bis sich die Versorgung stabilisiert, bleiben Hersteller traditioneller Lebensmittel durch höhere Rohstoffkosten, geringere Produktionsmengen und mögliche weitere vorübergehende Schließungen belastet.

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