Kirgisistan erntet 57,1 % der geplanten Getreidefläche bei höherer Weizenmenge
Kirgisistan hatte bis zum 14. August 352.700 Hektar Getreide geerntet und damit 57,1 % der geplanten Fläche geschafft. Die Weizenmenge stieg um 30,8 %, während der Gerstenertrag um 15,1 % zulegte.
Ernte liegt vor dem Vorjahresstand
Kirgisistan hatte bis zum 14. August Getreide auf 352.700 Hektar geerntet, wie der Pressedienst des Landwirtschaftsministeriums laut ZOL.ru mitteilte. Das entsprach 57,1 % der geplanten 617.000 Hektar. Die abgeerntete Fläche lag um 25.900 Hektar über dem Stand zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.
Damit war mehr als die Hälfte der vorgesehenen Getreidefläche bearbeitet, obwohl die Ernte mehrerer später Kulturen erst begann. Das Ministerium bezifferte den durchschnittlichen Getreideertrag auf 27,6 Dezitonnen je Hektar beziehungsweise 2,76 Tonnen je Hektar. Die Zahlen liefern einen ersten Hinweis auf das inländische Angebot, das Endergebnis hängt jedoch noch von Mais, Hülsenfrüchten und den übrigen Getreideflächen ab.
Weizen verzeichnet den stärksten Fortschritt
Beim Weizen meldete das Ministerium den höchsten Erntefortschritt. Die Betriebe hatten 80,2 % der geplanten Weizenfläche abgeerntet, während die Bruttoerzeugung 30,8 % über dem entsprechenden Vorjahreswert lag. Eine absolute Weizenmenge oder einen gesonderten Flächenertrag nennt das veröffentlichte Material nicht.
Bei Gerste waren 59 % der vorgesehenen Fläche geerntet. Der durchschnittliche Ertrag erreichte 25,1 Dezitonnen je Hektar beziehungsweise 2,51 Tonnen je Hektar und lag damit 15,1 % über dem Vorjahresniveau. Für Einkäufer und Verarbeiter deuten schnellere Feldarbeiten und höhere Gerstenerträge auf eine bessere kurzfristige Verfügbarkeit hin. Angaben zu Beständen, Inlandspreisen oder dem erwarteten Importbedarf fehlen jedoch.
Veröffentlichte Gesamtmenge enthält Einheitenkonflikt
Die Überschrift von ZOL.ru besagt, dass sich Kirgisistans Brutto-Getreideernte 1 Million Tonnen nähert. Im bereitgestellten Artikeltext werden dagegen 985,1 Millionen Tonnen genannt, 6,9 % mehr als im Vorjahr. Beide Angaben widersprechen einander; auch Erntefläche und Durchschnittsertrag stützen kein Ergebnis in Hunderten Millionen Tonnen. Bis zu einer Klarstellung durch das Ministerium oder die Publikation ist die Gesamtmenge daher als Einheitenfehler zu behandeln.
Die Ernte von Mais und Hülsenfrüchten hatte zum Berichtszeitpunkt erst begonnen, sodass ein Teil des Angebotsausblicks offenbleibt. Auch Baumwolle, Tabak und Zuckerrüben befanden sich am Anfang der Ernte. Weitere amtliche Meldungen müssen zeigen, ob sich die frühen Zuwächse bei Weizen und Gerste auf die Gesamternte übertragen und welches zusätzliche Volumen Produzenten, Verarbeitern und Händlern zur Verfügung steht.