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Kirgisistans Bergbau wächst dank Kohle und Baustoffen um 16,9 Prozent

Kirgisistans mineralgewinnende Industrie erreichte von Januar bis Juli 2026 einen Produktionswert von 52,1843 Milliarden Som, 16,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Zuwächse bei Braunkohle, Sand, Gesteinskörnungen und Metallerzen überwogen Rückgänge bei Steinkohle sowie Öl und Gas.

Kirgisistans Bergbau wächst dank Kohle und Baustoffen um 16,9 Prozent

Siebenmonatswert erreicht 52,1843 Milliarden Som

Kirgisistans mineralgewinnende Industrie erzielte von Januar bis Juli 2026 einen Produktionswert von 52,1843 Milliarden Som. Das waren 16,9 Prozent mehr als im entsprechenden Zeitraum 2025, wie Pravda.ru unter Berufung auf das Nationale Statistikkomitee berichtete. Kohle, Metallerze und Baustoffe trugen das Wachstum, während der Öl- und Gassektor schrumpfte.

Im Juli beschleunigte sich die Entwicklung deutlich. Der monatliche Produktionswert erreichte 8,1708 Milliarden Som und lag damit 38,5 Prozent über dem Stand vom Juli 2025. Den größten Beitrag lieferte eine Verdopplung der Gewinnung sonstiger mineralischer Rohstoffe. Die Förderung von Metallerzen stieg um 21 Prozent, die Kohleförderung um 11,7 Prozent.

Braunkohle gleicht schwächere Steinkohleförderung aus

Die Entwicklung der einzelnen Kohlearten verlief unterschiedlich. Die Braunkohleförderung stieg in den ersten sieben Monaten um 28 Prozent auf 1,634 Millionen Tonnen. Im Juli belief sie sich auf 209.700 Tonnen. Braunkohle war damit im Berichtszeitraum die wichtigste Wachstumsquelle der kirgisischen Kohleindustrie.

Die Steinkohleförderung sank über sieben Monate dagegen um 10,6 Prozent auf 630.500 Tonnen. Im Juli zeigte sich eine teilweise Erholung: Die Monatsproduktion erreichte 140.000 Tonnen und übertraf den Wert vom Juli 2025 um 18,1 Prozent. Dieser Anstieg reichte jedoch nicht aus, um den kumulierten Rückgang auszugleichen. Die beiden wichtigsten Kohlesegmente vermitteln daher ein gemischtes Marktbild.

Die Öl- und Gasförderung belastete weiterhin das Gesamtergebnis. Das Volumen der in diesem Segment gewonnenen Ressourcen ging um 8 Prozent zurück. Separate Produktionszahlen für Öl und Gas liegen in den veröffentlichten Angaben nicht vor, doch der Rückgang steht im klaren Gegensatz zu den Zuwächsen bei Erzen, Kohle und nichtmetallischen Mineralien.

Sand und Gesteinskörnungen legen stark zu

Baustoffe verzeichneten das stärkste reale Wachstum. Die Sandförderung erhöhte sich von Januar bis Juli auf das 2,6-Fache und erreichte 1,7239 Millionen Tonnen. Allein im Juli wurden 445.800 Tonnen gewonnen, 92,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Das Ausmaß des Anstiegs deutet auf einen erheblichen Einfluss der Bau- und Infrastrukturaktivität hin, auch wenn die Statistik keine Angaben zur Endverwendung enthält.

Die Produktion von Schotter, Kies und Geröll verdoppelte sich im Siebenmonatszeitraum nahezu auf 2,6831 Millionen Tonnen. Im Juli erreichte sie 650.100 Tonnen, ein Plus von 48,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit lag diese Materialgruppe sowohl über Sand als auch über den zusammen ausgewiesenen Mengen von Braun- und Steinkohle. Das unterstreicht das wachsende Gewicht von Gesteinskörnungen im heimischen Bergbau.

Für Produzenten und Investoren zeigen die Daten keinen gleichmäßigen Aufschwung aller Bereiche, sondern unterschiedliche Wachstumsgeschwindigkeiten. Baustoffe und Braunkohle lieferten die klarsten Mengenzuwächse, Metallerze unterstützten das wertmäßige Wachstum, während Öl und Gas nachgaben. Entscheidend wird nun sein, ob das Juli-Plus von 38,5 Prozent über die Hauptsaison der Bauwirtschaft hinaus anhält und ob die monatliche Erholung bei Steinkohle den Rückgang seit Jahresbeginn ausgleichen kann.

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