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Kirgisistan baut Rindfleischproduktion aus: Mastbetrieb mit Ziel von 7.000 Tieren und 100 Foodtrucks

Ein vor zwei Monaten eröffneter Mastbetrieb in Kirgisistan hält laut MIR 24 bereits mehr als 1.000 Jungbullen und soll auf 7.000 Tiere wachsen; zu Sowjetzeiten wurden auf dem Gelände rund 10.000 Tiere gemästet. Das Fleisch wird direkt über mobile Verkaufsstellen abgesetzt, Rindfleisch mit Knochen kostet 680 Som, derzeit fahren 10 Foodtrucks, geplant sind 100. Für den Kauf von Zuchtvieh gibt es Kredite zu 3 %.

Kirgisistan baut Rindfleischproduktion aus: Mastbetrieb mit Ziel von 7.000 Tieren und 100 Foodtrucks

Tierhalter in Kirgisistan bauen ihre Rindfleischproduktion aus und entwickeln die Zuchtviehhaltung; im Zentrum steht ein neu eröffneter gewerblicher Mastbetrieb, wie MIR 24 berichtet. Die Korrespondentin des Senders, Anel Dangulowa, besuchte die Anlage, die seit zwei Monaten in Betrieb ist und bereits mehr als 1.000 Jungbullen hält.

Die Hälfte der Tiere stammt aus heimischer Zucht, die übrigen wurden aus Kasachstan und Russland eingeführt; der Bestand soll weiter wachsen. Erlist Akunbekow, Minister für Wasserressourcen, Landwirtschaft und verarbeitende Industrie der Kirgisischen Republik, bezeichnete das Projekt als Wiederherstellung einer Kapazität, die auf demselben Gelände bereits bestand. „Wir lassen wieder aufleben, was früher da war. Zu Sowjetzeiten wurden hier etwa 10.000 Tiere gemästet, wir planen, auf 7.000 zu kommen“, sagte er und verwies auf freie Flächen, die derzeit nach modernen Standards ausgebaut werden.

Fütterungsregime und Zunahmen

Die Tiere erhalten Gras, Silage und ausgewogene Zusatzfuttermittel mit Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen – eine Ration, die die Gewichtszunahme beschleunigen soll. Nach Angaben von MIR 24 kann ein Bulle täglich bis zu 700 Gramm zulegen und innerhalb eines halben Jahres bis zu 450 Kilogramm erreichen. Die Fütterungsdisziplin ist dabei so wichtig wie die Ration selbst: Das Fütterungssystem wurde vom nationalen Institut für Tierhaltung erstellt, gefüttert wird streng nach der Uhr, um sieben Uhr morgens und um sieben Uhr abends. „Das wirkt sich ebenfalls auf die Zunahme aus, der Organismus gewöhnt sich an einen festen Rhythmus“, sagte der Tierhalter Schamaldin Dschajanbajew.

  • Aktueller Bestand: mehr als 1.000 Bullen, Zielkapazität 7.000 Tiere
  • Tageszunahme: bis zu 700 Gramm pro Tier
  • Lebendgewicht nach einem halben Jahr: bis zu 450 Kilogramm
  • Mastdauer: vier bis fünf Monate

Direktvermarktung über Foodtrucks

Der Ausbau der Mast ist unmittelbar an den Absatzkanal gekoppelt. Verkauft wird über mobile Verkaufsstellen, Rindfleisch mit Knochen kostet dort 680 Som – dem Bericht zufolge etwa derselbe Betrag in Rubel. „Wir kaufen Kälber bei der einfachen Bevölkerung, mästen sie hier aus eigenen Mitteln und verkaufen ohne Zwischenhändler über unsere Foodtrucks an die Bevölkerung“, sagte Akunbekow. „In der Anfangsphase haben wir jetzt 10 Foodtrucks, geplant sind aber 100 – allein in der Stadt Bischkek wollen wir auf 100 Foodtrucks kommen.“

Der Preis wird aus den vollen Kosten des Zyklus gebildet. „Die Tiere werden hier vier bis fünf Monate gemästet. In dieser Zeit rechnen wir das gesamte Futter, Wasser, Strom und die Arbeit von Tierärzten und Tierhaltern ein, dazu den weiteren Transport und die Schlachtkosten. Auf dieser Grundlage legen wir die Selbstkosten fest“, erklärte Myktybek Kalandarow, Leiter der Abteilung für Tierhaltung und Veterinärwesen. Mit wachsendem Bestand und steigender Produktion sollen die Fleischpreise schrittweise gesenkt werden; vorerst werden sie auf einem erschwinglichen Niveau gehalten.

Zuchtvieh und Kredite zu 3 %

Neben der Mast fördert der Staat die Zuchtarbeit. Landwirte erhalten für den Kauf von Zuchtvieh Vorzugskredite zu 3 % – ein Zinssatz, der die Bestandsstruktur zu leistungsfähigerer Genetik verschieben soll und nicht nur die Tierzahl erhöhen. Zusammen mit Tieren aus Kasachstan und Russland und dem Fütterungsprogramm des nationalen Instituts für Tierhaltung setzt der Ansatz an den zwei Größen an, die das heimische Rindfleischangebot bestimmen: wie viele Tiere in das System kommen und wie schnell sie Futter in Lebendgewicht umsetzen.

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