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Kenias Zuckerreformen steigern Rohrlieferungen und Bauern-Erlöse auf 33,5 Mrd. Sh

Kenias Landwirte lieferten in den sieben Monaten bis Juli 5,94 Millionen Tonnen Zuckerrohr nach 4,12 Millionen Tonnen im Vergleichszeitraum. Ihre geschätzten Erlöse stiegen um 52,3 % auf 33,5 Milliarden Sh, während die höhere heimische Zuckerproduktion die Verbraucherpreise entlastete.

Kenias Zuckerreformen steigern Rohrlieferungen und Bauern-Erlöse auf 33,5 Mrd. Sh

Rohrangebot und Bauern-Erlöse steigen

Kenias Zuckerwirtschaft verzeichnet nach Maßnahmen zur Senkung der Betriebsmittelkosten, Wiederbelebung von Fabriken und Stärkung der Regulierung deutlich höhere Rohrlieferungen, Bauern-Erlöse und Produktionsmengen. Wie Business Today berichtete, lieferten die Landwirte in den sieben Monaten bis Juli 5,94 Millionen Tonnen Zuckerrohr, verglichen mit 4,12 Millionen Tonnen im entsprechenden Zeitraum.

Die geschätzten Erlöse der Bauern stiegen um 52,3 % auf 33,5 Milliarden Sh. Der durchschnittliche Rohrpreis erhöhte sich von 5.343 Sh auf 5.643 Sh je Tonne, sodass die Erzeuger sowohl von höheren Mengen als auch von einem besseren Preis profitierten. Die monatlichen Lieferungen erreichten bis Juni 998.000 Tonnen und stiegen im Juli auf den Rekordwert von 1,01 Millionen Tonnen.

Gesunkene Düngemittelpreise verbesserten ebenfalls die Produktionsbedingungen. Die Landwirtin Violet Otwane aus Teso South berichtete, dass ein 50-Kilogramm-Sack nun rund 2.500 Sh kostet, nachdem der Preis zuvor bis zu 7.000 Sh betragen hatte. Die Bauern fordern dennoch weitere Entlastungen bei Ernte, Transport und anderen Produktionskosten, damit sich höhere Bruttoerlöse auch in besseren Nettoeinkommen niederschlagen.

Wiederbelebte Fabriken erhöhen die Zuckerproduktion

Das größere Rohrangebot ließ die Zuckerproduktion in den sieben Monaten bis Juli auf 528.874 Tonnen steigen. Das waren 44,5 % mehr als die 366.007 Tonnen im Vorjahreszeitraum. Allein im Juli wurden 91.022 Tonnen erzeugt, mehr als doppelt so viel wie die 42.255 Tonnen im Juli 2025. In einer längerfristigen Betrachtung stieg die nationale Produktion von 472.773 Tonnen im Jahr 2022 auf 815.454 Tonnen; die Anbaufläche wuchs um 19,4 % auf 715.693 Acres.

Die Erholung fällt mit Bemühungen zur Wiederherstellung staatlicher Verarbeitungskapazitäten zusammen. Die Zuckerfabriken Nzoia, Chemelil, Sony und Muhoroni wurden für 30 Jahre an private Betreiber verpachtet. Die Verträge sollen Kapital in veraltete Anlagen bringen, Betriebsabläufe verbessern, die Rohrannahme wiederherstellen und die Kapazitätsauslastung erhöhen.

Das Zuckergesetz von 2024 bildet die institutionelle Grundlage der Reformen. Es setzte das Kenya Sugar Board wieder ein und schuf einen neuen Rahmen für Regulierung und Branchenentwicklung. Für die Verarbeiter besteht die zentrale Aufgabe darin, während der Modernisierung eine verlässliche Rohstoffversorgung zu sichern. Für die Bauern bleiben pünktliche Zahlungen und Lieferkosten entscheidende Prüfsteine.

Höheres Angebot entlastet Preise und ermöglicht Expansion

Die größere Inlandsproduktion erreicht inzwischen die Verbraucher. Der durchschnittliche Zuckerpreis im Einzelhandel sank im vergleichbaren Siebenmonatszeitraum um 3,1 % von 172,36 Sh auf 167,02 Sh je Kilogramm. Dies zeigt, dass mehr lokale Verarbeitung den Markt entlasten kann; entsprechende Einfuhrmengen wurden in der Quelle jedoch nicht genannt.

Zusätzliches Angebot soll eine 50.000 Acres große Zuckerrohrplantage im Bewässerungsprojekt Bura in Tana River schaffen. Erwartet werden jährlich 1,2 Millionen Tonnen Zuckerrohr und 120.000 Tonnen Zucker sowie rund 13 Millionen Liter Ethanol und 25 Megawatt Strom aus Bagasse. Das Projekt soll 3.000 direkte Arbeitsplätze schaffen und mehr als 10.000 Kleinbauern einen Absatzmarkt bieten. Um diese Ziele zu erreichen, muss Kenia Feldentwicklung, Transport, Verarbeitung und Nebenprodukt-Infrastruktur aufeinander abstimmen.

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