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Kenia will Milchproduktion und lokale Verarbeitung in Tharaka Nithi ausbauen

Kenia fordert die Milchviehbetriebe im County Tharaka Nithi, das jährlich rund 57 Millionen Liter Milch erzeugt, zu mehr Produktion und niedrigeren Kosten auf. Das Programm verbindet bessere Zucht, günstigere Futtermittel, tierärztliche Betreuung, Milchkühlung und Investitionen in die lokale Verarbeitung.

Kenia will Milchproduktion und lokale Verarbeitung in Tharaka Nithi ausbauen

Regierung zielt auf ein größeres Milchangebot

Die kenianische Regierung fordert die Milchviehhalter im County Tharaka Nithi auf, ihre Produktion zu erhöhen, um die Verarbeitung und Wertschöpfung auszubauen. Nach Angaben von DairyNews.today erzeugt das County derzeit rund 57 Millionen Liter Milch pro Jahr. Landwirtschafts- und Viehzuchtminister Mutahi Kagwe erklärte, Landwirte, County-Verwaltung und Zentralregierung müssten abgestimmt handeln, um die Mengen zu steigern und zugleich die Produktionskosten zu senken.

Ein größeres Rohmilchangebot hat zunächst Vorrang, weil lokale Verarbeiter verlässliche Mengen benötigen, bevor sie ihre Betriebe erweitern können. Die Zentralregierung will außerdem gemeinsam mit der Regierung von Tharaka Nithi die Zahl produktiver Milchkühe erhöhen. Das Programm verknüpft den Herdenaufbau mit besserer Tierhaltung, Gesundheitsversorgung und Infrastruktur, statt allein auf die Zahl der Tiere zu setzen.

Zucht und Futterkosten bestimmen die Rentabilität

Die Behörden fördern leistungsfähigere Rassen und moderne Zuchtverfahren, darunter einen besseren Zugang zu gesextem Sperma. Konventionelles Sperma kostet etwa 7.000 Kenia-Schilling, gesextes Sperma ungefähr 9.000 Kenia-Schilling. Die staatliche Unterstützung soll die teurere Variante für Landwirte erschwinglicher machen und langfristig Qualität und Produktivität der Herden steigern. Kagwe betonte jedoch, dass Zuchtfortschritte durch bessere Fütterung und Tierhaltung ergänzt werden müssten.

Futtermittel sind ein entscheidender Rentabilitätsfaktor, weil ihr Preis die Kosten der Milcherzeugung unmittelbar beeinflusst. Um das Angebot an gelbem Mais für Tierfutter zu erhöhen, stellt die Regierung große staatliche Farmen für den Anbau bereit und erlaubt zollfreie Einfuhren. Die Verbindung von heimischem Anbau und Importen soll einen Engpass entschärfen, der die Vorteile besserer Genetik begrenzen könnte. Kagwe verwies zudem auf die Stallhaltung als Möglichkeit, die Leistung durch kontrollierte Fütterung, Zucht und Tierpflege zu erhöhen.

Kühlung und Verarbeitung rücken in den Mittelpunkt

Zusätzliche landwirtschaftliche Berater und Tierärzte sollen die Betriebe bei Zucht, Ernährung, Tiergesundheit und Milchviehmanagement unterstützen. Das Gesamtprogramm umfasst auch niedrigere Produktionskosten, mehr Kühlkapazität sowie Investitionen in Verarbeitung und weitere Wertschöpfung. Diese Dienstleistungen sind besonders wichtig, wenn kleinere Betriebe neue Zuchttechnik einsetzen sollen, ohne Tiergesundheit oder Fütterungsstandards zu gefährden.

Der Gouverneur von Tharaka Nithi, Muthomi Njuki, erklärte, das County habe acht Milchkühler erhalten: sechs von der Zentralregierung und zwei von der County-Verwaltung. Sie sollen die Milch nach der Sammlung konservieren und Verluste vor der Anlieferung bei den Verarbeitern verringern. Lokale Vertreter fordern außerdem neue Investitionen in Molkereien. Der Abgeordnete für Maara, Kareke Mbiuki, sagte, die Landwirte seien zur Wertschöpfung bereit, und bat die Regierung, Molkereien wiederherzustellen und Verarbeitungstechnik bereitzustellen. Mehr lokale Kapazität würde eine Alternative zum konzentrierten Rohmilchverkauf schaffen, doch die Anlagen benötigen konstante Liefermengen, eine effiziente Sammlung und wettbewerbsfähige Betriebskosten.

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