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Kautschukpreise geben an TOCOM, SHFE und SGX nach — schwache Reifennachfrage in China

Am 17. September gaben Naturkautschuk-Kontrakte an der TOCOM, der Shanghai Futures Exchange und der SGX nach, während thailändische RSS3-Exportofferten auf 92,14 Baht je Kilogramm sanken. Am stärksten fiel Butadienkautschuk an der SHFE mit einem Minus von 3,72 % auf 14.610 Yuan je Tonne. Analysten verweisen auf geringere Naturkautschuk-Einkäufe chinesischer Reifenhersteller in der vergangenen Woche.

Kautschukpreise geben an TOCOM, SHFE und SGX nach — schwache Reifennachfrage in China

Die Preise für Naturkautschuk sind am 17. September an den wichtigsten asiatischen Terminmärkten gefallen: Kontrakte an der Tokyo Commodity Exchange (TOCOM), der Shanghai Futures Exchange (SHFE) und der Singapore Exchange (SGX) schlossen ebenso schwächer wie die thailändischen Exportofferten am physischen Markt, berichtet vietbao.vn. Das Medium führt den breiten Rückgang auf die nachlassende Reifennachfrage in China zurück und verweist auf den Verkaufsdruck, der den asiatischen Kautschukkomplex prägte.

Futures verlieren in Tokio, Schanghai und Singapur

An der TOCOM beendete der RSS3-Kontrakt mit Lieferung im Oktober die Sitzung bei 457,80 Yen je Kilogramm, ein Minus von 1,40 %. Der November-Kontrakt verlor prozentual stärker: 1,91 % auf 430 Yen je Kilogramm.

An der SHFE schloss Naturkautschuk mit Lieferung im September bei 17.900 Yuan je Tonne (minus 1,54 %), der Oktober-Kontrakt gab um 1,57 % auf 17.880 Yuan je Tonne nach. Verluste wurden über die gesamte SHFE-Kurve hinweg verzeichnet, in einer engen Spanne von 1,54 % bis 1,57 %. Die stärkste Bewegung des Tages kam aus dem Synthesebereich: Der meistgehandelte Oktober-Kontrakt für Butadienkautschuk brach um 565 Yuan beziehungsweise 3,72 % auf 14.610 Yuan je Tonne ein.

An der SGX wurde TSR20 mit Lieferung im Oktober bei 235,40 US-Cent je Kilogramm gehandelt (minus 1,22 %), der November-Kontrakt bei 235,10 US-Cent je Kilogramm (minus 0,80 %). vietbao.vn weist darauf hin, dass die Verluste an der SGX in den ferneren Monaten geringer ausfielen.

Reifenhersteller kaufen weniger ein

Analysten des Chaos Ternary Futures Research Institute, zitiert von vietbao.vn, erklärten, die durchschnittlichen Naturkautschuk-Einkaufsmengen der Reifenhersteller seien in der vergangenen Woche gesunken. Gleichzeitig zogen die Rohstoffkosten an, und die meisten Unternehmen hielten ihre Produktion unter Kontrolle, statt die Auslastung zu erhöhen.

Zurückhaltende Reifenwerke wirken auf die gesamte Kette, denn chinesische Reifenproduzenten sind der wichtigste Absatzmarkt für Naturkautschuk aus Südostasien. Wenn Verarbeiter nur den laufenden Bedarf decken und keine Lager aufbauen, schlägt sich das an den Terminmärkten deutlich früher nieder als in den physischen Offerten der Ursprungsländer.

Thailand senkt Offerten, Vietnams Ankaufspreise bleiben stabil

In Thailand fiel der Exportofferten-Preis für RSS3 auf FOB-Basis Laem Chabang um 0,6 Baht beziehungsweise 0,6 % auf 92,14 Baht je Kilogramm. In Vietnam beließen die Verarbeiter ihre Ankaufspreise dagegen unverändert:

  • MangYang: Feldlatex bei rund 458–463 Dong je TSC (Sorte 2 bis Sorte 1), Mischkoagulat bei etwa 404–459 Dong je DRC.
  • Phu Rieng: Rohkautschuk bei 390 Dong je DRC, Feldlatex bei 420 Dong je TSC.
  • Ba Ria Rubber: Feldlatex bei 420 Dong je TSC-Grad und Kilogramm bei einem TSC-Gehalt von 25 bis unter 30; Koagulat mit 35–44 % DRC bei 14.600 Dong je Kilogramm; Rohlatex bei 18.100 Dong je Kilogramm.
  • Binh Long: 540 Dong je TSC-Grad und Kilogramm ab Werk sowie 530 Dong je TSC-Grad und Kilogramm bei den Produktionseinheiten; Rohkautschuk mit 60 % DRC stabil bei 18.000 Dong je Kilogramm.

Kurzfristiger Ausblick

Nach Einschätzung von vietbao.vn dürften die Kautschukpreise kurzfristig weiter schwanken, solange der Verkaufsdruck an den Börsen anhält. Das Muster über die drei Handelsplätze hinweg — gleichmäßige Verluste an der SHFE, ein stärkerer Rückgang im ferneren TOCOM-Kontrakt und schrumpfende Verluste in den späteren SGX-Monaten — deutet auf eine Positionsanpassung vor allem in den nahen Lieferterminen hin, nicht auf eine Neubewertung der gesamten Terminkurve.

Für Exporteure in Thailand und Vietnam lautet die entscheidende Frage, wie lange chinesische Reifenhersteller unterhalb der üblichen Mengen einkaufen, während die Rohstoffkosten hoch bleiben. Vietnams Ankaufspreise haben die Börsenbewegung bislang gar nicht nachvollzogen, was den heimischen Verarbeitern vorerst höhere Margen lässt, als der Terminmarkt nahelegt. Historisch schließt sich diese Lücke jedoch binnen weniger Wochen, wenn die Schwäche an den Futures-Märkten anhält.

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