Kasachstans Weizenvorräte erreichen 5,616 Millionen Tonnen
Kasachstan verfügte am 1. Juli 2026 über 5,616 Millionen Tonnen Weizen, darunter 5,132 Millionen Tonnen Nahrungsweizen. Von Januar bis April wurden 5,271 Millionen Tonnen Weizen und Mengkorn exportiert und 722.000 Tonnen importiert.
Nahrungsweizen dominiert die nationalen Bestände
Kasachstan verfügte am 1. Juli 2026 über 6,987 Millionen Tonnen Getreide und Hülsenfrüchte. Das geht aus Daten des nationalen Statistikamtes hervor, über die APK Novosti und ZOL.ru berichteten. Davon entfielen 6,021 Millionen Tonnen auf Nahrungsbestände, 148.000 Tonnen auf Saatgut und 818.000 Tonnen auf Futtermittel.
Weizen blieb mit insgesamt 5,616 Millionen Tonnen das wichtigste Produkt. Darin enthalten waren 5,132 Millionen Tonnen Nahrungsweizen, 97.000 Tonnen Saatweizen und 386.000 Tonnen Futterweizen. Der hohe Anteil an Nahrungsweizen ist eine wichtige Kennzahl für Mühlen, Exporteure und Käufer auf den regionalen Märkten Kasachstans.
Gerste folgte mit einem Bestand von 727.000 Tonnen. Dieser setzte sich aus 378.000 Tonnen Nahrungsgerste, 31.000 Tonnen Saatgut und 317.000 Tonnen Futtergerste zusammen. Anders als beim Weizen verteilte sich die verfügbare Gerste damit relativ gleichmäßig auf Nahrungs- und Futterzwecke.
Bestände anderer Getreidearten bleiben gering
Die Vorräte anderer Getreidearten lagen deutlich niedriger. Kasachstan hielt 103.000 Tonnen Reis, 95.000 Tonnen Hafer und 71.000 Tonnen Mais. Die Bestände an Hirse beliefen sich auf 11.000 Tonnen, jene an Roggen auf 7.654 Tonnen.
Die Daten bilden die Versorgungslage zur Jahresmitte ab, nennen jedoch weder Lagerorte und Qualitätsklassen noch bereits vertraglich gebundene Mengen. Händler müssen die Gesamtzahlen deshalb zusammen mit Logistik, inländischem Verbrauch und der tatsächlich zum Verkauf stehenden Ware bewerten.
Die Zusammensetzung zeigt dennoch die klare Ausrichtung des Marktes auf Weizen. Auf Weizen entfielen mehr als vier Fünftel der gemeldeten Getreide- und Hülsenfruchtbestände. Allein der Nahrungsweizen übertraf die zusammengefassten Vorräte aller anderen aufgeführten Getreidearten.
Exporte wichtiger Getreidearten übersteigen Importe
Von Januar bis April 2026 exportierte Kasachstan 5,271 Millionen Tonnen Weizen und Mengkorn, während die Importe 722.000 Tonnen erreichten. Damit war das Land im Berichtszeitraum ein Nettoanbieter. Die Quelle nennt jedoch weder Bestimmungsländer und Preise noch die Aufteilung zwischen Weizen und Mengkorn.
Die Gerstenexporte lagen bei 419.000 Tonnen, die Importe bei 69.000 Tonnen. Zudem exportierte Kasachstan 76.000 Tonnen Mais und importierte 13.000 Tonnen. Beim Reis standen Ausfuhren von 54.900 Tonnen Einfuhren von 3.500 Tonnen gegenüber. Die Exporte von Buchweizen, Hirse und anderem Getreide betrugen 15.000 Tonnen, die Importe 7.000 Tonnen.
Hafer und Roggen wichen von diesem Muster ab. Die Haferimporte von 8.700 Tonnen überstiegen die Exporte von 3.400 Tonnen. Beim Roggen wurden keine Exporte registriert, während die Importe 7.400 Tonnen erreichten und damit fast dem gemeldeten Inlandsbestand von 7.654 Tonnen entsprachen. Der Handel mit Körnersorghum war mit 44,1 Tonnen Exporten und 43 Tonnen Importen nahezu ausgeglichen. Große Weizenvorräte und hohe Ausfuhren halten Kasachstan für regionale Käufer relevant, während die kleineren Hafer- und Roggenmärkte stärker von Importen abhängen.