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Kasachstan steigert Rapsexporte nach Russland und China bei sinkenden Sonnenblumenkernlieferungen

Kasachstan hat seine Rapsexporte nach Russland in der laufenden Saison auf das 2,04-Fache und nach China auf das 8,8-Fache erhöht. Auch die Lieferungen nach Lettland stiegen, während die Ausfuhren von Sonnenblumenkernen zurückgingen.

Kasachstan steigert Rapsexporte nach Russland und China bei sinkenden Sonnenblumenkernlieferungen

Rapslieferungen beschleunigen sich

Kasachstan hat seine Rapsexporte in der laufenden Saison deutlich gesteigert und zugleich weniger Sonnenblumenkerne ausgeführt, wie aus von ZOL.ru veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Besonders ausgeprägt war die Entwicklung im Handel mit Russland und China, wo die Rapsmengen gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des vorigen Wirtschaftsjahres erheblich zunahmen.

Nach Angaben von Jewgeni Karabanow exportierte Kasachstan im Berichtszeitraum 66.100 Tonnen Raps nach Russland. Das entsprach dem 2,04-Fachen der Menge aus dem Vergleichszeitraum des vorigen Wirtschaftsjahres. Russland blieb damit ein bedeutender Zielmarkt für Kasachstans wachsenden Rapshandel.

China verzeichnet das stärkste Wachstum

Die Exporte nach China erreichten 42.200 Tonnen und stiegen im Jahresvergleich auf das 8,8-Fache. Das absolute Volumen blieb zwar unter den Lieferungen nach Russland, die Wachstumsrate fiel jedoch erheblich höher aus. Die Zahlen zeigen, dass China in der laufenden Saison für kasachische Rapsanbieter deutlich an Bedeutung gewonnen hat.

Kasachstan erhöhte laut ZOL.ru auch seine Rapsexporte nach Lettland. Das verfügbare Ausgangsmaterial nennt weder das Volumen noch die Wachstumsrate dieser Handelsroute. Lettlands Aufnahme in die Liste der wachsenden Absatzmärkte zeigt dennoch, dass sich die zusätzlichen Lieferungen nicht auf Kasachstans Nachbarländer beschränkten.

Sonnenblumenkernexporte entwickeln sich gegenläufig

Gleichzeitig verringerte Kasachstan seine Ausfuhren von Sonnenblumenkernen. Da der verfügbare Bericht weder ein Volumen noch einen prozentualen Rückgang nennt, lässt sich der Rückgang nicht direkt mit dem Wachstum des Rapshandels vergleichen. Die Daten zeigen jedoch innerhalb derselben Saison gegensätzliche Exporttrends bei zwei wichtigen Ölsaaten des Landes.

Für Erzeuger, Verarbeiter und Händler ist die Aufteilung nach Zielmärkten relevant. Russland nahm mit 66.100 Tonnen die größte offengelegte Rapsmenge ab, während China 42.200 Tonnen bezog und die höchste Wachstumsrate erreichte. Die Expansion nach Russland, China und Lettland verschafft kasachischen Anbietern mehrere Absatzkanäle, doch die verfügbaren Daten lassen keine Aussage darüber zu, ob Produktion, Preise, Verarbeitungsnachfrage oder Handelspolitik den Wandel ausgelöst haben. Erst vollständige Saisondaten werden zeigen, ob die höheren Rapslieferungen eine dauerhafte Verschiebung im kasachischen Ölsaatenexport oder eine Besonderheit des laufenden Wirtschaftsjahres darstellen.

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