Kasachstans Honigexporte steigen von rund 600 auf fast 1.500 Tonnen
Kasachstan exportierte im vergangenen Jahr fast 1.500 Tonnen Honig, nach rund 600 Tonnen im Jahr 2024. Usbekistan war der wichtigste Auslandsmarkt, während die Zahl der Imkereibetriebe und das Angebot verarbeiteter Honigprodukte wachsen.
Exportmenge wächst auf etwa das 2,5-Fache
Kasachstan exportierte im vergangenen Jahr fast 1.500 Tonnen Honig, verglichen mit rund 600 Tonnen im Jahr 2024, wie Almaty.tv berichtet. Damit stiegen die Auslandslieferungen auf etwa das 2,5-Fache des früheren Niveaus. Usbekistan war der größte ausländische Absatzmarkt für kasachischen Honig. Eine Aufschlüsselung nach Zielländern oder Angaben zum Exportwert enthält der Bericht jedoch nicht.
Der Zuwachs eröffnet der kasachischen Imkereiwirtschaft einen größeren kommerziellen Absatzkanal. Für Erzeuger entsteht damit ein Anreiz, ihre Bestände auszubauen und eine gleichbleibende Qualität für Auslandskunden sicherzustellen. Für Händler und Einkäufer zeigt das zusätzliche Volumen, dass Kasachstan vor allem in Zentralasien als regionaler Lieferant sichtbarer wird.
Imkereien schaffen die Grundlage für weiteres Wachstum
Nach Angaben von Almaty.tv nimmt die Zahl der Unternehmer zu, die in der Imkerei tätig sind. Ein vorgestellter Betrieb verfügt über rund 250–300 Bienenstöcke mit jeweils mehr als 14.000 Bienen. Auf dem Höhepunkt der Saison können je Stock alle zehn Tage bis zu 30 Kilogramm Honig gewonnen werden. Die Zahl verdeutlicht, welche Leistung etablierte Imkereien unter günstigen Bedingungen erreichen können.
Die Produktion folgt der Blütezeit von Mai bis September, in der der Nektar in den Stöcken vollständig reift. Die Imker entnehmen gefüllte Wabenrahmen, öffnen die Wachsdeckel und trennen den Honig anschließend in einer Schleuder von den Waben. Der Imker Gennady Pakhomov sagte gegenüber Almaty.tv, Naturhonig müsse kristallisieren und dürfe erst nach der Verdeckelung geerntet werden. Reifegrad und sachgerechte Verarbeitung werden entscheidend sein, wenn Lieferanten wiederkehrende Aufträge aus dem Ausland gewinnen wollen.
Verarbeiter verbreitern ihr Sortiment
Die Entwicklung beschränkt sich nicht auf unverarbeiteten Honig. Im Gebiet Schetissu stellt ein Unternehmen 21 honigbasierte Produkte her. Es mischt Naturhonig mit Heilkräutern und will neben der Erweiterung des Sortiments auch die Apitherapie entwickeln. Der Unternehmer Sungat Raiymbek erklärte, dass der Betrieb die Pflanzen, Kräuter, Früchte und Beeren der Region für weitere Produktlinien nutzen wolle.
Diese Verarbeitung kann Erzeugern mehrere Absatzwege eröffnen. Loser oder abgepackter Naturhonig bleibt das zentrale Exportprodukt, während Kräuterrezepturen und andere Bienenerzeugnisse eine Differenzierung ermöglichen. Der Bericht nennt weder Kasachstans gesamte Honigproduktion noch Exportpreise, Verarbeitungskapazitäten oder weitere Zielmärkte neben Usbekistan. Deshalb lässt sich die Dauerhaftigkeit des Wachstums noch nicht anhand von Handelswert und Marktdiversifizierung beurteilen. Der Anstieg von rund 600 auf fast 1.500 Tonnen verschafft Imkern, Verarbeitern und regionalen Vertriebspartnern dennoch eine deutlich größere Exportbasis als 2024.