Kasachstan erntet mehr als 6,3 Millionen Tonnen Gemüse, Ölsaaten und weitere Kulturen
Kasachstan hat mehr als 6,3 Millionen Tonnen wichtiger Agrarkulturen außerhalb des Getreidesektors geerntet, darunter Gemüse, Melonen, Kartoffeln und Ölsaaten. Die Regierung erwartet, dass die neue Ernte den Inlandsmarkt versorgt und die weitere Entwicklung des Agrarexportpotenzials unterstützt.
Gemüse führt die Ernte außerhalb des Getreidesektors an
Kasachstans Landwirtschaftsbetriebe haben im Verlauf der noch laufenden Feldkampagne mehr als 6,3 Millionen Tonnen wichtiger Agrarkulturen außerhalb des Getreidesektors geerntet, berichtete Kazinform unter Berufung auf die Regierung. Mit 2,4 Millionen Tonnen bildet Gemüse die größte Position in der offiziellen Aufschlüsselung.
Hinzu kommen 1,8 Millionen Tonnen Melonen und andere Kürbisgewächse, 1,2 Millionen Tonnen Kartoffeln sowie 906.500 Tonnen Ölsaaten. Die Zahlen geben den operativen Stand der laufenden Kampagne wieder und sind keine endgültige Produktionsschätzung, da die Ernte noch nicht abgeschlossen ist. Vergleiche mit der Vorsaison, Anbauflächen und regionale Produktionsdaten nannte die Regierung nicht.
Kraftstoff und Dünger sichern die Feldarbeiten
Regionale Stäbe koordinieren die Feldarbeiten und sollen die Voraussetzungen für einen termingerechten Abschluss der Ernte schaffen. Nach Regierungsangaben wurden den Regionen 401.100 Tonnen Dieselkraftstoff für die Ernte und die herbstlichen Feldarbeiten zugeteilt. Eine verlässliche Kraftstoffversorgung ist besonders wichtig, weil mehrere Kulturgruppen gleichzeitig geerntet werden und die Betriebe bereits Flächen für den nächsten Produktionszyklus vorbereiten.
Parallel dazu laufen die Düngemittellieferungen weiter. Der jährliche Bedarf der Agrarproduzenten an mineralischen Düngemitteln wird auf 2,3 Millionen Tonnen geschätzt. Verträge sind abgeschlossen und 2 Millionen Tonnen wurden bereits ausgeliefert, was 85 % des Jahresbedarfs entspricht. Nach Darstellung der Behörden sollen die Kraftstoff- und Düngemittelmaßnahmen Unterbrechungen der aktuellen Kampagne verhindern und eine rechtzeitige Vorbereitung auf den nächsten Anbauzyklus ermöglichen.
Lagerung und Marktversorgung rücken in den Vordergrund
Als unmittelbare Prioritäten nennt die Regierung den pünktlichen Abschluss der Ernte, die sichere Lagerung der Erzeugnisse, eine ordnungsgemäße Getreideannahme und den Aufbau ausreichender Bestände an Nahrungsgetreide. Die gemeldeten Mengen bei Gemüse, Kartoffeln, Melonen und Ölsaaten weisen auf ein erhebliches physisches Angebot hin. Die tatsächlichen Marktauswirkungen hängen jedoch von Lagerung, Verarbeitung und der nach Ernteverlusten verbleibenden vermarktungsfähigen Menge ab.
Die Regierung erwartet, dass die neue Ernte den heimischen Markt mit hochwertigen Produkten versorgt und die weitere Entwicklung des kasachischen Agrarexportpotenzials ermöglicht. Erwartete Exportmengen, Zielmärkte und Preise für die Nichtgetreidekulturen wurden nicht genannt. Zuvor hatten die Behörden eine Getreideernte von 7,7 Millionen Tonnen bei einem Durchschnittsertrag von 14 Dezitonnen je Hektar gemeldet; 93 % der Weizenernte erreichten Lebensmittelqualität. Diese Angaben stärken das Gesamtbild der Versorgung, doch die für inländische Käufer und Exporteure verfügbaren Mengen hängen vom Abschluss der Kampagne sowie von Qualität und Erhaltung der Erzeugnisse ab.