Kamerun verbietet Rundholzexporte für 91 Baumarten
Kamerun hat die Ausfuhr von unbearbeitetem Rundholz aus 91 Baumarten untersagt – per Dekret vom 28. April 2026 von Forstminister Jules Doret Ndongo. Der Schritt vertieft den Kurs zur lokalen Holzverarbeitung und drängt internationale Käufer zu Schnittholz oder Halbfertigprodukten.
Kamerun verbietet Rundholzexporte für 91 Baumarten
Kamerun hat die Ausfuhr von unbearbeitetem Rundholz aus 91 Baumarten untersagt und verschärft damit eine langjährige Politik, die mehr Holzverarbeitung im Land halten soll. Das Verbot geht auf ein Dekret zurück, das am 28. April 2026 von Jules Doret Ndongo, dem Minister für Forsten und Wildtiere, unterzeichnet wurde – so ein von bing.com zitierter Bericht. Der Schritt markiere laut Bericht eine neue Stufe der kamerunischen Strategie zur lokalen Holzverarbeitung.
Was das Dekret regelt
Das Dekret benennt 91 Baumarten, deren Rundholz das Land nicht mehr in unbearbeiteter Form verlassen darf. Der von bing.com zitierte Bericht beschreibt den Schritt als ein Anziehen der Zügel bei Rohholz, wodurch ein Kanal geschlossen wird, über den zuvor ganze Stämme ins Ausland gingen. Die Maßnahme betrifft unbearbeitetes Rundholz.
Über die Zahl der Arten, das Unterzeichnungsdatum und den zuständigen Minister hinaus sind die verfügbaren Angaben begrenzt; eine vollständige Artenliste und Übergangsregelungen für bestehende Verträge werden nicht genannt.
Kurs auf lokale Verarbeitung
Das Verbot fügt sich in eine breitere Linie ein, in der Erzeugerländer Exporteure dazu bringen, Wertschöpfung im eigenen Land zu schaffen, statt Rohstoffe zu verschiffen. Die Vorgabe, Holz vor dem Export zu sägen, zu trocknen oder anderweitig zu bearbeiten, soll einen größeren Teil der Produktionsmarge und die damit verbundenen Arbeitsplätze in der heimischen Wirtschaft halten.
Kamerun ist eine der bedeutenden Quellen für tropisches Hartholz in Zentralafrika; Beschränkungen für Rundholzexporte verändern, wo Verarbeitungskapazitäten aufgebaut werden.
Folgen für Holzkäufer weltweit
Für internationale Käufer ist die unmittelbare Folge, dass unbearbeitetes Rundholz der 91 gelisteten Arten nicht mehr direkt in Kamerun bezogen werden kann. Importeure in Europa und Asien, die auf die Lieferung ganzer Stämme angewiesen waren, müssen auf Schnittholz oder Halbfertigprodukte umsteigen oder andere Herkünfte finden.
Solche Verbote verknappen in der Regel das Angebot an tropischem Rohholz auf den Weltmärkten und können die Preise für weiterhin gehandeltes Holz stützen. Am unmittelbarsten betroffen sind Händler mit offenen Rundholzverträgen, die klären müssen, welche Lieferungen unter dem Dekret zulässig bleiben. Strafen, Fristen und Ausnahmen führt der von bing.com zitierte Bericht nicht aus.