Kameruns Bananenexporte steigen im Juli 2026 um 34,1 % auf 20.577 Tonnen
Kamerun exportierte im Juli 2026 insgesamt 20.577 Tonnen Bananen, 34,1 % mehr als ein Jahr zuvor, wie von Investir au Cameroun veröffentlichte Assobacam-Daten zeigen. Auf die beiden Compagnie-Fruitière-Töchter PHP und CDBM entfielen 82 % der Lieferungen.
Juli-Lieferungen erreichen 20.577 Tonnen
Kameruns Bananenexporte sind im Juli 2026 kräftig gestiegen, nachdem alle drei aktiven Produzenten mehr Ware auf internationale Märkte geliefert hatten. Daten des kamerunischen Bananenverbands Assobacam, die Investir au Cameroun ausgewertet hat, weisen ein Gesamtvolumen von 20.577 Tonnen aus. Das waren 34,1 % mehr als die 15.336 Tonnen vom Juli 2025.
Im Jahresvergleich kamen damit 5.241 Tonnen zum monatlichen Exportvolumen hinzu. Der Anstieg setzte die stärkere Entwicklung des Jahres fort: Im ersten Halbjahr 2026 exportierte Kamerun laut einem früheren, von Investir au Cameroun angeführten Bericht 122.001 Tonnen und damit 17,6 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Juli-Ergebnis folgte auf einen schwächeren Juni, in dem die Exporte wegen rückläufiger Verkäufe der Cameroon Development Corporation auf 15.554 Tonnen gesunken waren.
Töchter von Compagnie Fruitière treiben das Wachstum
Plantations du Haut Penja, kurz PHP, ist der größte Bananenproduzent des Landes und exportierte im Juli 13.577 Tonnen. Gegenüber den 10.208 Tonnen vom Juli 2025 entsprach dies einem Plus von 33 % oder 3.369 Tonnen. PHP ist die wichtigste kamerunische Tochtergesellschaft der französischen Compagnie Fruitière de Marseille.
Das stärkste prozentuale Wachstum erzielte Compagnie des Bananes de Mondoni, kurz CDBM, die zweite Tochter des französischen Konzerns in Kamerun. CDBM steigerte seine Exporte nahezu auf das Doppelte: Das Volumen nahm um 96,6 % von 1.685 auf 3.313 Tonnen zu. Gegenüber dem Vorjahr kamen somit 1.628 Tonnen hinzu.
Zusammen exportierten PHP und CDBM im Juli 2026 insgesamt 16.870 Tonnen. Dies entsprach 82 % der kamerunischen Bananenausfuhren und verdeutlicht die Konzentration des kommerziellen Angebots bei den lokalen Aktivitäten von Compagnie Fruitière. Die Konzerntöchter hatten 2025 zudem die Vermögenswerte von Boh Plantations PLC übernommen.
Staatliche CDC wächst langsamer
Die übrigen 18 % entfielen auf die Cameroon Development Corporation. Sie ist der einzige staatliche Betreiber der Branche und seit der Boh-Transaktion auch der einzige Produzent in nationalem Besitz. CDC exportierte im Juli 2026 insgesamt 3.687 Tonnen, 7 % oder 244 Tonnen mehr als die 3.443 Tonnen des Vorjahresmonats.
Damit wuchs CDC deutlich langsamer als die beiden privat kontrollierten Hersteller. Dennoch trug die Rückkehr zu einem Vorjahresplus zum breit angelegten Anstieg im Juli bei, nachdem die schwächere Leistung des Unternehmens im Juni die nationalen Exporte belastet hatte. CDC ist nach der öffentlichen Verwaltung zudem der zweitgrößte Arbeitgeber Kameruns, weshalb ihre Produktion über die Agrarhandelsbilanz hinaus relevant ist.
Bananen bleiben wichtige Quelle für Exporterlöse
Bananen gehören zu den wichtigsten Quellen für Kameruns Exporterlöse. Der internationale Verkauf brachte dem Land 2025 laut Zahlen des Nationalen Statistikinstituts, die Investir au Cameroun anführt, 67,7 Milliarden CFA-Franc ein. Das waren 84,7 % mehr als ein Jahr zuvor.
Die Juli-Daten erfassen Warenmengen und nicht den Exportwert. Sie belegen daher nicht, dass die Erlöse ebenso schnell wie das Volumen gestiegen sind. Für Produzenten und Händler zeigen sie dennoch ein größeres verfügbares Angebot bei allen aktiven Anbietern. Zugleich wird deutlich, dass Veränderungen bei PHP und CDBM die nationale Exportentwicklung am stärksten beeinflussen, da beide Unternehmen mehr als vier Fünftel der monatlichen Lieferungen kontrollieren.