Kameruns Bananenexporte steigen im ersten Halbjahr 2026 um 17,6% auf 122.001 Tonnen
Kamerun exportierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 122.001 Tonnen Bananen, 17,6% mehr als im Vorjahr. Fast der gesamte Zuwachs entfiel auf Tochterunternehmen von Compagnie Fruitière, während die staatliche CDC langsamer wuchs.
Ausfuhren nehmen um 21.437 Tonnen zu
Kamerun exportierte von Januar bis Juni 2026 insgesamt 122.001 Tonnen Bananen. Das waren nach Daten des kamerunischen Bananenverbands Assobacam 17,6% mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Halbjahresmenge stieg gegenüber 100.564 Tonnen im Jahr 2025 um 21.437 Tonnen und stärkte die Rolle der Banane als eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Exportprodukte des Landes.
Der Anstieg folgt auf ein Jahr, in dem der internationale Bananenabsatz Kamerun 67,7 Milliarden CFA-Franc einbrachte. Laut dem nationalen Statistikinstitut lagen die Erlöse 2025 um 84,7% über dem Vorjahreswert. Die verfügbaren Halbjahresdaten für 2026 beziehen sich auf Mengen und nicht auf Erlöse, doch die zusätzlichen Lieferungen dürften die Einnahmen der Produzenten und des Staates erhöhen.
Compagnie-Fruitière-Töchter treiben das Wachstum
Plantations du Haut Penja, kurz PHP, blieb Kameruns größter Bananenproduzent und -exporteur. Die Tochtergesellschaft von Compagnie Fruitière verschiffte bis Ende Juni 86.267 Tonnen, verglichen mit 70.857 Tonnen im ersten Halbjahr 2025. Der Zuwachs um 15.410 Tonnen beziehungsweise 18% stellte den größten Teil des landesweiten Anstiegs dar.
Compagnie des Bananes de Mondoni, die zweite lokale Tochter des französischen Konzerns, wuchs prozentual noch schneller. CDBM exportierte 14.621 Tonnen nach 9.336 Tonnen im Vorjahr. Das Plus von 5.285 Tonnen entsprach 36,1%. Zusammen steigerten PHP und CDBM ihre Ausfuhren um 20.695 Tonnen und erzeugten damit fast den gesamten Exportzuwachs Kameruns.
Business in Cameroon und Investir au Cameroun führen die Entwicklung auf eine stärkere Produktion sowie den Erwerb der Agraraktiva von Boh Plantations Plc im Oktober 2025 zurück. Aktien und Geschäftsbetrieb von Boh waren von der Transaktion ausgenommen. Der zuvor viertgrößte Bananenproduzent des Landes hatte im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 5.592 Tonnen exportiert.
Erholung der CDC bleibt uneinheitlich
Die staatliche Cameroon Development Corporation exportierte 21.113 Tonnen. Das waren 742 Tonnen beziehungsweise 3,5% mehr als die 20.371 Tonnen des Vorjahres. Im Juni lieferte CDC jedoch nur 3.085 Tonnen ins Ausland und verbuchte damit ihren niedrigsten Monatswert seit Anfang 2026.
Die Folgen der gesellschaftspolitischen Krise in Kameruns englischsprachigen Regionen seit Ende 2016 belasten CDC weiterhin. Separatistische Unruhen störten den Betrieb von Bananen-, Kautschuk- und Ölpalmenplantagen, insbesondere in der Südwestregion. Mehrere Standorte lagen lange still, und die aufgelaufenen Verluste drücken weiter auf Finanzen und Betrieb. Der Gegensatz zu PHP und CDBM zeigt die Konzentration der Erholung: Nach Berechnungen auf Basis der Assobacam-Daten stellten die beiden privaten Unternehmen rund 82,7% der Bananenausfuhren im ersten Halbjahr. Die langsame Erholung der CDC begrenzt dagegen ein breiteres Produktionswachstum.