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Kameruns Bananenexporte sinken im Juni 2026 wegen schwächerer CDC-Lieferungen

Kamerun exportierte im Juni 2026 insgesamt 15.554 Tonnen Bananen, 3,4% weniger als ein Jahr zuvor. Zuwächse bei PHP und CDBM glichen den Einbruch bei CDC teilweise aus und erhöhten den gemeinsamen Anteil von Compagnie Fruitière auf rund 80,2%.

Kameruns Bananenexporte sinken im Juni 2026 wegen schwächerer CDC-Lieferungen

Ausfuhren im Juni sinken um 551 Tonnen

Kamerun exportierte im Juni 2026 insgesamt 15.554 Tonnen Bananen. Das waren 551 Tonnen oder 3,4% weniger als die 16.105 Tonnen im Juni 2025. Nach den vom kamerunischen Bananenverband Assobacam zusammengestellten Daten überwogen die geringeren Ausfuhren des staatlichen Produzenten Cameroon Development Corporation, kurz CDC, die Zuwächse der beiden anderen Erzeuger des Landes.

Der Jahresvergleich spiegelt auch eine veränderte Branchenstruktur wider. Boh Plantations PLC, das im Juni 2025 noch 900 Tonnen exportiert hatte, erscheint nicht mehr in der monatlichen Exporteurstatistik. Die französische Compagnie Fruitière übernahm kürzlich die Vermögenswerte des Unternehmens. Damit konzentriert sich Kameruns Bananenhandel noch stärker auf die lokalen Tochtergesellschaften des Konzerns.

CDC verzeichnet schwächsten Monat des Jahres

CDC exportierte im Juni 3.085 Tonnen und damit das niedrigste Monatsvolumen seit Beginn des Jahres 2026. Gegenüber 3.648 Tonnen im Juni 2025 gingen die Lieferungen um 563 Tonnen oder 15,4% zurück. Business in Cameroon und Investir au Cameroun führen die Entwicklung auf die anhaltenden operativen und finanziellen Folgen der gesellschaftspolitischen Krise in den englischsprachigen Regionen Kameruns zurück.

Separatistische Gewalt beeinträchtigt die Plantagen von CDC seit Ende 2016, insbesondere in der Südwestregion. Mehrere Standorte für Bananen, Kautschuk und Ölpalmen blieben über längere Zeit stillgelegt. Die daraus entstandenen Verluste belasten Produktion und Exporte weiterhin. CDC ist nach dem Staat der zweitgrößte Arbeitgeber Kameruns. Die Schwierigkeiten des Unternehmens betreffen daher neben dem Bananenangebot auch Beschäftigung und landwirtschaftliche Aktivität in den Produktionsgebieten.

Private Produzenten bauen ihren Anteil aus

Plantations du Haut Penja, kurz PHP, exportierte im Juni 10.174 Tonnen. Das waren 544 Tonnen oder 5,6% mehr als die 9.630 Tonnen des Vorjahresmonats. PHP ist Kameruns größter Bananenproduzent und eine Tochtergesellschaft von Compagnie Fruitière. Die zweite lokale Konzerntochter, Compagnie des Bananes de Mondoni, kurz CDBM, steigerte ihre Ausfuhren um 368 Tonnen oder 19,1% von 1.927 auf 2.295 Tonnen.

PHP und CDBM lieferten zusammen 12.469 Tonnen und damit rund 80,2% der gesamten kamerunischen Bananenexporte des Monats. Für Importeure weisen die Zahlen auf eine wachsende Abhängigkeit von einem einzelnen Konzern hin, auch wenn dessen Töchter den landesweiten Rückgang abfederten. Bananen zählen weiterhin zu Kameruns wichtigsten Exportprodukten. Nach Angaben des Nationalen Statistikinstituts brachten die Ausfuhren 2025 Einnahmen von 67,7 Milliarden CFA-Franc ein, 84,7% mehr als im Vorjahr. Der Rückgang im Juni zeigt damit, wie stark diese wichtige Einnahmequelle von der Anbieterkonzentration und der langsamen Erholung von CDC abhängt.

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