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Kambodschas Reisexporte steigen um 68 Prozent und nähern sich 1 Million Tonnen

Kambodscha exportierte von Januar bis Juli 2026 insgesamt 707.471 Tonnen Reis, 68 Prozent mehr als im Vorjahr. Der kambodschanische Reisverband erwartet, dass das Land erstmals das Jahresziel von 1 Million Tonnen erreicht.

Kambodschas Reisexporte steigen um 68 Prozent und nähern sich 1 Million Tonnen

Ausfuhren erreichen 707.471 Tonnen

Kambodscha exportierte in den ersten sieben Monaten 2026 insgesamt 707.471 Tonnen Reis. Das waren 68 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, wie aus einem von Xinhua und dem malaysischen Sender RTM zitierten Bericht des kambodschanischen Reisverbands hervorgeht. Damit rückt ein bisher noch nie erzieltes Jahresvolumen in Reichweite.

Die Exporterlöse beliefen sich von Januar bis Juli auf 415,1 Millionen $, ein Plus von 34,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Da die Menge deutlich stärker zunahm als der Erlös, lag der durchschnittliche Erlös je exportierter Tonne unter dem Niveau des Vergleichszeitraums 2025. Die Gesamteinnahmen stiegen dennoch erheblich.

Verbandspräsident Lay Chhun Hour erklärte, die starke Entwicklung bis Juli stärke die Zuversicht, das Regierungsziel von 1 Million Tonnen im Jahr 2026 zu erreichen. Ein Überschreiten dieser Schwelle wäre das erste Mal, dass Kambodschas jährliche Reisexporte über 1 Million Tonnen liegen.

Premium-Duftreis dominiert den Produktmix

Premium-Duftreis stellte von Januar bis Juli 59,2 Prozent der kambodschanischen Reisexporte und blieb damit die führende Kategorie. Weißreis kam auf 23,6 Prozent, Bruchreis auf 13,7 Prozent. Parboiled- und Bio-Reis machten zusammen die verbleibenden 3,5 Prozent aus.

Der Produktmix ist für Exporteure relevant, weil Duftreis den größten Teil des internationalen Reisgeschäfts Kambodschas bildet. Weißreis und Bruchreis ermöglichen es den Anbietern zugleich, Abnehmer mit unterschiedlichen Qualitätsvorgaben, Verarbeitungsanforderungen und Preisvorstellungen zu bedienen.

Übertragen auf das gesamte Exportvolumen entfielen etwa drei Fünftel der 707.471 Tonnen auf Premium-Duftreis. Mehr als ein Drittel bestand aus anderen Reiskategorien. Das sorgt für eine gewisse Diversifizierung über die bekanntesten kambodschanischen Premiumsorten hinaus.

Einundsechzig Unternehmen beliefern 66 Märkte

Zwischen Januar und Juli exportierten 61 Unternehmen kambodschanischen Reis in 66 Länder und Regionen. ASEAN, China und die Europäische Union blieben nach Angaben des Reisverbands die wichtigsten Zielmärkte.

Die geografische Reichweite verteilt den Absatz auf regionale und weiter entfernte Märkte. ASEAN bietet Nachfrage in unmittelbarer Nachbarschaft, während China und die Europäische Union große Absatzmärkte für kambodschanische Anbieter darstellen. Der zitierte Bericht enthält keine Mengen- oder Erlösangaben zu einzelnen Zielmärkten. Ihr jeweiliger Beitrag zum Wachstum lässt sich daher nicht bestimmen.

Die Beteiligung von 61 Exporteuren zeigt zudem, dass die Expansion von einer breiten Gruppe von Unternehmen und nicht von einem einzelnen Anbieter getragen wird. Für Mühlen, Verarbeiter und Händler hängt weiteres Wachstum von ausreichend exportfähiger Ware und der Einhaltung der Qualitätsvorgaben in allen drei Hauptmärkten ab.

Die letzten fünf Monate entscheiden über den Rekord

Nach Juli muss Kambodscha weitere 292.529 Tonnen exportieren, um das Ziel von 1 Million Tonnen zu erreichen. Von August bis Dezember wären dafür durchschnittlich rund 58.506 Tonnen pro Monat nötig. Das liegt deutlich unter dem Durchschnitt der ersten sieben Monate von etwa 101.067 Tonnen.

Die Rechnung stützt die Zuversicht des Verbands. Das Endergebnis hängt jedoch weiterhin davon ab, dass die Lieferungen im verbleibenden Jahresverlauf tatsächlich ausgeführt werden. Bei Erreichen des Ziels würde 2026 einen neuen Maßstab für Kambodschas Reissektor setzen und das Angebot für die wichtigsten Käufer in ASEAN, China und der Europäischen Union ausweiten.

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