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Kakaovermahlung in Côte d’Ivoire steigt im Juni um 22% auf 56.325 Tonnen

Die Kakaovermahlung in Côte d’Ivoire erreichte im Juni 56.325 Tonnen und lag damit 22% über dem Vorjahreswert. Die Exporteursdaten deuten auf eine stärkere Verarbeitung und einen höheren lokalen Bohnenbedarf im weltweit führenden Erzeugerland hin.

Kakaovermahlung in Côte d’Ivoire steigt im Juni um 22% auf 56.325 Tonnen

Verarbeitungsmenge erreicht 56.325 Tonnen

Die Kakaovermahlung in Côte d’Ivoire stieg im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um 22% auf 56.325 Tonnen Bohnen, wie Zonebourse unter Berufung auf Exporteursdaten berichtete. Der Exporteursverband des Landes veröffentlichte die Zahlen am Montag.

Der Anstieg bedeutet, dass mehr ivorische Kakaobohnen in die heimische Verarbeitung gelangten als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Vermahlung erfasst Bohnen, die zu Kakao-Zwischenprodukten verarbeitet werden, und ist daher für Verarbeiter, Hersteller, Bohnenhändler und Zulieferer der Süßwarenindustrie relevant.

Die Angaben betreffen die Verarbeitung und nicht die gesamte Kakaoernte oder die Ausfuhren des Landes. Sie liefern somit ein gezieltes Bild der industriellen Bohnennutzung in Côte d’Ivoire, ohne Veränderungen bei Gesamtproduktion, Beständen oder Auslandslieferungen zu beziffern.

Höhere Nachfrage der heimischen Verarbeiter

Ein Jahresanstieg von 22% zeigt, dass die lokalen Anlagen im Juni deutlich mehr Kakao verarbeiteten. Für die Verarbeiter kann dies eine stärkere Nutzung bestehender Anlagen und einen höheren Bedarf an physischen Bohnen bedeuten. Für Händler waren die heimischen Fabriken damit eine größere Nachfragequelle als im entsprechenden Vorjahresmonat.

Das ist in Côte d’Ivoire relevant, weil von lokalen Werken eingesetzte Bohnen nicht unmittelbar als Rohware exportiert werden können. Sie gelangen stattdessen in die Verarbeitungskette und werden zu Produkten für Lebensmittel- und Schokoladenhersteller. Die gemeldeten Daten nennen weder die Zusammensetzung noch die Bestimmungsorte dieser Produkte.

Die Exporteursdaten weisen zudem keine einzelnen Unternehmen oder Werke aus, die für das Wachstum verantwortlich waren. Deshalb bleibt offen, ob der Zuwachs breit über die Branche verteilt oder auf wenige Anlagen konzentriert war.

Folgen für den Kakaomarkt

Côte d’Ivoire ist das weltweit führende Kakao-Erzeugerland, weshalb Veränderungen seiner Vermahlung auch international beobachtet werden. Eine höhere lokale Verarbeitung kann das Verhältnis zwischen Lieferungen an heimische Werke und den für Rohbohnenexporte verfügbaren Mengen beeinflussen. Die Juni-Daten allein reichen jedoch nicht aus, um diesen Effekt zu beziffern.

Der Zuwachs ist für Käufer relevant, die den Wettbewerb um ivorische Bohnen bewerten. Heimische Verarbeiter und Exporteure benötigen Zugang zum selben physischen Angebot. Hersteller in späteren Stufen der Lieferkette beobachten die Vermahlung zudem als Hinweis auf die Verfügbarkeit von Zwischenprodukten.

Die veröffentlichten Angaben enthalten allerdings keine Daten zu Preisen, Verarbeitungskapazitäten, Beständen, Exporten oder zur Ernte. Zudem handelt es sich nur um einen Monatsvergleich. Das Plus von 22% belegt daher eine starke Jahresentwicklung im Juni, bestätigt aber noch keinen längerfristigen Trend.

Weitere Monatsdaten werden zeigen, ob das höhere Verarbeitungsniveau anhält. Vorerst weist der Exporteursverband für Juni 56.325 Tonnen aus und damit einen deutlich höheren Bohnenverbrauch als im Vorjahresmonat.

Vollständige Marktanalyse

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