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Kaffeepreise in Russland sinken bei niedrigeren Arabica-Kosten um 2 %

Die russischen Einzelhandelspreise für Naturkaffee sanken von Januar bis August 2026 um rund 2 %, nachdem sie 2025 kräftig gestiegen waren. Niedrigere Arabica-Notierungen könnten weitere Rückgänge ermöglichen, doch Wechselkurs und Verarbeitungskosten verzögern die Weitergabe.

Kaffeepreise in Russland sinken bei niedrigeren Arabica-Kosten um 2 %

Einzelhandelspreise geben nach dem Anstieg von 2025 nach

Die russischen Einzelhandelspreise für Naturkaffee sind seit Anfang 2026 um rund 2 % gesunken, erklärte Anton Trenin, Experte der Gruppe für Unternehmensratings bei ACRA. Von Rambler Finance und News.ru veröffentlichte Angaben beziffern den Preis für löslichen Kaffee auf 4.148 Rubel je Kilogramm und den für gemahlenen Kaffee und ganze Bohnen auf 2.051 Rubel je Kilogramm.

Die Entwicklung steht für eine Phase relativer Stabilität nach einem deutlichen Preisanstieg im Jahr 2025. Bei gemahlenem Kaffee und ganzen Bohnen zeigen die verfügbaren Zahlen einen Rückgang von 2.099 Rubel je Kilogramm im Januar auf 2.051 Rubel im August. Absolut ist die Verbilligung gering, sie zeigt aber, dass sich der vorherige Aufwärtsdruck im Einzelhandel nicht weiter verstärkt hat.

Die Zahlen verdeutlichen zudem den großen Abstand zwischen den Produktkategorien. Löslicher Kaffee kostet in den gemeldeten Einzelhandelsdaten je Kilogramm ungefähr doppelt so viel wie gemahlener Kaffee und ganze Bohnen. Die Quellen nennen weder einen vergleichbaren Januarpreis für löslichen Kaffee noch getrennte Werte für gemahlenen Kaffee und Bohnen, sodass sich diese Segmente nicht einzeln beurteilen lassen.

Niedrigere Arabica-Notierungen verbessern den Ausblick

Trenin führte die Aussicht auf weitere Preisrückgänge in Russland auf sinkende Weltmarktpreise für Arabica zurück. Bleiben die Erntebedingungen in den Erzeugerländern günstig und schwere Wetterstörungen aus, ist ein weiterer Rückgang der russischen Kaffeepreise weiterhin wahrscheinlich.

Billigerer Rohkaffee schlägt jedoch nicht sofort auf die Einzelhandelspreise durch. Importeure und Verarbeiter kaufen Bohnen über Verträge ein, die abgeschlossen werden, bevor das fertige Produkt in die Regale gelangt. Trenin nannte den Wechselkurs und die Verzögerung zwischen veränderten Rohstoffnotierungen und angepassten Einkaufspreisen als wichtige Gründe für die langsame Weitergabe.

Im Endpreis stecken außerdem Logistik, Verpackung, Herstellungskosten und Handelsmargen. Diese Bestandteile können stabil bleiben oder steigen, obwohl die Notierungen für Rohkaffee sinken. Für Hersteller und Händler können niedrigere Rohstoffkosten deshalb zunächst die Marge schützen oder andere Ausgaben ausgleichen, bevor Verbraucher eine deutlichere Preissenkung sehen.

Wetter und Wechselkurs bleiben die Hauptrisiken

Der Ausblick ist damit an Bedingungen geknüpft und keine Prognose eines schnellen Preissturzes. Rohstoffpreise können sich schneller verändern als die Preise fertiger Kaffeeprodukte, während der Rubelkurs Bewegungen am Weltmarkt verstärken oder neutralisieren kann. Russische Importeure sind sowohl den globalen Kaffeepreisen als auch den Rubelkosten für Zahlungen an ausländische Lieferanten ausgesetzt.

Ein weiterer begrenzender Faktor ist das Wetter. Rambler Finance berichtete, dass El Niño die weltweite Kaffeeproduktion beeinträchtigen könnte, wobei Vietnam und Indonesien besonders gefährdet seien. Schlechtere Ernten in wichtigen Erzeugerländern könnten die jüngste Entspannung bei den Rohstoffnotierungen umkehren und später die Beschaffungskosten russischer Marktteilnehmer erhöhen.

Für Verarbeiter, Distributoren und Händler bedeutet der Rückgang um 2 %, dass der Beschaffungsdruck nachgelassen hat, aber nicht verschwunden ist. Die Entwicklung von Januar bis August entspricht eher einer schrittweisen Normalisierung nach dem Anstieg von 2025 als einer breiten Preiskorrektur. Weitere Rückgänge hängen von Arabica-Preisen, Ernten, Rubelkurs und der Geschwindigkeit ab, mit der neue Einkaufskosten durch Lagerbestände und Lieferverträge laufen.

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