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Jordaniens Selbstversorgungsgrad bei Agrarkulturen erreicht 62 Prozent

Jordanien erreicht bei Agrarkulturen einen Selbstversorgungsgrad von 62 Prozent, teilte Landwirtschaftsminister Saeb Khreisat mit. Bei einzelnen Kulturen liegt der Wert über 120 Prozent; auch bei Geflügel und Konsumeiern bestehen Überschüsse.

Jordaniens Selbstversorgungsgrad bei Agrarkulturen erreicht 62 Prozent

Selbstversorgungsgrad erreicht 62 Prozent

Jordaniens Selbstversorgungsgrad bei Agrarkulturen hat 62 Prozent erreicht, teilte Landwirtschaftsminister Saeb Khreisat mit. Die heimischen Betriebe decken damit einen erheblichen Teil des Bedarfs. Zugleich zeigt die Quote, dass Jordanien für einen Teil seiner Versorgung weiterhin auf ausländische Märkte angewiesen ist.

Khreisat sagte gegenüber Khaberni, Jordanien erziele bei zahlreichen Gemüse- und Obstarten eine gute Produktion. Der Minister nannte weder Produktionsmengen noch eine Aufschlüsselung nach Erzeugnissen oder Vergleichswerte aus früheren Jahren. Mehrere Grundprodukte, auf die jordanische Verbraucher angewiesen seien, stünden jedoch reichlich zur Verfügung.

Bei einigen Kulturen übersteigt der Selbstversorgungsgrad laut dem Minister 120 Prozent. Eine Quote von mehr als 100 Prozent bedeutet, dass die Produktion über dem Bedarf des Binnenmarkts liegt. Die überschüssigen Mengen können exportiert oder anderweitig gesteuert werden, um übermäßigen Druck auf Inlandspreise und landwirtschaftliche Erlöse zu vermeiden.

Überschüsse auch bei Geflügel und Eiern

Jordanien produziert laut Khreisat auch mehr Geflügel und Konsumeier, als der Binnenmarkt benötigt. Gesonderte Selbstversorgungsquoten oder Produktionszahlen wurden nicht veröffentlicht. Die Überschüsse reichen damit jedoch über Gemüse und Obst hinaus.

Die Angaben zeigen eine uneinheitliche Versorgungslage in der jordanischen Landwirtschaft. In bestimmten Kategorien des Pflanzenbaus und der Tierhaltung bestehen Überschüsse, während die landesweite Quote für Agrarkulturen bei 62 Prozent liegt. Für Erzeuger, Verarbeiter und Händler ist deshalb die Bilanz des einzelnen Produkts entscheidender als der nationale Durchschnitt.

Das Landwirtschaftsministerium überwacht nach Angaben Khreisats fortlaufend die Produktion, die verfügbaren Mengen und die Marktlage. Ziel sei ein Ausgleich zwischen den Interessen von Erzeugern und Verbrauchern bei ausreichender Warenverfügbarkeit und stabilen Preisen.

Exporte sollen überschüssige Produktion aufnehmen

Wenn die heimische Produktion den lokalen Bedarf übersteigt, kann das Ministerium Exporte der betreffenden Agrarprodukte freigeben. Dieser flexible Mechanismus soll Khreisat zufolge die Landwirte unterstützen und Mengen verwerten, die der jordanische Markt nicht aufnehmen kann.

Bei einem Mangel ergreifen die Behörden andere Maßnahmen. Das Ministerium kann verfügbare Bestände erhöhen und Exporte regulieren, um die Binnenversorgung und die Preisstabilität zu sichern. Entscheidungen über Exporte oder den Aufbau von Vorräten richten sich laut dem Minister nach Produktionsvolumen und Marktbedarf.

Der Zugang zu Exportmärkten hängt damit vom Verhältnis zwischen aktueller Produktion und Inlandsverbrauch ab. Überschüsse bei Agrarkulturen, Geflügel und Eiern können Exporteuren Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Bei einer Verschlechterung der heimischen Versorgung kann die Regierung die Handelsbedingungen jedoch anpassen. Die Quote von 62 Prozent steht somit sowohl für eine stärkere inländische Lebensmittelversorgung als auch für die fortbestehende Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen beim ungedeckten Bedarf.

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