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Jordaniens Verbrauch von Weizen und Gerste nähert sich 2 Millionen Tonnen

Jordanien verbraucht jährlich fast 2 Millionen Tonnen Weizen und Gerste und bleibt damit auf Getreideimporte angewiesen. Die Produktion stieg 2026 um mehr als das Fünffache, doch geringe Niederschläge begrenzen das weitere Wachstum.

Jordaniens Verbrauch von Weizen und Gerste nähert sich 2 Millionen Tonnen

Hoher Bedarf an strategischem Getreide

Jordaniens jährlicher Verbrauch von Weizen und Gerste nähert sich 2 Millionen Tonnen, erklärte der Generalsekretär des Landwirtschaftsministeriums, Mohammad Al-Hiyari, am Donnerstag. In Äußerungen gegenüber Al-Mamlaka, über die Khaberni berichtete, bezeichnete er beide Kulturen als strategische Güter und die Unterstützung heimischer Erzeuger als staatliche Priorität.

Die Verbrauchszahl verdeutlicht den Umfang des jordanischen Getreidebedarfs. Das Land baut einen Teil seines Weizens und seiner Gerste selbst an, muss wasserintensive Erzeugnisse wie Weizen, Gerste, Zucker, Reis und bestimmte Futterpflanzen aber zusätzlich importieren. Laut Al-Hiyari verbindet der Staat die Förderung der Inlandserzeugung mit Auslandskäufen und hält importierte Getreidemengen für einen sicheren Versorgungszeitraum von mehr als 10 Monaten vor.

Erzeugung 2026 mehr als verfünffacht

Die Produktion der Saison 2026 lag mehr als fünfmal so hoch wie in der Vorsaison, sagte Al-Hiyari. Wegen des höheren Aufkommens verlängerte das Ministerium die Arbeitszeiten und eröffnete zusätzliche Annahmestellen für den Getreideankauf. Auch die Lieferfrist für Weizen und Gerste der laufenden Saison an staatliche Silos und Annahmezentren in den Provinzen wurde verlängert.

Der starke Zuwachs beseitigt die grundlegenden Produktionshemmnisse nicht. Die Erträge hängen vor allem vom Regen ab. Rund 80 Millionen Dunam der knapp 90 Millionen Dunam umfassenden Landesfläche erhalten jährlich weniger als 200 Millimeter Niederschlag. Der Klimawandel verschärft diese Belastung nach Angaben Al-Hiyaris. Zudem ist eine Fruchtfolge nötig, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten; dieselbe Kultur kann daher nicht dauerhaft auf derselben Fläche stehen.

Wasserprojekte sollen Betriebe stützen

Der Klimaplan des Ministeriums sieht Teiche und Erddämme zur Regenwassersammlung in Wüstenregionen vor. Jordanien errichtet jährlich zwischen 40 und 50 Erddämme und arbeitet an 3.000 bis 4.000 Sammelbrunnen im Westen des Landes. Damit soll eine Mindestreserve für Trinkwasser und Landwirtschaft entstehen, insbesondere für kleinere Betriebe.

Obwohl Jordanien zu den wasserärmsten Ländern der Welt zählt, deckt es laut Al-Hiyari mehr als 60 % seines Nahrungsmittelbedarfs selbst. Die Vorräte an Obst und Gemüse reichen für mehr als ein Jahr; hinzu kommen umfangreiche Bestände an rotem Fleisch, Geflügel, Konsumeiern und anderen Grundwaren. Jordanische Agrarprodukte gehen in mehr als 100 Länder, darunter 50 Abnehmer von frischem Obst und Gemüse.

Exporte und Verarbeitung erweitern den Sektor

Die Agrarexporte überstiegen im vergangenen Jahr einen Wert von 1,6 Milliarden jordanischen Dinar. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres wurden mehr als 350.000 Tonnen ausgeführt, 18 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Export konzentriert sich auf Erzeugnisse, die Jordanien effizienter produzieren kann, während wasserintensive Grundprodukte stärker von Einfuhren abhängen.

Die Regierung fördert außerdem die Lebensmittelverarbeitung, um die Haltbarkeit heimischer Erzeugnisse zu verlängern. Ein Industriekomplex im südlichen Jordantal in Ghor Al-Safi und Al-Haditha ermöglichte den Aufbau von drei Fabriken. Eine steht kurz vor der Eröffnung, die zweite soll in den kommenden Monaten und die dritte Anfang nächsten Jahres folgen. Die Gesamtinvestitionen in die Fabriken übersteigen 3,25 Millionen jordanische Dinar; die Beiträge des Privatsektors liegen bei mehr als 12 Millionen Dinar.

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