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Jordanien kauft 60.000 Tonnen Weizen zum Ausbau seiner strategischen Vorräte

Jordanien hat rund 60.000 Tonnen Mahlweizen für geschätzte 332 $ je Tonne einschließlich Kosten und Fracht gekauft. Weitere Verträge über 240.000 Tonnen Weizen und Gerste sollen die strategischen Vorräte auf mehr als acht Monate erhöhen.

Jordanien kauft 60.000 Tonnen Weizen zum Ausbau seiner strategischen Vorräte

Jordanien vergibt Auftrag über 60.000 Tonnen Weizen

Jordanien hat in einer internationalen Ausschreibung rund 60.000 Tonnen harten Mahlweizen gekauft. Das berichteten von Reuters und Aswaq Information zitierte Marktteilnehmer. Das Getreide kann aus Herkünften nach Wahl des Verkäufers geliefert werden, sofern sie die Ausschreibungsbedingungen erfüllen.

Nach Einschätzung der Händler ging der Auftrag an das bulgarische Handelshaus Buildcom. Der Preis soll bei rund 332 $ je Tonne einschließlich Kosten und Fracht liegen. Die Lieferung ist für die erste Novemberhälfte vorgesehen. Aswaq Information weist darauf hin, dass Preis, Menge und Verkäufer auf Schätzungen von Marktteilnehmern beruhen und später noch korrigiert werden könnten.

Auf Basis des genannten Preises ergibt sich für die 60.000 Tonnen ein rechnerischer Lieferwert von rund 19,92 Millionen $. Dabei handelt es sich um eine Berechnung aus dem geschätzten Preis und Volumen, nicht um einen gesondert veröffentlichten Vertragswert. Frachtkosten, die tatsächlich gewählte Herkunft und die jordanischen Qualitätsvorgaben werden bestimmen, wie Buildcom den Auftrag erfüllt.

Buildcom unterbietet die Konkurrenz

Der geschätzte Buildcom-Preis von 332 $ je Tonne war das niedrigste der von Aswaq Information genannten Angebote. CHS bot 335,88 $ je Tonne, Olam 339 $ und Cargill 342,93 $. Sämtliche gemeldeten Preise schlossen Kosten und Fracht ein.

Damit lag das mutmaßliche Zuschlagsgebot je Tonne 3,88 $ unter dem Angebot von CHS, 7 $ unter Olam und 10,93 $ unter Cargill. Bezogen auf 60.000 Tonnen entsprechen diese Abstände rund 232.800 $, 420.000 $ beziehungsweise 655.800 $. Der Vergleich zeigt, wie sich bereits geringe Preisunterschiede auf die Kosten einer einzelnen Massengutausschreibung auswirken.

Die freie Herkunftswahl ermöglicht Buildcom, verfügbare Weizenpartien und Frachtoptionen vor der Verschiffung zu vergleichen. Sie sagt jedoch nicht aus, wo das Getreide angebaut oder verladen wird. Für Erzeuger und Exporteure hängt die Geschäftschance daher von der Beschaffungsentscheidung des Verkäufers, den Qualitätsanforderungen und der Logistik für die Lieferung in der ersten Novemberhälfte ab.

Vorräte sollen mehr als acht Monate reichen

Der Kauf ist Teil der jordanischen Strategie zur Stärkung der Getreidereserven. Saraya News zufolge will das Ministerium für Industrie, Handel und Versorgung noch im laufenden Monat neue Lieferverträge über 240.000 Tonnen Weizen und Gerste abschließen. Damit soll die Versorgung gesichert und ein strategischer Vorrat für mehr als acht Monate gehalten werden.

Aus den verfügbaren Berichten geht nicht hervor, wie sich die geplanten 240.000 Tonnen auf Weizen und Gerste verteilen. Ebenfalls offen ist, ob die bereits vergebenen 60.000 Tonnen in der Gesamtmenge enthalten sind. Auch zu Herkünften, Lieferfenstern und Preisen der restlichen Mengen liegen keine Angaben vor. Diese Bedingungen entscheiden darüber, wie viel Nachfrage auf die beiden Getreidearten und die jeweiligen Exportmärkte entfällt.

Für Getreidehändler bilden der geschätzte Lieferpreis von 332 $ je Tonne und die Spanne zwischen den Geboten den unmittelbaren Marktmaßstab. Jordanien hat mit der Ausschreibung eine Novemberlieferung gesichert und bereitet zugleich größere Einkaufsverpflichtungen vor. Weitere Ausschreibungen oder Vertragsmeldungen werden zeigen, wie schnell das Land sein Vorratsziel erreicht und welche zusätzlichen Mengen an Gerste und Weizen beschafft werden.

Vollständige Marktanalyse

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