Jordanien kauft 60.000 Tonnen Weizen von CHS zu 318,95 $ je Tonne
Jordanien hat bei einer internationalen Ausschreibung 60.000 Tonnen Weizen von CHS gekauft, ausgeschrieben waren bis zu 120.000 Tonnen. Der Preis lag einschließlich Kosten und Fracht bei rund 318,95 $ je Tonne; die Verschiffung ist für die erste Oktoberhälfte vorgesehen.
Jordanien deckt die Hälfte des Ausschreibungsziels
Der staatliche Getreideeinkäufer Jordaniens hat bei einer internationalen Ausschreibung rund 60.000 Tonnen Weizen erworben. Gesucht wurden bis zu 120.000 Tonnen, wie von Reuters und CNBC Arabia zitierte europäische Händler berichteten. Damit entspricht die gekaufte Menge der Hälfte des ausgeschriebenen Höchstvolumens.
Der Weizen wurde beim Handelshaus CHS zu einem geschätzten Preis von 318,95 $ je Tonne einschließlich Kosten und Fracht gekauft. Die Verschiffung soll in der ersten Oktoberhälfte erfolgen. Herkunft, Löschbedingungen und weitere vertragliche Spezifikationen wurden in den Quellen nicht genannt.
CHS legt das niedrigste bekannte Angebot vor
Drei weitere Handelshäuser reichten Angebote einschließlich Kosten und Fracht ein. Olam bot laut einem von CNBC Arabia veröffentlichten Reuters-Bericht etwa 324,50 $ je Tonne, Bunge 337 $ und Cargill 339,80 $. CHS erhielt somit den Zuschlag mit dem niedrigsten der vier offengelegten Preise.
Das Angebot von CHS lag je Tonne 5,55 $ unter Olam, 18,05 $ unter Bunge und 20,85 $ unter Cargill. Bezogen auf die gekauften 60.000 Tonnen beträgt die Differenz zwischen dem Zuschlag und dem nächstniedrigeren bekannten Gebot 333.000 $. Die Spanne von 20,85 $ je Tonne zwischen dem niedrigsten und höchsten Angebot zeigt, wie unterschiedlich die Händler ihre frachtbereinigten Lieferkosten kalkulierten.
Neue Ausschreibung prüft Versorgung für Oktober
Jordanien will nach Angaben der Händler am 27. August eine weitere Weizenausschreibung veröffentlichen. Die Verschiffung soll entweder in der ersten oder in der zweiten Oktoberhälfte erfolgen. Zielmenge und angestrebter Einkaufspreis wurden in den vorliegenden Quellen nicht angegeben.
Die nächste Ausschreibung ermöglicht Jordanien, die Deckung für Oktober zu erhöhen, nachdem zuletzt nur die Hälfte der maximal gewünschten Menge gekauft wurde. Ihr Ergebnis wird zudem zeigen, ob konkurrierende Anbieter bereit sind, den Abstand zum akzeptierten CHS-Preis zu verringern.
Importe bleiben für die Versorgung zentral
Aswaq Information zufolge gehört der Kauf zu Jordaniens Bemühungen, seinen Getreidebedarf über internationale Ausschreibungen zu sichern. Das Königreich deckt einen wesentlichen Teil seiner Inlandsnachfrage durch Einfuhren. Die regelmäßigen staatlichen Käufe sind deshalb für Exporteure und internationale Handelshäuser relevant, die um die Weizennachfrage im Nahen Osten konkurrieren.
Für Marktteilnehmer liefert das Ergebnis zwei konkrete Anhaltspunkte: Jordanien hat Preis und Lieferzeit für 60.000 Tonnen fixiert, während bereits die nächste Beschaffungsrunde bevorsteht. Die Ausschreibung am 27. August wird weitere Hinweise auf den kurzfristigen Bedarf des Landes und die Kosten von Weizenlieferungen für Oktober geben.