Jeju-Zitrusfrüchte kommen im November erstmals über Korzinka nach Usbekistan
Die Landwirtschaftsgenossenschaft der Stadt Jeju plant im November die erste Lieferung von Jeju-Zitrusfrüchten nach Usbekistan. Gemeinsam mit Korzinka und Sungshin L&P soll das Netz von mehr als 250 Filialen für den Vertrieb in Taschkent und die Erschließung Zentralasiens genutzt werden.
Erste Zitruslieferung für November geplant
Zitrusfrüchte von der südkoreanischen Insel Jeju sollen erstmals nach Usbekistan gelangen und den dortigen Erzeugern einen neuen Auslandsmarkt erschließen. Die Landwirtschaftsgenossenschaft der Stadt Jeju, die usbekische Supermarktkette Korzinka und der auf Zentralasien spezialisierte südkoreanische Exporteur Sungshin L&P unterzeichneten am 18. August in Taschkent eine dreiseitige Absichtserklärung, wie Yonhap News Agency und Jeju Domin Ilbo berichteten.
Die Partner vereinbarten, die erste Zitruspartie im November zu versenden. Über die genaue Menge und den Zeitplan für Werbeaktionen in Usbekistan werde noch verhandelt, meldete Yonhap. Der Genossenschaftsvorsitzende Ko Bong-joo erklärte, das Quarantäneabkommen für Jeju-Zitrusfrüchte sei abgeschlossen. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung für den Marktzugang erfüllt.
Korzinka stellt ein etabliertes Vertriebsnetz bereit
Korzinka, von beiden Medien als größte Supermarktkette Usbekistans bezeichnet, übernimmt die Rolle der lokalen Vertriebsplattform. Nach Angaben von Jeju Domin Ilbo eröffnete das Unternehmen 1996 seinen ersten Supermarkt und betreibt inzwischen mehr als 250 Filialen in 12 Regionen des Landes. Das Sortiment umfasst frische Agrarprodukte, verarbeitete Lebensmittel und Haushaltswaren.
Die Kette wählt Lieferanten nach Frische- und Qualitätsstandards aus und kontrolliert eingehende Waren, berichtete Jeju Domin Ilbo. Für Exporteure aus Jeju schafft das bestehende Filialnetz einen direkten Zugang zu Verbrauchern. Der wirtschaftliche Erfolg wird jedoch vom Verkaufspreis, vom Zustand der Früchte nach dem Transport und von der örtlichen Nachfrage abhängen.
Partner wollen Vertrieb und Lieferkette ausbauen
Die Absichtserklärung geht über die erste Zitruspartie hinaus. Die drei Organisationen wollen den Export und den lokalen Vertrieb von Jeju-Agrarprodukten erweitern, geeignete Waren für den Markt identifizieren, eine stabile Lieferkette aufbauen, Export- und Vertriebsinformationen austauschen sowie lokale Verkaufsförderung und Markterschließung betreiben.
Die ersten Aktivitäten konzentrieren sich auf Taschkent. Die Genossenschaft will anhand der Verbraucherpräferenzen und der Marktnachfrage weitere Exportprodukte auswählen. Sungshin L&P bringt seine Erfahrung mit Zentralasien ein, während Korzinka den Zugang zum lokalen Einzelhandel stellt. Auch Vertreter der Korea Citrus Export Association nahmen an der Unterzeichnung teil.
Usbekistan soll als Einstieg nach Zentralasien dienen
Die Genossenschaft und die Landwirte auf Jeju betrachten die Vereinbarung als Ausgangspunkt für eine breitere Expansion in Zentralasien. Zunächst beschränkt sich das Vorhaben jedoch auf Jeju-Zitrusfrüchte in Usbekistan. Keine der Veröffentlichungen nennt Warenwert, Liefermenge, Einzelhandelspreis oder einen Zeitplan für weitere Länder. Diese kommerziellen Eckdaten werden darüber entscheiden, ob aus der November-Lieferung ein regelmäßiger Handelsstrom wird.
Die Genossenschaft will die Bekanntheit von Jeju-Produkten bei usbekischen Verbrauchern erhöhen, Exportmärkte diversifizieren und stabilere Absatzwege sowie höhere Einkommen für die Betriebe fördern. Ko kündigte an, die Wettbewerbsfähigkeit der Agrarprodukte aus Jeju in Usbekistan und anderen zentralasiatischen Märkten zu stärken. Die erste Lieferung ist damit zugleich Verkauf und Praxistest für Nachfrage, Logistik und Umsetzung im Einzelhandel.