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Japans Rohschweinehäute fallen nach Exporteinbruch auf einen Yen

Der starke Rückgang der Exporte hat japanischen Rohschweinehäuten wichtige Absatzkanäle genommen und den Marktpreis auf einen Yen gedrückt. Die Entwicklung belastet Fleischverarbeiter, Gerbereien und Hersteller von Lederwaren.

Japans Rohschweinehäute fallen nach Exporteinbruch auf einen Yen

Exportrückgang lässt Schweinehäute ohne Käufer

Der japanische Markt für rohe Schweinehäute leidet unter einem erheblichen Nachfrageverlust, nachdem ein starker Exportrückgang wichtige Absatzkanäle geschlossen hat. Laut Senken ist der Marktpreis auf einen Yen gefallen. Für Fleischverarbeiter bringt dieses Nebenprodukt damit kaum noch einen wirtschaftlich relevanten Erlös.

Das Problem wurde bei einer jüngsten Informationsveranstaltung des Schweinehaut-Ausschusses im gesamtjapanischen Industrieverband der Schweinehautgerber vorgestellt. Die Teilnehmer berichteten von einem Kreislauf, der schwächer wird: Aus den Häuten der Fleischwirtschaft entsteht Leder, das anschließend zu Konsumgütern verarbeitet wird. Mit dem schrumpfenden Exportgeschäft beginnt diese Kette auseinanderzufallen.

Schweinehäute entstehen bei der Fleischverarbeitung unabhängig von der Lage am Ledermarkt. Das Angebot kann deshalb nicht schnell auf eine sinkende Nachfrage reagieren. Nehmen Gerbereien und ausländische Käufer weniger Ware ab, staut sich das Material am Anfang der Lieferkette, während Sammlung und Handhabung weiterhin Arbeit und Infrastruktur erfordern.

Druck reicht über die Gerbereien hinaus

Ein Preis von einem Yen bedeutet, dass die Haut als Nebenprodukt der Fleischindustrie praktisch keinen nennenswerten Umsatz mehr erzielt. Besonders betroffen sind Unternehmen, die Sammlung, Sortierung, Konservierung und Transport übernehmen. Decken die Erlöse diese Tätigkeiten nicht mehr, wird aus einem verkäuflichen Rohstoff ein Kostenfaktor.

Auch japanische Gerbereien stehen vor einem schwierigen Verhältnis von Kosten und Nachfrage. Billige Rohhäute senken zwar den nominellen Preis ihres wichtigsten Ausgangsmaterials, schaffen aber keine Nachfrage nach fertigem Schweinsleder. Die Betriebe benötigen Aufträge, ausgelastete Verarbeitungskapazitäten und Hersteller, die das Material einsetzen wollen. Deshalb können extrem billige Häute und ein Mangel an Lederkäufern gleichzeitig auftreten.

Der Exportrückgang macht die Branche zudem abhängiger vom japanischen Binnenmarkt. Um die Auslandsnachfrage zu ersetzen, müssten heimische Hersteller und Marken mehr Schweinsleder aufnehmen. Das hängt jedoch von Produktdesign, Qualitätsanforderungen und Einkaufsentscheidungen in der Konsumgüterindustrie ab. Der niedrige Häutepreis allein dürfte dafür nicht ausreichen, weil das Rohmaterial nur einen Teil der Kosten des fertigen Leders ausmacht.

Kreislauf der Lieferkette gefährdet

Die Sorge der Branche betrifft nicht nur den Preis. Die Schweinehaut bietet eine Möglichkeit, einen Rückstand der Fleischerzeugung in ein langlebiges Material umzuwandeln. Gelangen die Häute nicht mehr in die Gerbereien, verliert die Verbindung zwischen Lebensmittel- und Lederproduktion an Wirkung und ein unvermeidbares Nebenprodukt wird seltener wirtschaftlich genutzt.

Für Erzeuger, Verarbeiter und Händler kommt es darauf an, wieder stabile Absatzmöglichkeiten zu schaffen. Eine Erholung der Exporte würde den unmittelbaren Überschuss verringern; eine stärkere Nutzung im Inland könnte die Nachfrage breiter aufstellen. Ohne beides zeigt der Preis von einem Yen, dass der Markt nicht mehr genug zahlt, um die etablierte Sammel- und Verarbeitungskette zu tragen.

Der Bericht nennt weder das Ausmaß des Exportrückgangs noch die betroffene Menge oder die Absatzländer mit geringeren Käufen. Daher lässt sich nicht beurteilen, wie schnell der Markt wieder ein Gleichgewicht erreichen kann. Der Wertverlust macht jedoch bereits deutlich, wie abhängig Japans Schweinehautbranche von einer funktionierenden Nachfrage im Ausland und auf den nachgelagerten Märkten ist.

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