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Japan plant Rückkauf von 210.000 Tonnen Reis bei drohendem Preisrückgang

Japan will im September 210.000 Tonnen Reis der Ernte 2025 von Sammelstellen und anderen Marktteilnehmern zurückkaufen, um seine staatlichen Reserven aufzufüllen. Laut PRESIDENT Online soll der Kauf zugleich Ware aus einem Markt nehmen, auf dem rekordhohe private Bestände auf eine gute neue Ernte treffen.

Japan plant Rückkauf von 210.000 Tonnen Reis bei drohendem Preisrückgang

Regierung füllt geschrumpfte Reserven wieder auf

Japan plant für September den Rückkauf von 210.000 Tonnen Reis, nachdem umfangreiche Notverkäufe die staatlichen Bestände reduziert haben. Landwirtschaftsminister Norikazu Suzuki kündigte nach einer Kabinettssitzung am 1. September an, Reis der vorherigen Ernte von Sammelunternehmen und anderen Marktteilnehmern zu erwerben, wie PRESIDENT Online berichtet.

Im Fiskaljahr 2025 gab die Regierung 590.000 Tonnen Reservenreis frei, um auf Knappheit und steigende Preise zu reagieren. Vor diesem Eingriff hatte Japan etwa 1 Million Tonnen eingelagert, sodass der Vorrat deutlich sank. Der geplante Kauf würde nur einen Teil ersetzen und entspricht rund 36 % der zuvor freigegebenen Menge.

Gute Ernte trifft auf private Rekordbestände

Suzuki begründete den Zeitpunkt mit den verbesserten Aussichten für das Angebot. Die diesjährige Ernte dürfte über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre liegen, und die Regierung sieht eine mehr als ausreichende Versorgung bestätigt. Eine am 31. August veröffentlichte Einschätzung des Landwirtschaftsministeriums auf Grundlage des Stands vom 15. August stufte die Ernte in 24 Präfekturen, darunter Niigata und Hokkaido, als leicht überdurchschnittlich ein. In 19 Präfekturen, darunter Akita und Miyagi, entsprach sie dem Normalwert.

PRESIDENT Online sieht in der Preisstützung einen weiteren zentralen Grund für den Rückkauf. Die privaten Reisbestände haben einen Rekord erreicht, während größere Mengen der neuen Ernte in den Handel kommen. Durch die staatliche Beschaffung verschwinden 210.000 Tonnen älterer Reis aus den kommerziellen Vertriebskanälen. Das verringert den Wettbewerb mit der neuen Ernte und begrenzt das Risiko eines starken Rückgangs der Verkaufspreise.

Eingriff folgt auf zwei Jahre kräftiger Preissteigerungen

Der Schritt folgt auf eine Phase der Knappheit und Inflation, die im Sommer 2024 begann und in Japan als Reiskrise der Reiwa-Ära bekannt wurde. Das Landwirtschaftsministerium vertrat 2024 zunächst die Auffassung, dass kein Reismangel bestehe, und lehnte eine Freigabe der Reserven ab. Laut PRESIDENT Online kam es in diesem Jahr zu keiner Freigabe, während die Preise weiter stiegen.

Vom Medium zitierte Transaktionsdaten des Ministeriums zeigen für 60 Kilogramm Naturreis der Ernte 2023 einen durchschnittlichen ausgehandelten Preis von 15.315 ¥. Für die Ernte 2024 stieg der entsprechende Durchschnitt auf 25.179 ¥, bevor der Preis 2025 die Marke von 27.000 ¥ überschritt. Die weitere Marktverknappung zwang die Regierung schließlich zur Freigabe von Reservenreis.

Politik wechselt von Inflationsbekämpfung zu Preisstützung

Mit dem Markteintritt der Ernte 2025 beruhigten sich die Preise nicht sofort. Im Oktober 2025 erreichten sie mit 37.058 ¥ je 60 Kilogramm einen Rekord und gaben danach allmählich nach. Der Jahresdurchschnitt für Reis der Ernte 2025 lag bei 35.451 ¥ und damit mehr als doppelt so hoch wie zwei Ernten zuvor.

Der Rückkauf verfolgt damit zwei Ziele: Nach der Freigabe von 590.000 Tonnen soll die staatliche Notfallreserve wiederaufgebaut und zugleich der Einfluss hoher kommerzieller Bestände auf die neue Ernte gedämpft werden. Erzeuger könnten profitieren, wenn die Beschaffung einen ungeordneten Preisverfall verhindert. Sammelstellen und Verarbeiter werden beobachten, wie viel ältere Ware danach noch verfügbar ist. Für Käufer deuten die gute Ernte und die privaten Rekordbestände weiterhin auf ein größeres Angebot hin, doch mit der Entnahme von 210.000 Tonnen begrenzt die Regierung Tempo und Ausmaß der möglichen Preiskorrektur.

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