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Japans Großhandelspreis für Maisöl steigt um 5,7 %

Die japanischen Vertragspreise für Maisöl sind im zweiten Quartal in Folge gestiegen. Für Juli bis September erreichte der Großkundenpreis 240–241 Yen je Kilogramm, im Mittel 13 Yen beziehungsweise 5,7 % mehr als von April bis Juni, berichtete Nikkei.

Japans Großhandelspreis für Maisöl steigt um 5,7 %

Vertragspreis erreicht 240–241 Yen je Kilogramm

Die Großhandelspreise für Maisöl in Japan sind für das Quartal Juli bis September gestiegen, weil höhere Sojaölkosten auf den Markt für Lebensmittelzutaten übergegriffen haben. Der zwischen Ölproduzenten und Lebensmittelherstellern vereinbarte Preis für Großabnehmer erreichte laut Nikkei 240–241 Yen je Kilogramm. Bezogen auf den Mittelwert entspricht dies gegenüber April bis Juni einem Anstieg um 13 Yen je Kilogramm beziehungsweise 5,7 %.

Damit erhöhten sich die Vertragspreise für Maisöl im zweiten Quartal in Folge. Der Richtwert gilt für Geschäfte mit großen industriellen Abnehmern und nicht für Einzelhandelspackungen. Maisöl wird unter anderem von Herstellern von Margarine und Mayonnaise eingesetzt, sodass die Änderung unmittelbar in die Einkaufsrechnung der japanischen Lebensmittelverarbeiter eingeht.

Höhere Sojaölpreise erfassen weitere Speiseöle

Nikkei führte die Anpassung auf steigende Sojaölpreise zurück. Maisöl und Sojaöl sind unterschiedliche Produkte, konkurrieren aber in Teilen des Speiseölmarktes und werden teilweise von denselben Verarbeitungsbranchen gekauft. Verändert sich der Preis einer Ölsorte, kann dies deshalb die Verhandlungen über eine andere beeinflussen, wenn Produzenten und Käufer Alternativen und Austauschkosten bewerten.

Die Vereinbarung für Juli bis September zeigt, dass die Wirkung über Sojaöl hinausgeht. Für Margarine- und Mayonnaisehersteller verteuert der höhere Maisöl-Richtwert eine Zutat der industriellen Produktion. Wie stark einzelne Unternehmen betroffen sind, hängt von Rezepturen, Einkaufsverträgen und der Möglichkeit zum Austausch verschiedener Öle ab. Die vereinbarte Anhebung setzt jedoch für das gesamte Quartal einen höheren Bezugspreis.

Lebensmittelverarbeiter tragen ein weiteres Quartal höhere Kosten

Zwei aufeinanderfolgende vierteljährliche Erhöhungen sind relevant, weil Käufer nicht mehr nur mit einer einmaligen Anpassung umgehen müssen. Nach dem Plus von 13 Yen gegenüber dem Mittelwert des Vorquartals müssen Hersteller für Juli bis September mit 240–241 Yen je Kilogramm planen. Unternehmen mit hohen Einkaufsmengen verzeichnen die größte absolute Ausgabenänderung, auch wenn Nikkei weder Vertragsmengen noch die finanzielle Gesamtwirkung nannte.

Die Einigung zeigt zugleich, in welchem Umfang Speiseölproduzenten Kosten in den Verhandlungen mit Industriekunden weitergeben konnten. Verarbeiter können die Mehrkosten selbst tragen, an anderer Stelle sparen, ihre Produktpreise anpassen oder – soweit technisch möglich – die Ölmischungen verändern. Der vorliegende Bericht nennt keine Änderungen der Einzelhandelspreise. Aus dem höheren Vertragspreis allein lässt sich auch nicht ableiten, welcher Anteil bei den Verbrauchern ankommt. Bestätigt ist die Entwicklung im Großhandel: Große japanische Lebensmittelhersteller zahlen mehr für Maisöl, wobei höhere Sojaölpreise als wichtigster Aufwärtsfaktor für die Vereinbarung von Juli bis September genannt wurden.

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