Jamnica und Coca-Cola HBC erzielen über 92 % des Umsatzes führender kroatischer Getränkehersteller
Zehn kroatische Mineralwasser- und Erfrischungsgetränkehersteller erzielten 2025 zusammen 528,2 Millionen Euro Umsatz und 67,8 Millionen Euro Gewinn. Laut den von Financije.hr veröffentlichten CompanyWall-Daten entfielen mehr als 92 % des Umsatzes auf Jamnica plus und Coca-Cola HBC Hrvatska.
Umsatz wächst, Gewinn nähert sich 68 Millionen Euro
Zehn kroatische Hersteller von Mineralwasser und Erfrischungsgetränken erzielten 2025 einen Gesamtumsatz von 528,2 Millionen Euro. Das geht aus CompanyWall-Daten hervor, über die Financije.hr berichtete. Gegenüber den 508,9 Millionen Euro des Jahres 2024 entsprach dies einem Anstieg von 3,8 %. Deutlich stärker entwickelte sich der gemeinsame Gewinn: Er stieg um fast 60 % von 42,6 Millionen auf 67,8 Millionen Euro.
Die Zahl der Beschäftigten nahm von 1.751 auf 1.837 zu. Die Unternehmen bauten damit ihre Belegschaften insgesamt aus und steigerten zugleich die Profitabilität. Die Zuwächse konzentrierten sich jedoch stark auf die größten Anbieter. Jamnica plus und Coca-Cola HBC Hrvatska erzielten zusammen fast 487,5 Millionen Euro und damit mehr als 92 % des Gesamtumsatzes der zehn untersuchten Unternehmen.
Jamnica liefert den größten Gewinnzuwachs
Jamnica plus führte die Gruppe mit einem Umsatz von 245,4 Millionen Euro an. Das waren 6,7 % mehr als im Vorjahr. Der Gewinn hat sich mehr als verdoppelt und stieg um über 117 % von 23,8 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 51,6 Millionen Euro. Jamnica beschäftigte 990 Menschen und damit drei mehr als ein Jahr zuvor.
Coca-Cola HBC Hrvatska folgte knapp dahinter mit 242,1 Millionen Euro Umsatz, einem Zuwachs von 2,8 %. Der Gewinn blieb mit 14,3 Millionen Euro weitgehend stabil, nachdem er 2024 bei 14,26 Millionen Euro gelegen hatte. Die Belegschaft wuchs deutlicher, und zwar von 511 auf 584 Beschäftigte.
Zusammen erwirtschafteten die beiden Marktführer 65,9 Millionen Euro Gewinn. Damit entfiel nahezu der gesamte Gewinn von 67,8 Millionen Euro der zehn untersuchten Unternehmen auf sie. Jamnica lieferte allein den größten Teil des jährlichen Gewinnanstiegs und war deshalb der wichtigste Treiber für die Verbesserung des Gesamtergebnisses.
Kleinere Hersteller mit uneinheitlichen Ergebnissen
Naturalis war außerhalb der beiden Marktführer das umsatzstärkste Unternehmen. Der Umsatz stieg um 14,1 % auf etwas mehr als 14 Millionen Euro. Der Gewinn brach jedoch um rund 75 % von 936.926 auf 233.779 Euro ein. KIS Pića setzte 13,2 Millionen Euro um, 21,5 % weniger als im Vorjahr. Der Gewinn sank um mehr als 70 % auf 369.672 Euro.
Živa voda weitete den Verkauf weiter aus und erzielte 8,15 Millionen Euro Umsatz, 6,3 % mehr als 2024. Der Gewinn sank um 16,4 % auf 723.052 Euro, während die Zahl der Beschäftigten von 96 auf 102 stieg. Die Entwicklung bei Naturalis und Živa voda zeigt, dass steigende Verkäufe bei kleineren Produzenten nicht durchgehend zu besseren Margen führten.
Der Umsatz von Sambi sank um 25,5 % auf 2,43 Millionen Euro. Der Gewinn verringerte sich um fast 79 % auf etwas mehr als 70.000 Euro. Bob’s meldete einen noch stärkeren Umsatzrückgang um 31,9 % auf 641.777 Euro, während der Gewinn von 562.768 auf 151.711 Euro sank. Bei Ferenčić PBP ging der Umsatz um 8,2 % auf 989.750 Euro zurück; der Gewinn sank um knapp 8 % auf 340.294 Euro.
MM Model beendete das Jahr mit 716.791 Euro Umsatz, einem Minus von 15,3 %, und wechselte von einem Gewinn von 158.204 Euro zu einem Verlust von 75.947 Euro. Den höchsten relativen Umsatzanstieg verzeichnete Aqua Uno: Die Erlöse stiegen um fast 78 % von 271.363 auf 482.100 Euro, der Gewinn um 19 % auf 66.465 Euro. Trotz dieses Wachstums blieb die absolute Größe im Vergleich zu den beiden Marktführern gering. Die Zahlen für 2025 zeigen somit ein stark konzentriertes kroatisches Getränkesegment, dessen Wachstum und Profitabilität hauptsächlich von Jamnica und Coca-Cola HBC Hrvatska abhingen, während mehrere kleinere Anbieter gleichzeitig unter Umsatz- und Ergebnisdruck standen.