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Italiens Hartweizen verteuert sich dritte Woche in Folge und erhöht Druck auf Pastahersteller

Die italienischen Hartweizenpreise sind die dritte Woche in Folge gestiegen, während Regen- und Hagelschäden in Kanada für Unsicherheit sorgen. Zugleich belasten höhere Energie-, Treibstoff- und Transportkosten die Pastahersteller, doch eine Prognose für die Ladenpreise ist bislang nicht möglich.

Italiens Hartweizen verteuert sich dritte Woche in Folge und erhöht Druck auf Pastahersteller

Italienische Hartweizenpreise steigen weiter

Die Preise für hochwertigen Hartweizen aus italienischer Produktion sind am 14. September 2026 die dritte Woche in Folge gestiegen, berichtet AgroNotizie. Die nationale Einheitskommission CUN erhöhte ihre Notierungen in fast allen Regionen und Qualitätsklassen um 3-5 € je Tonne. Der Anstieg fiel geringer aus als eine Woche zuvor, bestätigte aber den neuen Aufwärtstrend, nachdem die CUN-Preisliste vom 13. Juli bis zum 24. August unverändert geblieben war.

Auch Importware wurde an der Mailänder Warenbörse teurer. Hartweizen aus der EU legte um 7 € je Tonne zu, Ware aus Nicht-EU-Ländern um 10 €. ISMEA verzeichnete höhere Erzeugerpreise für feinen Hartweizen in Grosseto, Catania, Palermo, Mailand, Bari und Matera. In Altamura kam der Preisanstieg für kanadischen Hartweizen der Klasse 2 am 11. September dagegen zum Stillstand.

Kanadische Ernte birgt Qualitätsrisiken

AgroNotizie führt den italienischen Preisanstieg sowohl auf die allgemeine Erholung der Getreidemärkte infolge der Schwarzmeerkrise als auch auf wachsende Produktions- und Qualitätsprobleme in Kanada zurück. Regen und Hagel trafen den Hartweizen während der Ernte in den westlichen Provinzen; das Ausmaß der Schäden lässt sich noch nicht beziffern. Am Markt wird vor allem eine umfangreiche Herabstufung der Qualitätsklassen 1 und 2 von Canadian Western Amber Durum wegen zu hoher Feuchtigkeit befürchtet.

Die kanadischen Preise lieferten dennoch gemischte Signale. Eine angeführte Notierung sank um mehr als 19 € auf 258,62 € je Tonne. Die Europäische Kommission bewertete erstklassigen Canadian Western Amber Durum am St.-Lorenz-Markt am 9. September mit 300 $ je Tonne FOB, 22 $ weniger als am 26. August. In den USA stieg Northern Durum dagegen auf 315 $ je Tonne beziehungsweise 271,55 €, nach 258,30 € in der Vorwoche.

Das verfügbare Angebot könnte den Anstieg begrenzen. Die Hartweizenbestände liegen auf dem höchsten Stand seit vier Vermarktungsjahren und mehr als 20 % über dem Beginn der Kampagne 2025-2026. Gleichzeitig ist die Produktion in der Türkei und Nordafrika gewachsen. Die Unsicherheit betrifft daher weniger die globale Gesamtmenge als das verfügbare Volumen an hochwertigem kanadischem Weizen für Premium-Pasta.

Fracht und Energie erhöhen den Kostendruck

Der Seetransport bleibt ein weiterer Kostenfaktor. Der Baltic Dry Index schloss am 11. September bei 3.507 Punkten, 0,4 % niedriger als am Vortag und 1,90 % unter dem Stand vom 7. September. Trotz dieses Rückgangs lag er im Monatsvergleich 19,33 % und im Jahresvergleich 64,96 % höher. Der Panamax Index für Schiffe, die häufig Kohle und Getreide transportieren, sank um 0,1 % auf 2.407 Punkte.

Virgilios InItalia berichtet, dass Pastafabriken gleichzeitig mit höheren Energie-, Treibstoff- und Transportkosten kämpfen. Massimo Menna, Präsident des Schutzkonsortiums für Pasta di Gragnano PGI und Vorstandschef von Pasta Garofalo, sagte dem Corriere della Sera, dass vernetzte Getreidemärkte bei Störungen wichtiger Exporte tendenziell steigen. Er nannte den Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie breitere internationale Spannungen als Risiken, betonte aber, dass sich der Preis einer Packung Pasta in einigen Monaten noch nicht vorhersagen lasse.

Hersteller investieren zum Schutz ihrer Margen

Laut Menna bleibt Pasta erschwinglich und fest im Konsum der Haushalte verankert; auch in früheren Krisen habe es keine abrupten Nachfrageverschiebungen gegeben. Garofalo bezieht den Großteil seiner Rohstoffe aus Italien und ergänzt diese durch Lieferungen aus den USA und Australien. Damit hängt das Unternehmen sowohl von italienischen Getreidenotierungen als auch von internationalen Qualitäts-, Währungs- und Frachtbewegungen ab.

Garofalo investiert zudem in niedrigere Energiekosten. Nach der Installation einer Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage vervollständigt das Unternehmen ein weiteres Kapazitätssystem und erweitert seine Photovoltaikanlagen. Ziel sind rund 1,5 Megawatt installierte Leistung. Menna bezeichnete lange Genehmigungsverfahren als größtes Hindernis. Für die Hersteller entscheidet sich nun, ob Energieeinsparungen und Lagerbestände die höheren Getreide- und Logistikkosten auffangen können, bevor sie Großhandelsverträge und Supermarktregale erreichen.

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