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Italiens Strombedarf erreicht im August den Rekordwert von 28,9 TWh

Italiens Strombedarf belief sich im August auf 28,9 TWh und erreichte damit einen Höchststand für diesen Monat. Laut Reuters, das sich auf den Netzbetreiber Terna beruft, stieg der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr um 16,5 %.

Italiens Strombedarf erreicht im August den Rekordwert von 28,9 TWh

Neuer Verbrauchsrekord für August

Italiens Strombedarf erreichte im August 28,9 TWh und damit den höchsten jemals für diesen Monat verzeichneten Wert. Das berichtete Reuters am 21. September unter Berufung auf den nationalen Netzbetreiber Terna. Gegenüber dem Vorjahresmonat nahm der Verbrauch um 16,5 % zu, was einem außergewöhnlich kräftigen Anstieg der Stromnachfrage entspricht.

Die Zahlen setzen zwei klare Marken für den italienischen Strommarkt: einen neuen August-Rekord und ein zweistelliges Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Aus den von Reuters veröffentlichten Angaben geht nicht hervor, ob Haushalte, Dienstleistungen oder Industrie den größten Anteil am Zuwachs hatten. Auch eine regionale Aufschlüsselung fehlt. Zudem wurden weder Temperaturdaten noch Angaben zum Erzeugungsmix oder zu Stromimporten und -exporten genannt. Eine eindeutige Ursache lässt sich daher noch nicht bestimmen.

Deutlich höheres Nachfrageniveau

Bei einem Monatsverbrauch von 28,9 TWh lag der durchschnittliche Bedarf während der 31 Augusttage bei etwa 0,93 TWh pro Tag. Aus dem gemeldeten Wachstum von 16,5 % ergibt sich rechnerisch für den Vorjahresmonat ein Verbrauch von ungefähr 24,8 TWh. Der Anstieg innerhalb eines Jahres belief sich damit auf rund 4,1 TWh. Diese beiden Werte sind aus Ternas Gesamtmenge und Wachstumsrate abgeleitet und wurden nicht als separate Kennzahlen des Netzbetreibers veröffentlicht.

Für Erzeuger und Teilnehmer am Großhandelsmarkt ist der Umfang des Anstiegs relevant, weil mehr Strom bereitgestellt und ausgeregelt werden muss. Die Preiswirkung lässt sich aus der Nachfrage allein jedoch nicht ableiten. Sie hängt von der Verfügbarkeit der Kraftwerke, den Brennstoff- und CO₂-Kosten, der erneuerbaren Erzeugung, Netzengpässen und Italiens grenzüberschreitendem Stromaustausch ab. Da der vorliegende Bericht keine Großhandelspreise nennt, ist der Rekord für sich genommen weder ein Beleg für steigende noch für fallende Strompreise.

Folgen für die Marktteilnehmer

Das Ergebnis liefert Erzeugern, Versorgern und Stromhändlern einen höheren Referenzwert für die Nachfrage am Ende des Sommers. Sollte sich dieses Verbrauchsniveau wiederholen, gewinnen die Verfügbarkeit der Erzeugungsanlagen und die Flexibilität der Netze im August für die Systemplanung an Bedeutung. Große Industriekunden und Stromvertriebe müssen bei Beschaffung und Absicherung außerdem mit größeren saisonalen Lastschwankungen rechnen. Die veröffentlichten Daten betreffen allerdings nur einen Monat und zeigen nicht, ob der Zuwachs danach anhielt.

Erst weitere Daten von Terna werden erkennen lassen, ob der August ein isolierter Spitzenmonat war oder Teil einer breiteren Veränderung des italienischen Stromverbrauchs. Sektorale Nachfragewerte, wetterbereinigte Vergleiche, die Erzeugung nach Energiequelle und grenzüberschreitende Flüsse könnten die Ursachen und wirtschaftlichen Folgen näher erklären. Fest steht bislang: Italien verbrauchte im August 28,9 TWh Strom, 16,5 % mehr als ein Jahr zuvor und mehr als in jedem früheren August.

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