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Italiens Papier- und Kartonsammlung nähert sich 2025 der Marke von 3,98 Millionen Tonnen

Italien sammelte 2025 knapp 3,98 Millionen Tonnen Papier und Karton getrennt, 1,6 % mehr als 2024. Die Recyclingquote für Verpackungen auf Zellulosebasis erreichte 93,1 %, während Emilia-Romagna und Piemont über dem landesweiten Sammeldurchschnitt lagen.

Italiens Papier- und Kartonsammlung nähert sich 2025 der Marke von 3,98 Millionen Tonnen

Nationales Sammelvolumen steigt um 61.000 Tonnen

Italien sammelte 2025 knapp 3,98 Millionen Tonnen Papier und Karton getrennt. Das waren 1,6 % oder 61.000 Tonnen mehr als im Vorjahr. Die Zahlen stammen aus dem 31. Jahresbericht von Comieco über die Sammlung und Verwertung von Papier und Karton, über den TargatoCN und ChiamamiCittà berichteten.

Die durchschnittliche Sammelmenge lag bei 67,5 Kilogramm je Einwohner. Die Recyclingquote für Verpackungen auf Zellulosebasis erreichte 93,1 % und lag damit bereits über dem EU-Ziel von 85 % für 2030. Das Ergebnis stellt der Papier- und Verpackungsindustrie ein beträchtliches Aufkommen an Sekundärfasern bereit. Zugleich gewinnen die Qualität der Sammlung und eine korrekte Trennung an der Quelle an Bedeutung.

Mit dem landesweiten Wachstum verringerte sich auch das regionale Gefälle. Laut ChiamamiCittà sammelten Süditalien und die Inseln 2025 erstmals mehr als 1 Million Tonnen und leisteten damit einen wesentlichen Beitrag zum Gesamtzuwachs.

Emilia-Romagna führt bei der Pro-Kopf-Menge

Emilia-Romagna sammelte 2025 mehr als 445.000 Tonnen Papier und Karton, 0,4 % mehr als 2024. Mit 99,8 Kilogramm je Einwohner erzielte die Region den höchsten Wert Italiens und lag deutlich über dem Landesdurchschnitt.

Comieco führte mehr als 224.000 Tonnen zellulosehaltiges Material aus der Region dem Recycling zu. Das entsprach etwa der Hälfte der gesamten getrennten Papier- und Kartonsammlung Emilia-Romagnas. Der Verband zahlte mehr als 21,8 Millionen Euro an 330 teilnehmende Kommunen.

Comieco-Generaldirektor Roberto Di Molfetta erklärte, die Mengen der Region seien auf hohem Niveau weitgehend stabil geblieben. Er verwies zudem auf die Beiträge der privaten und gewerblichen Sammelkanäle. Die Qualität des Materials an der Quelle müsse im Mittelpunkt stehen, weil sie Vorteile entlang der gesamten Wertschöpfungskette bringe.

Piemont stabil, Cuneo legt deutlich zu

Piemont sammelte 2025 insgesamt 319.000 Tonnen, ein Plus von 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die Pro-Kopf-Menge von 75 Kilogramm übertraf sowohl den italienischen als auch den norditalienischen Durchschnitt. Comieco führte fast 196.000 Tonnen dem Recycling zu, mehr als 60 % des regionalen Sammelvolumens, und zahlte über 18,6 Millionen Euro an 1.178 teilnehmende Kommunen.

Cuneo verbuchte den stärksten absoluten Zuwachs unter den Provinzen Piemonts. Die Provinz sammelte mehr als 49.600 Tonnen, 2.700 Tonnen mehr als 2024, und überschritt 85 Kilogramm je Einwohner. Turin blieb mit fast 153.000 Tonnen die Provinz mit dem höchsten Gesamtvolumen, erreichte pro Kopf jedoch nur etwas mehr als 69 Kilogramm.

Alessandria sammelte mehr als 31.500 Tonnen und Novara über 26.000 Tonnen. Verbano-Cusio-Ossola führte Piemont mit mehr als 145 Kilogramm je Einwohner an; Biella und Cuneo kamen jeweils auf über 85 Kilogramm. Asti verzeichnete rund 52 Kilogramm und Vercelli 69,5 Kilogramm je Einwohner.

Mehr Sekundärfasern, höhere Qualitätsanforderungen

Die Recyclingquote von 93,1 % zeigt, dass Italiens Verwertungssystem einen großen Anteil der gesammelten Zelluloseverpackungen verarbeitet. Für Papierfabriken, Verpackungshersteller und Altpapierhändler vergrößern steigende Mengen die inländische Basis an Sekundärfasern. Die Regionaldaten zeigen zugleich, dass weitere Fortschritte von Gebieten mit niedrigeren Sammelquoten und von der Qualität des Materials am Eingang der Recyclinganlagen abhängen.

Allein in Emilia-Romagna und Piemont flossen mehr als 40,4 Millionen Euro an teilnehmende Kommunen. Das verdeutlicht die finanzielle Rolle des Verbandssystems. Der Unterschied zwischen etablierten Regionen und schneller wachsenden Gebieten lässt weiteres nationales Wachstum zu, auch wenn führende Regionen bereits hohe, stabile Sammelmengen erreichen.

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