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IRRI und Odisha wollen Anbau und Verarbeitung von Kalajeera-Reis ausbauen

Das Internationale Reisforschungsinstitut unterstützt Odisha beim Ausbau einheimischer Spezialreissorten mit Schwerpunkt auf aromatischem Kalajeera. Das Vorhaben verbindet Sortenerhaltung, Verarbeitung und Marktzugang für Bauern und frauengeführte Betriebe.

IRRI und Odisha wollen Anbau und Verarbeitung von Kalajeera-Reis ausbauen

Technische Partnerschaft für Spezialreis

Das Internationale Reisforschungsinstitut wird die Regierung von Odisha technisch dabei unterstützen, Anbau, Verarbeitung und Vermarktung einheimischer Spezialreissorten auszuweiten. Der aromatische Kalajeera-Reis soll als wichtigstes Demonstrationsprodukt dienen, berichteten The New Indian Express und OMMCOM News.

Besprochen wurde das Vorhaben in Bhubaneswar bei einem Treffen von Vize-Regierungschef und Landwirtschaftsminister Kanak Vardhan Singh Deo mit einer IRRI-Delegation unter Leitung des leitenden Wissenschaftlers Nese Sreenivasulu. Landwirtschaftssekretär Sachin Ramchandra Jadhav und IRRI-Odisha-Leiter Mukund Variar nahmen ebenfalls teil. Ziele für Anbauflächen, Projektbudget und Zeitplan wurden nicht veröffentlicht.

Expansion erfordert konsequente Qualitätskontrolle

IRRI soll dazu beitragen, natürliches Aroma, genetische Reinheit und Kornqualität von Kalajeera und anderen Spezialsorten zu erhalten. Dazu gehört auch Reis mit niedrigem glykämischem Index. Vorgesehen sind außerdem Unterstützung bei der Nachernteverarbeitung und Lebensmittel aus Bruchreis, damit dieses geringer bewertete Nebenprodukt zusätzliche Erlöse bringt.

Eine Ausweitung darf die charakteristischen Eigenschaften nicht schwächen, auf denen Kalajeeras Premiumposition beruht. Koraput Kalajeera erhielt im Januar 2024 eine geschützte geografische Angabe. Der kleinkörnige aromatische Reis wird von Stammesbauern im Distrikt Koraput angebaut. Eine in Frontiers in Sustainable Food Systems veröffentlichte Untersuchung nennt Einzelhandelspreise von bis zu 300 Rupien je Kilogramm und führt die wachsende Nachfrage auf Vermarktungsaktivitäten in Odisha und im indischen Markt zurück.

Verarbeitung und Absatz werden zum Praxistest

Odisha will lokale Rohreismühlen stärken und den Aufbau von Parboiled-Reis-Anlagen fördern. Zum Programm gehört auch ein geplantes Spezialreis- und Hirsewerk mit Schulungszentrum in Bhubaneswar. Tathya zufolge soll der Pilotbetrieb über ein Labor sowie Anlagen für Reismahlung, Hirseverarbeitung, Spezialgetreidekekse und kochfertige Mischungen verfügen. Erzeugerorganisationen und Frauenselbsthilfegruppen sollen dort Verarbeitung, Verpackung und Betriebsführung erlernen.

Das Geschäftsmodell wurde bereits in kleinem Umfang erprobt. Im Rahmen des IRRI-Projekts zur Reisveredelung gingen 3,6 Tonnen biologisch erzeugter und mit Sortex aufbereiteter Koraput Kalajeera an einen Käufer in Gurgaon, wie Projektbeteiligte mitteilten. Die Lieferung verband Bauernorganisationen aus Koraput mit einem institutionellen Kunden. Sie bleibt jedoch ein kleines Einzelgeschäft und belegt noch keine etablierte Lieferkette.

Bauern brauchen eine koordinierte Wertschöpfungskette

Höhere Ladenpreise verbessern die Einkommen der Erzeuger nur, wenn Qualitätssaatgut, Bündelung, Vermahlung und verlässliche Abnehmer gleichzeitig wachsen. Zersplitterte Mengen oder uneinheitliche Verarbeitung können den Zugang zu Premiumkanälen trotz steigender Nachfrage verhindern. Die Partnerschaft verbindet deshalb Sortenerhaltung mit kommerzieller Infrastruktur und beschränkt sich nicht auf größere Anbauflächen.

IRRI lud die Regierung von Odisha zudem zur nationalen Käufer-Verkäufer-Konferenz Beyond the Bowl ein. Das begleitende Projekt Promoting Women Entrepreneurship through Rice Value Addition ermöglicht einen Wissensaustausch mit Wissenschaftlern von den Philippinen. Frauengeführte Verarbeitungsbetriebe könnten mehr Wert in den Anbauregionen halten. Dauerhafte Käuferbeziehungen würden den Bauern zugleich klarere Nachfragesignale geben, bevor sie ihre Flächen erweitern.

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