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Ires eröffnet Reissaatgutwerk für 3 Millionen Euro in Vercelli

Ires hat in Vercelli eine 10.000 Quadratmeter große Anlage zur Aufbereitung und Selektion von Reissaatgut eröffnet. Das rund 3 Millionen Euro teure Werk verfügt über drei Silos mit jeweils 3.000 Doppelzentnern Kapazität und beliefert Italien und Europa.

Ires eröffnet Reissaatgutwerk für 3 Millionen Euro in Vercelli

Neuer Produktionsstandort im Zentrum des italienischen Reisanbaus

Die Italian Rice Experiment Station, kurz Ires, hat in Vercelli in der norditalienischen Region Piemont ein Werk zur Aufbereitung und Selektion von Reissaatgut eröffnet. Nach Angaben von Giornale La Voce investierte das Unternehmen rund 3 Millionen Euro in die 10.000 Quadratmeter große Anlage, die sowohl den italienischen als auch weitere europäische Märkte bedienen soll.

Mit dem neuen Werk liegt die Produktion von Ires in unmittelbarer Nähe zu einem der wichtigsten Reisanbaugebiete Italiens. Vercelli und andere Teile des Piemont verfügen über eine Wertschöpfungskette aus Landwirten, Saatgutunternehmen, Forschungseinrichtungen und Verarbeitern. Der Standort soll die industrielle Saatgutaufbereitung enger mit den landwirtschaftlichen Kunden verbinden.

Ires wurde 2017 in Nibbiola in der Provinz Novara gegründet. Forschung, genetische Verbesserung, Feldversuche und die Entwicklung neuer Reissorten bleiben dort angesiedelt. Vercelli übernimmt den Produktionsbereich und schafft damit eine klare Arbeitsteilung zwischen wissenschaftlicher Tätigkeit in Nibbiola und kommerzieller Saatgutaufbereitung in Vercelli.

Drei Silos und Saatgutanalyse mit Infrarot

Die Anlage besitzt drei Silos mit einem Fassungsvermögen von jeweils 3.000 Doppelzentnern sowie Maschinen zur Verarbeitung großer Mengen Reissaatgut. Das Produktionssystem deckt die aufeinanderfolgenden Schritte der Saatgutaufbereitung ab und entfernt Rückstände, Ausschuss, Verunreinigungen und Körner, die nicht den festgelegten Anforderungen entsprechen.

Ein zentrales Element ist ein neuer optisch-elektronischer Sortierer, der einzelne Körner mithilfe von Infrarotsystemen analysiert. Laut Giornale La Voce erkennt die Technik Merkmale, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Sie kann Körner nach Farbe unterscheiden und je nach Anforderung der Saatgutpartie gefärbte von weißen Körnern trennen oder die umgekehrte Auswahl vornehmen.

Der Sortierer kann außerdem mögliche Hinweise auf Saatgutkrankheiten identifizieren. Das verschafft dem Werk eine zusätzliche Qualitätskontrolle, bevor das Saatgut an die Landwirte geht. Die präzisere Trennung soll Gleichmäßigkeit und Gesundheit des Pflanzmaterials verbessern. Angaben zum jährlichen Durchsatz oder zur Zahl der verarbeiteten Sorten liegen jedoch nicht vor.

Italienische und europäische Saatgutmärkte im Blick

Ires will die zusätzliche Kapazität nutzen, um seine Stellung bei der Selektion von Reissaatgut in Europa auszubauen. Das Konzept verbindet das Züchtungsprogramm des Unternehmens mit einer Industrieanlage, die neue Sorten für den Verkauf aufbereiten kann. Für Landwirte liegt der praktische Nutzen in Saatgutpartien, die vor der Aussaat genauer sortiert und gründlicher von Verunreinigungen befreit wurden.

Die Investition stärkt zugleich die industrielle Rolle Vercellis im Reissektor des Piemont. Giornale La Voce zufolge soll das Werk Beschäftigungsmöglichkeiten im Anlagenbetrieb und in der Produktion schaffen. Eine konkrete Zahl der Stellen oder ein Zeitplan für die Einstellungen wurden nicht genannt.

An der Eröffnung nahmen unter anderem Vercellis Bürgermeister Roberto Scheda, Provinzpräsident Davide Gilardino und Piemonts Umweltbeauftragter Matteo Marnati teil. Das Projekt verschafft Ires neben der bestehenden Forschung einen eigenen Produktionsstandort, während Nibbiola für Züchtung, Versuche und neue Sorten zuständig bleibt. Die kommerzielle Wirkung wird davon abhängen, wie erfolgreich das Unternehmen die neuen Sortier- und Lagerkapazitäten in verlässliche Lieferungen für italienische und andere europäische Reisbauern umsetzt.

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