Irans Autopreise steigen mit Wechselkurs und Goldpreis weiter
Die Preise für im Iran produzierte und montierte Fahrzeuge stiegen am 3. Oktober weiter. Bitrun führt die Entwicklung auf Währungsschwäche, höhere Goldpreise, Inflationserwartungen und das Fahrzeugangebot zurück.
Irans Automarkt setzt September-Anstieg fort
Der iranische Automarkt ist mit weiteren deutlichen Preissteigerungen für heimisch produzierte und lokal montierte Fahrzeuge in den Oktober gestartet. Die am Samstag, dem 3. Oktober, von Händlern gemeldeten Preise zeigen laut dem iranischen Verkehrsmedium Bitrun, dass sich der im Vormonat entstandene Aufwärtstrend im Monat Mehr fortsetzt.
Bitrun führt die Entwicklung teilweise auf Veränderungen am iranischen Devisen- und Goldmarkt zurück. Der Goldpreis überschritt 25 Millionen Toman, während der Wechselkurs auf rund 258.000 Toman stieg. Diese Bewegungen hätten die Erwartungen der Marktteilnehmer beeinflusst und wirkten sich auf die Fahrzeugpreise aus.
Wechselkursschwankungen, Inflationserwartungen, Fahrzeugangebot und Transaktionsvolumen bleiben die wichtigsten Einflussgrößen. Vor allem die tatsächliche Handelsaktivität wird darüber entscheiden, ob die gegenwärtige Preiswelle in den kommenden Tagen anhält oder an Kraft verliert.
Peugeot 207 führt Preisanstieg heimischer Modelle an
Bei Fahrzeugen von Iran Khodro wurden mehrere der größten Steigerungen verzeichnet. Der Peugeot 207 mit Automatikgetriebe verteuerte sich seit Beginn des Mehr um 340 Millionen Toman und kostet nun 3,18 Milliarden Toman. Der bivalente Soren Plus mit großem Gastank legte innerhalb von drei Tagen um 40 Millionen Toman auf 2,55 Milliarden Toman zu.
Der sechsgängige Dena Plus wurde binnen einer Woche um 150 Millionen Toman teurer und erreichte 2,59 Milliarden Toman. Für den automatischen Tara wurden am 3. Oktober 3,47 Milliarden Toman verlangt; Bitrun nannte jedoch keinen früheren Vergleichspreis.
Auch die Modellpalette von Saipa wurde teurer. Ein neuer Quick S legte seit Beginn des Mehr um 67 Millionen Toman auf 1,475 Milliarden Toman zu. Der bivalente Saina verteuerte sich innerhalb von sieben Tagen um 80 Millionen Toman und wurde für 1,68 Milliarden Toman angeboten.
Auch lokal montierte Fahrzeuge verteuern sich
Der Aufwärtstrend erfasste ebenfalls Fahrzeuge, die im Iran auf Basis ausländischer Markenplattformen und Komponenten montiert werden. Den größten von Bitrun genannten absoluten Anstieg verzeichnete der Tiggo 8 Pro Max: Seit Beginn des Mehr wurde er um 530 Millionen Toman teurer und erreichte 9,78 Milliarden Toman.
Der Haima S7 Pro legte binnen einer Woche um 150 Millionen Toman zu und wurde für 5,76 Milliarden Toman gehandelt. Der siebensitzige Fidelity Elite verteuerte sich innerhalb von drei Tagen um 200 Millionen Toman auf rund 6,4 Milliarden Toman. Für einen neuen JAC J4 wurden 2,75 Milliarden Toman verlangt.
Die Preissteigerungen betreffen mehrere Hersteller und Preissegmente und sind damit nicht auf ein einzelnes Modell oder Unternehmen begrenzt. Bei den Angaben handelt es sich allerdings um von Händlern gemeldete Marktpreise, nicht um Produktionskosten oder offizielle Werkspreise. Die weitere Entwicklung hängt deshalb neben Währung und Gold auch davon ab, ob Käufer zu den höheren Angebotspreisen tatsächlich Abschlüsse tätigen und wie viele Fahrzeuge zum Verkauf stehen.