← Zurück zu den Nachrichten

Irans Preise für Premiumreis steigen, Ernte könnte 2,4 Millionen Tonnen erreichen

Irans Reisproduktion dürfte in dieser Saison um 150.000-200.000 Tonnen auf 2,3-2,4 Millionen Tonnen steigen. Tarem Hashemi kostet im Einzelhandel 450.000-470.000 Toman je Kilogramm, Gilan Domsiah 550.000 Toman; dennoch werden Importe von 500.000 Tonnen benötigt.

Irans Preise für Premiumreis steigen, Ernte könnte 2,4 Millionen Tonnen erreichen

Günstige Bedingungen versprechen größere Ernte

Irans Reisproduktion dürfte in dieser Saison um 150.000-200.000 Tonnen steigen und insgesamt 2,3-2,4 Millionen Tonnen erreichen. Khabar Online zufolge schaffen günstiges Wetter und eine ausreichende Wasserversorgung der Reisfelder die Voraussetzungen für eine ertragreiche Ernte.

Die Prognose stammt von einem Vertreter des iranischen Verbands der Reisproduzenten und -lieferanten. Trotz der höheren heimischen Erzeugung wird das Land voraussichtlich 500.000 Tonnen Reis importieren müssen, um Angebot und Nachfrage auszugleichen. Die größere Ernte dürfte den Markt entlasten, den Importbedarf Irans aber nicht beseitigen.

Premiumsorten erzielen hohe Verbraucherpreise

Die neuen Einzelhandelspreise zeigen einen deutlichen Abstand zwischen traditionellen Premiumsorten und ertragreicheren Reissorten. Tarem Hashemi kostet 450.000-470.000 Toman je Kilogramm, Gilan Domsiah 550.000 Toman. Reis aus der zweiten Ernte wird für 520.000 Toman und geräucherter Reis für 538.000 Toman je Kilogramm angeboten. Hochertragssorten sind mit 340.000-350.000 Toman erheblich günstiger.

Die Preisspanne spiegelt Unterschiede bei Qualität, Herkunft und Produktionsmerkmalen wider. Für Verarbeiter und Händler bleibt der Aufschlag für Sorten aus den nördlichen Provinzen beträchtlich, obwohl eine größere Ernte bevorsteht. Auch Lagerbestände könnten das Angebot erhöhen: Nach Angaben des von Khabar Online zitierten Branchenvertreters lagern in Reismühlen der nördlichen Provinzen derzeit 300.000 Tonnen Reis.

Zeitpunkt der Importe beunruhigt Erzeuger

Die Importpolitik sorgt während der Ernte für Spannungen. Khabar Online berichtet, dass der Landwirtschaftsminister das saisonale Einfuhrverbot für Reis einen Monat früher als erwartet aufgehoben hat. Der Branchenvertreter erklärte, die Kosten der Marktregulierung dürften nicht den Landwirten aufgebürdet werden. Importe müssten so gesteuert werden, dass sie heimische Erzeuger während der Ernte nicht schwächen.

Dem Bericht zufolge lagen die monatlichen Importe zuletzt bei höchstens 20.000-30.000 Tonnen. Marktteilnehmer hätten jedoch gehört, dass die Behörden in der laufenden Periode 500.000 Tonnen einführen könnten. Dieses Volumen entspricht dem geschätzten jährlichen Importbedarf. Der Zeitpunkt ist daher besonders wichtig für die Erzeugerpreise und den Abbau der Bestände in den Reismühlen.

Der Inlandsmarkt hatte zuvor nachgegeben, wurde aber angesichts einer vom Informanten als kritisch bezeichneten Lage und einer Seeblockade volatiler. Eine entsprechend angepasste Preis- oder Importprognose wurde nicht genannt.

Verarbeitungseffizienz begrenzt Selbstversorgung

Der Leiter des Verbands der Reisproduzenten und -lieferanten in Gilan erklärte, Selbstversorgung hänge nicht allein vom Wetter ab. Er forderte modernere Mühlen, um den Anteil gebrochener und zerkleinerter Körner zu senken, sowie Forschung an Sorten, die höhere Erträge mit passender Qualität verbinden.

Die Saison bringt der iranischen Reiswirtschaft somit bessere Produktionsaussichten, aber weiterhin offene Fragen bei Importplanung, Verarbeitungseffizienz und Erschwinglichkeit. Eine Ernte von bis zu 2,4 Millionen Tonnen vergrößert das heimische Angebot. Der Importbedarf von 500.000 Tonnen und die hohen Aufschläge auf traditionelle Sorten zeigen jedoch, dass Produktionswachstum allein die Marktengpässe nicht beseitigt.

Vollständige Marktanalyse

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Inhalte bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Durch Klicken auf "Alle akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einstellungen verwalten oder mehr erfahren in unserer Datenschutzrichtlinie.