Teheraner Staatsanwalt ordnet Freigabe von Sojaschrot, Reis und 376 Autos in Aprin an
Teherans Staatsanwalt hat die Abfertigung einer seit zwei Monaten lagernden Sojaschrot-Ladung, von Reis und 376 importierten Fahrzeugen binnen einer Woche angeordnet. Neue Lagerhäuser und bessere Anlagen zur Waggonentladung sollen die Engpässe im Trockenhafen Aprin dauerhaft verringern.
Eine Woche für die Abfertigung wichtiger Waren
Teherans Staatsanwalt Ali Salehi hat die rasche Freigabe von Sojaschrot, Reis und 376 importierten Fahrzeugen angeordnet, die im Trockenhafen Aprin und dessen Zollanlagen lagern. Eghtesad Journal berichtete unter Berufung auf Bazaar und die iranische Justiz, dass Salehi die Weisungen bei einer Inspektion erteilte. Daran nahmen Vertreter des Teheraner Zolls, der Eisenbahn, der Provinzverwaltung und weiterer Behörden teil.
Salehi befasste sich zunächst mit einer Sojaschrot-Ladung, die bereits seit zwei Monaten in der Anlage liegt. Er bezeichnete den Futtermittelbestandteil als lebenswichtige Ware und wies das Ministerium für Agrardschihad sowie weitere zuständige Stellen an, die Ursachen der Verzögerung zu untersuchen und die gesamte Ladung innerhalb einer Woche freizugeben. Damit könnten blockierte Futtermittelbestände auf den Binnenmarkt gelangen. Menge, Herkunft und Eigentümer der Ladung wurden jedoch nicht genannt.
Auch Reis und Importfahrzeuge betroffen
Die Frist von einer Woche gilt ebenfalls für 376 in Aprin abgestellte Importfahrzeuge. Salehi verlangte, sämtliche Abfertigungshindernisse aufseiten der Wareneigentümer oder staatlichen Stellen zu beseitigen. Eine längere Lagerung dürfe weder Hortung noch steigende Marktpreise begünstigen. Aprin ist für die Abfertigung importierter Fahrzeuge zugelassen. Der Rückstau zeigt daher, ob diese formale Funktion durch praktikable Zollverfahren gestützt wird.
Salehi ordnete außerdem die Freigabe einer größeren Reislieferung an, die auf die Zollstandorte Aprin und Shahid Rajaee verteilt ist. In Aprin stehen 20 Container, der Rest befindet sich in Shahid Rajaee. Der Zoll hatte die Waren als nicht abgeholt eingestuft, und die Organisation für die Einziehung und den Verkauf staatseigener Vermögenswerte hatte bereits ein Auktionsverfahren eingeleitet. Dem Bericht zufolge meldete sich anschließend der Eigentümer und sagte die Abfertigung zu. Daraufhin forderte der Staatsanwalt eine beschleunigte Lösung. Die Gesamtzahl der Container wurde nicht veröffentlicht.
Infrastrukturmängel begrenzen Aprins Kapazität
Bei der Inspektion wurden fehlende Geräte zur Waggonentladung, unzureichende Lagerkapazitäten und zu wenige Lagerhallen als betriebliche Engpässe festgestellt. Salehi wies die Teheraner Eisenbahnverantwortlichen an, zwei neue Lagerhäuser zu bauen, bestehende Hallen innerhalb von drei Monaten fertigzustellen und Technik für eine schnellere Entladung bereitzustellen. Zudem sollen Waren direkt vom Waggon auf Lastwagen umgeschlagen werden können, um Zwischenlagerung und zusätzliche Handgriffe zu reduzieren.
Aprin wurde geschaffen, um den Handel zu erleichtern und Irans südliche Häfen zu entlasten. Nach Salehis Angaben verhindern unzureichend vorbereitete Anlagen jedoch, dass der Standort seine Kapazität vollständig nutzt. Er forderte den Bau eines eigenen Zollgebäudes gemäß einer bestehenden Vereinbarung, Verbesserungen bei der Registrierung von Importaufträgen und eine stärkere Bekanntmachung des Standorts bei Händlern und Behörden. Außerdem sprach er sich für private Investitionen aus dem In- und Ausland sowie für die Fertigstellung von Bahnverbindungen nach Osten, Russland und in die Türkei aus. Die Anordnungen können die aktuellen Bestände freisetzen. Ob neue Rückstaus vermieden werden, hängt jedoch von den geplanten Verbesserungen bei Lagerung, Umschlag und Verwaltung ab.