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Irans Olivenrat fordert rasche Entscheidung über garantierte Ankäufe

Irans Nationaler Olivenrat verlangt eine rasche Entscheidung über garantierte Ankäufe, während die Erzeuger eine hochwertige Ernte vermarkten. Die Branche fordert zudem mehr Verarbeitungskapazität und einen koordinierten Marktausbau im Irak und in Pakistan.

Irans Olivenrat fordert rasche Entscheidung über garantierte Ankäufe

Branche braucht Sicherheit für die laufende Ernte

Die iranische Olivenbranche drängt die Behörden zu einer schnellen Entscheidung darüber, ob für die laufende Ernte garantierte Ankäufe angeboten werden. Die anhaltende Unsicherheit belaste sowohl Erzeuger als auch staatliche Stellen. Mehdi Abbasi, Vorsitzender des Nationalen Olivenrats Irans, bezeichnete die diesjährige Ernte als sehr gut und die Qualität der Oliven als günstig und außergewöhnlich, berichtete die Iranian Labour News Agency ILNA.

Abbasi nannte weder eine Produktionsschätzung noch eine geplante Ankaufmenge oder einen garantierten Preis. Den Erzeugern fehlen damit wichtige Anhaltspunkte, um einzuschätzen, welcher Teil der Früchte über einen staatlich gestützten Mechanismus und welcher Teil an private Verarbeiter oder andere Käufer verkauft werden könnte. Der Zeitpunkt der Entscheidung ist besonders relevant, weil Ernte, Sammlung, Verarbeitung und Vermarktung aufeinander abgestimmt werden müssen.

Der Ratsvorsitzende verwies auf die Entscheidung über garantierte Ankäufe im iranischen Jahr 1401 als positives Beispiel. Auch die Handelskammer habe das Thema damals aufmerksam verfolgt. Mit seiner erneuten Forderung will Abbasi klären lassen, ob in diesem Jahr ein vergleichbares Instrument zur Verfügung steht und wie schnell dessen Bedingungen den Erzeugern und Käufern mitgeteilt werden.

Verarbeitung und Marktorganisation bleiben zentral

Die Forderungen reichen über den unmittelbaren Ankauf der Ernte hinaus. Abbasi verlangte eine bessere Organisation des Olivenmarktes und ein klareres Profil für das Produkt. Oliven dürften nicht lediglich als eine weitere Ware behandelt werden, sagte er und stellte einen Zusammenhang zwischen heimischer Produktion, Lebensmittelqualität und öffentlicher Gesundheit her. Zudem forderte er staatliche Stellen auf, Investitionshindernisse abzubauen und den Ausbau der Verarbeitungsindustrie zu unterstützen.

Verarbeitungskapazitäten sind entscheidend, weil geerntete Früchte rechtzeitig geeigneten Käufern und Betrieben zugeführt werden müssen. Ohne klare Ankaufspolitik erfasst die Unsicherheit die gesamte Kette: Erzeugern fehlt die Absatzperspektive, Verarbeiter können ihre Annahme nicht verlässlich planen und Behörden haben größere Schwierigkeiten bei der Marktkoordination. Aus dem Bericht von ILNA geht nicht hervor, ob die geforderten garantierten Ankäufe sämtliche Oliven oder nur bestimmte Qualitäten und Verwendungszwecke erfassen sollen.

Der Nationale Olivenrat will die inländische Unterstützung außerdem mit der Erschließung neuer Märkte verbinden. Wenn ein neuer ausländischer Käufer oder Absatzmarkt gefunden werde, müsse die Chance koordiniert organisiert und beworben werden, damit die Erzeuger davon profitieren könnten, erklärte Abbasi. Garantierte Ankäufe sind aus Sicht des Rats damit Teil eines umfassenderen Ansatzes, der auch Verarbeitung, Investitionen und kommerzielle Marktbearbeitung umfasst.

Irak und Pakistan gelten als Zielmärkte

Abbasi nannte den Irak und Pakistan als wichtige Absatzmärkte für Oliven und forderte eine Planung für eine wirksame iranische Präsenz in beiden Ländern. Auf Provinzebene solle versucht werden, mehrere Handelsdelegationen in die Zielländer zu entsenden. Die Reisen sollen den Export fördern und zugleich zur Lösung bestehender Branchenprobleme beitragen.

Exportmengen, Lieferwerte oder ein Zeitplan für die Delegationen wurden nicht genannt. Im Vordergrund steht daher zunächst die politische Klarheit und noch keine bestätigte Handelsausweitung. Eine schnelle Entscheidung über garantierte Ankäufe würde Erzeugern, Verarbeitern und Händlern eine solidere Grundlage für die Vermarktung der laufenden Ernte geben. Fortschritte im Irak und in Pakistan könnten zusätzliche Absatzkanäle schaffen. Bis Ankaufbedingungen und Exportpläne feststehen, muss die Branche jedoch eine hochwertige Ernte ohne Kenntnis der staatlich gestützten Nachfrage oder neuer Auslandsverkäufe vermarkten.

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