Iran nimmt Mandelexporte von Beschränkungen für Agrarwaren aus
Iran hat Mandellieferungen von den Exportbeschränkungen für bestimmte Agrarwaren ausgenommen. Die Regelung gilt für Mandeln in der Schale und Mandelkerne und sichert Erzeugern und Exporteuren in der Provinz Tschahār Mahāl und Bachtiyāri den Zugang zu Auslandsmärkten.
Mandellieferungen bleiben von Beschränkungen ausgenommen
Iran hat Mandelexporte von den Beschränkungen für bestimmte Agrarwaren ausgenommen. Lieferungen aus der Provinz Tschahār Mahāl und Bachtiyāri konnten dadurch ohne gravierende Unterbrechung fortgesetzt werden. Hossein Bahrami, Leiter der dortigen Organisation für Landwirtschaftsdschihad, erklärte, die im vergangenen Jahr eingeführten Beschränkungen hätten Exporteure beunruhigt. Mandeln zählen zu den wichtigsten Exportprodukten der Provinz und sind in mehreren Landkreisen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.
Nach Angaben von Moj News kam die Ausnahme durch Bemühungen des Gouverneurs von Tschahār Mahāl und Bachtiyāri und mit Unterstützung des für Gartenbau zuständigen stellvertretenden Ministers im iranischen Landwirtschaftsministerium zustande. Laut Bahrami verhinderte die Intervention eine erhebliche Störung der Ausfuhren. Der Bericht nennt weder den ursprünglichen Umfang und die Dauer der Beschränkungen noch die Zielstaaten des Mandelhandels.
Mandeln in der Schale und Kerne werden exportiert
Derzeit gelangen sowohl Mandeln in der Schale als auch verarbeitete Mandelkerne auf die Zielmärkte, sagte Bahrami. Der offene Exportweg hilft, bestehende Geschäftsbeziehungen zu erhalten, und unterstützt Erzeuger sowie Exporteure der Provinz. Für Verarbeiter ist die Ausfuhr von Kernen ebenfalls relevant: Der Handel beschränkt sich damit nicht auf unverarbeitete Ware in der Schale, sondern umfasst ein zusätzlich verarbeitetes Produkt mit potenziell höherem Wert.
Die Ausnahme schafft mehr regulatorische Klarheit für die Mandel-Lieferkette. Der Bericht enthält jedoch keine Angaben zu Erntemengen, Exportvolumen, Ausfuhrwert oder Preisen. Der unmittelbare Handelseffekt lässt sich daher nicht beziffern. Für Erzeuger und Händler liegt der zentrale Vorteil in der Kontinuität: Ohne eine plötzliche Beschränkung sinkt das Risiko unverkäuflicher Ernten, verzögerter Verträge und verlorener Auslandskunden.
Provinz will höhere Wertschöpfung im Gartenbau
Gartenbaukulturen beanspruchen laut Bahrami nur einen begrenzten Anteil der landwirtschaftlichen Fläche von Tschahār Mahāl und Bachtiyāri, tragen aber einen hohen Anteil zum Geldwert der Agrarproduktion bei. Zu den Prioritäten gehören eine höhere Produktivität bestehender Anlagen, eine gezielte Ausweitung der Flächen, die Erneuerung von Obstgärten, geeignete Sorten und eine effizientere Wassernutzung. Zudem soll die gesamte Kette von der Produktion über die Verarbeitung bis zum Export berücksichtigt werden.
Im Einzugsgebiet des Karun besteht erhebliches Potenzial für neue Obstanlagen. In einigen Gebieten kann vorhandenes Wasser wegen finanzieller Engpässe und fehlender Pumpkapazitäten jedoch nicht vollständig genutzt werden. Bahrami forderte Unterstützung beim Abbau dieser Hindernisse. Eine Ausweitung der Anlagen könne Produktion, Beschäftigung und landwirtschaftliche Wertschöpfung in der Provinz erhöhen.
Pflanzengesundheit gehört zum Ausbauplan
Die Provinz untersucht außerdem den Zustand ihrer Mandelanlagen und die notwendige Produktion gesunder, virusfreier Setzlinge. Bahrami sprach das Thema nach einem Besuch des landwirtschaftlichen Forschungszentrums der Provinz und vor einem Treffen mit dem stellvertretenden Gartenbauminister an. Pflanzmaterial, Wassereffizienz und die Modernisierung der Anlagen werden darüber entscheiden, ob die Provinz ihre Produktion bei gleichbleibender Qualität steigern kann. Die Exportausnahme sichert kurzfristig den Absatzweg; die Produktionsmaßnahmen bestimmen die längerfristige Lieferfähigkeit.