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Feigenernte im iranischen Estahban angelaufen: 17.000 bis 18.000 Tonnen, drei Viertel für den Export

Im Kreis Estahban in der iranischen Provinz Fars hat die Feigenernte begonnen. Auf rund 26.000 Hektar regengespeister Anlagen werden jährlich 17.000 bis 18.000 Tonnen Trockenfeigen erzeugt, davon rund 75 % für den Export nach China, Indien, Vietnam, Malaysia, in die Golfstaaten und einzelne europäische Märkte. Iranische Medien beziffern den Anteil des Kreises an den iranischen Trockenfeigenexporten auf etwa 90 %.

Feigenernte im iranischen Estahban angelaufen: 17.000 bis 18.000 Tonnen, drei Viertel für den Export

Im Kreis Estahban in der iranischen Provinz Fars hat die Trockenfeigenernte begonnen. Iranische Medien bezeichnen den Kreis als eines der wichtigsten Erzeugungszentren des Landes für diese Kultur. Nach Angaben von Mashregh News umfassen die regengespeisten Feigenanlagen dort rund 26.000 Hektar; die Ernte beginnt üblicherweise ab Mitte des iranischen Monats Mordad, was der ersten Augusthälfte entspricht.

Regengespeiste Anlagen ohne Bewässerungspuffer

Die Anlagen in Estahban werden ausschließlich vom Niederschlag versorgt, eine Bewässerung gibt es nicht. Die Erntemengen hängen damit unmittelbar von den Niederschlägen des vorangegangenen Winters und Frühjahrs ab; zwischen einem trockenen Jahr und einer kleineren Ernte liegt kein wasserwirtschaftlicher Puffer.

Die jährliche Trockenfeigenproduktion des Kreises wird in den vergangenen Jahren auf 17.000 bis 18.000 Tonnen geschätzt, wie Fararu und Mashregh News berichten. Bezogen auf die genannten 26.000 Hektar ergibt das einen Durchschnittsertrag von etwa 0,65 bis 0,69 Tonnen Trockenware je Hektar über den gesamten Anlagengürtel.

Trocknung am Baum und anschließend auf den Dächern

Ein erheblicher Teil der Ernte entsteht auf traditionelle Weise: Die Früchte trocknen zunächst am Baum und werden erst danach gepflückt. Anschließend bringen die Erzeuger die Feigen auf die Hausdächer in Konstruktionen, die vor Ort Eshband genannt werden, wo sie belüftet und fertig getrocknet werden. Die industrielle Kapazität bleibt daneben begrenzt: Nach amtlichen Statistiken, auf die sich beide Publikationen berufen, gibt es im Kreis rund 3 Verarbeitungsbetriebe und 10 Verpackungsbetriebe.

Große Anbaufläche, geringe Mechanisierung und wenige registrierte Verarbeitungs- und Verpackungseinheiten prägen zusammen den Weg der Ware zum Käufer. Wertschöpfung entsteht vor allem beim Sortieren und Verpacken, nicht in einer tieferen Verarbeitung.

Absatzmärkte und Anteil am Außenhandel

Rund 75 % der Trockenfeigenproduktion des Kreises gehen in den Export, etwa 25 % in den heimischen Verbrauch, berichtet Fararu. Bei der genannten Produktionsspanne entspricht das jährlich etwa 12.750 bis 13.500 Tonnen Exportware aus einem einzigen Kreis.

Die genannten Zielmärkte verteilen sich über mehrere Regionen:

  • Ost- und Südasien: China, Indien, Vietnam und Malaysia;
  • die Anrainerstaaten des Persischen Golfs;
  • einzelne europäische Märkte.

Laut Fararu entfallen etwa 90 % der iranischen Trockenfeigenexporte auf dieses Erzeugnis. Damit ruht eine landesweite Position des Nicht-Öl-Exports auf der Ernte eines einzigen Kreises. Für Importeure und Händler bedeutet diese Konzentration, dass die Liefersicherheit bei iranischen Trockenfeigen an die Bedingungen in einem einzigen Regenfeldbaugebiet gebunden ist und nicht über mehrere Regionen streut.

Wirtschaftliches Gewicht vor Ort

Über die Handelsmengen hinaus schafft die Kultur Beschäftigung für Anlagenbesitzer und Saisonkräfte während der Ernte- und Trocknungszeit und trägt die verarbeitenden Betriebe des Kreises. Beide Publikationen beschreiben Trockenfeigen als wesentlichen Bestandteil der Wirtschaft Estahbans und seiner Nicht-Öl-Exporterlöse.

Angaben zu aktuellen Preisen, Exportwerten oder Mengenvergleichen zum Vorjahr enthalten die Quellen nicht; Zahlen zur Erntemenge 2025 wurden in den Berichten nicht veröffentlicht. Belegt ist damit vor allem das Strukturprofil der Rohstoffbasis: rund 26.000 Hektar Anlagenfläche, eine Produktion im Bereich von 17.000 bis 18.000 Tonnen, eine Exportquote von drei Vierteln sowie drei Verarbeitungswerke und zehn Packbetriebe für dieses Volumen.

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