Iraks SOMO sucht 446.250 Tonnen Heizöl zur Lieferung bis Dezember 2026
Iraks staatliche SOMO will rund 446.250 Tonnen Heizöl mit einem Schwefelgehalt von 2.500 ppm kaufen und von September bis Dezember 2026 nach Khor al-Zubair liefern lassen. Die erste Partie von 40.000 Tonnen ist bis zum 15. September fällig; die Angebotsfrist endet am 7. September.
SOMO kehrt an den Heizölmarkt zurück
Die staatliche irakische Oil Marketing Company SOMO will rund 446.250 Tonnen Heizöl zur Lieferung zwischen September und Dezember 2026 kaufen. Die Ausschreibung betrifft Ware mit einem Schwefelgehalt von 2.500 Teilen je Million und sieht Lieferungen an den Hafen Khor al-Zubair vor. Das geht aus einem von Reuters eingesehenen Unternehmensdokument hervor, über das Mubasher berichtete.
Es ist SOMOs zweite Ausschreibung für den Kauf von Heizöl im Jahr 2026. Das Volumen und das viermonatige Lieferfenster sprechen für ein umfangreiches Beschaffungsprogramm und nicht für einen einzelnen Spotkauf. Anbieter erhalten damit die Möglichkeit, mehrere Ladungen im irakischen Markt zu platzieren. Das Dokument bezeichnet die Ware als Brennstoff für Industrie und Verkehr, nennt aber weder bevorzugte Ursprungsländer noch mögliche Lieferanten oder eine Preisformel.
Erste Ladung bis 15. September verlangt
Die erste Lieferung umfasst 40.000 Tonnen und muss spätestens am 15. September eintreffen. Angebote sind bis zum 7. September einzureichen und müssen 20 Tage gültig bleiben. SOMO hatte auf eine außerhalb der Geschäftszeiten gestellte Bitte von Reuters um Stellungnahme zunächst nicht reagiert, hieß es in dem Bericht.
Der kurze Zeitraum zwischen Angebotsfrist und erster Lieferung macht sofort verfügbare Ladungen und eine schnelle Transportorganisation besonders wichtig. Aus den veröffentlichten Bedingungen geht nicht hervor, wie die verbleibenden 406.250 Tonnen zwischen September und Dezember auf einzelne Lieferungen verteilt werden. Auch Zahlungsbedingungen und die Frage, ob SOMO das Volumen an einen oder mehrere Vertragspartner vergeben kann, bleiben offen.
Import folgt auf frühere Ausschreibung von 2026
SOMO hatte bereits im Juli Heizöl zur Lieferung im August und September gesucht. In dem Bericht zitierte Handelskreise führten den damaligen Importbedarf auf fehlende Ladungen anderer Anbieter zurück. Die neue Ausschreibung verlängert den irakischen Beschaffungszeitraum bis Dezember und weist trotz der Investitionen des Landes in Raffinerien auf anhaltenden Bedarf an extern bezogenem Heizöl hin.
Der Irak nahm 2023 die neue Raffinerie in Kerbala in Betrieb und bot Anfang 2026 Ladungen über Laufzeitverträge zum Verkauf an. Dass solche Verkäufe und SOMOs Importausschreibungen parallel stattfinden, zeigt, dass die nominelle Raffineriekapazität allein die Produktbilanz des Landes nicht bestimmt. Spezifikation, Zeitpunkt und Ort der Versorgung sowie die Verfügbarkeit bei einzelnen Produzenten können weiterhin Käufe erforderlich machen. Für regionale Händler ist entscheidend, welche Anbieter rechtzeitig Ware mit 2.500 ppm Schwefel bereitstellen können und wie das Programm über 446.250 Tonnen vergeben wird. Angebotspreise, Zuschläge und Namen der Lieferanten wurden in den Quellen nicht veröffentlicht.