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InfraTech Cables wählt Polen für neues europäisches Werk für Glasfaserkabel und Forschung

InfraTech Cables, die vom US-Investor InfraTech Capital aufgebaute Plattform für Glasfaserkabelproduktion, hat Polen als Standort für seinen nächsten europäischen Produktions- und Technologiecampus ausgewählt. Das vollständig finanzierte Projekt verbindet die Fertigung hochdichter Glasfaserkabel mit einem Center of Excellence für optische Kommunikation und einem Qualifizierungszentrum für KI-Rechenzentren und Telekomnetze. Standort, Kapazität, Beschäftigung und Bauzeitplan sind noch offen.

InfraTech Cables wählt Polen für neues europäisches Werk für Glasfaserkabel und Forschung

InfraTech Cables, die vom US-amerikanischen Digitalinfrastruktur-Investor InfraTech Capital entwickelte Plattform für die Produktion von Glasfaserkabeln, hat Polen als Standort für den nächsten europäischen Produktions- und Technologiestandort ausgewählt. Wie ImpresaCity berichtet, wurde die Ankündigung aus Mailand und Warschau veröffentlicht: Das Projekt wird vollständig von InfraTech Capital und den an der Initiative beteiligten Investitionspartnern finanziert und unter Leitung und Aufsicht von InfraTech Capital Italia entwickelt.

Das Unternehmen versteht den Standort als langfristige europäische Fertigungsbasis für fortschrittliche optische Konnektivitätslösungen für KI- und Hyperscale-Rechenzentren, Telekommunikationsbetreiber, Breitbandnetze und weitere digitale Infrastruktur mit hoher Kapazität. Laut ImpresaCity ist das Vorhaben als integrierte Plattform aus Fertigung, Engineering und Qualifizierung angelegt und nicht als konventionelles Produktionswerk.

Produktspektrum für Netze hoher Dichte

Die geplanten Fertigungskapazitäten umfassen:

  • Kabelarchitekturen in Loose-Tube-Bauweise
  • Mikrokabel
  • ADSS-Kabel (vollständig dielektrisch, selbsttragend)
  • Kabel mit hoher Faseranzahl
  • fortschrittliche Rollable-Ribbon-Lösungen

Der Schwerpunkt liegt auf hochdichten Konstruktionen für Anwendungen, bei denen Faserkapazität, Kabeldurchmesser, Auslastung der Kabelkanäle, Installationseffizienz und Netzskalierbarkeit zunehmend entscheidend werden. Die Anlage ist mit modularer Produktionsarchitektur konzipiert, sodass Kapazität und Produktpalette entsprechend den Kundenanforderungen und der Nachfrageentwicklung erweitert werden können.

Forschung und Qualifizierung auf demselben Campus

Zum Campus gehört ein Center of Excellence für optische Kommunikation mit eigener Forschung und Entwicklung, Produktengineering sowie einem Optical Engineering and Qualification Center. Diese Einrichtungen sollen die Entwicklung neuer Produkte, Werkstoff- und Prozessengineering, die Bewertung von Prototypen, kundenspezifische Qualifizierungen sowie optische, mechanische und Umweltprüfungen nach geltenden internationalen Normen und Kundenanforderungen unterstützen.

„Optische Netze hoher Dichte erfordern weit mehr als eine reine Ausweitung der Produktionskapazität“, sagte Aloysio Bleyer, Chief Operating Officer von InfraTech Capital, in einer von ImpresaCity veröffentlichten Stellungnahme. „Sie erfordern strenge Prozesskontrolle, fortschrittliche Prüfsysteme, qualifizierte Materialien, Engineering-Kompetenz und eine Lieferkette, die über verschiedene Märkte hinweg konsistent arbeiten kann.“ Die Integration von Fertigung, Forschung und Qualifizierung auf einem Campus erlaube es, diese Fähigkeiten von Anfang an aufzubauen; das Betriebsmodell sei auf Wiederholbarkeit der Prozesse, Strenge der Qualifizierung und Skalierbarkeit ausgelegt.

Warum Polen

Polen wurde für die nächste Entwicklungsphase wegen seiner etablierten Basis an fortschrittlicher Fertigung, der Verfügbarkeit technischer Fachkräfte, der Verkehrsinfrastruktur und des Zugangs zu den wichtigsten europäischen Märkten ausgewählt. InfraTech Capital Italia und InfraTech Cables treiben die Arbeiten zu Standort, Engineering, Infrastruktur und den projektbezogenen Behördenkontakten voran.

Der europäische Campus soll das breitere internationale Produktions- und Beschaffungsnetz von InfraTech Cables ergänzen und geografische Diversifizierung, Lieferzeiten und Lieferkettenresilienz stärken. InfraTech Capital Italia wird das europäische Entwicklungsprogramm von Mailand aus steuern und Projektumsetzung, strategische Partnerschaften, Engineering, Aufbau der Lieferkette und regionale Vertriebsaktivitäten koordinieren, während InfraTech Capital die Rolle des Finanzsponsors mit Governance und strategischer Aufsicht behält. InfraTech Cables soll schrittweise eine eigene industrielle, technische und kommerzielle Identität aufbauen.

Wesentliche Eckdaten noch offen

Das Unternehmen hat den endgültigen Standort, die Produktionskapazität, die Beschäftigtenzahl, den Bauzeitplan und den Produktionsstart nicht genannt. ImpresaCity berichtet, dass weitere Informationen mit dem Fortschritt der nächsten Entwicklungsphasen veröffentlicht werden.

„Diese Investition ist ein wichtiger Schritt beim Aufbau von InfraTech Cables als Industrieunternehmen mit einer eigenen globalen Betriebsplattform“, sagte Luiz Fuschini, President und Chairman von InfraTech Capital. „Die Finanzierungsstruktur steht, die europäische Organisation für die Projektentwicklung ist einsatzbereit, und die Priorität liegt jetzt auf der Umsetzung.“ Ziel sei ein Industriegeschäft, das die nächste Generation optischer Infrastruktur tragen könne – mit besonderem Blick auf die Dichte- und Leistungsanforderungen, die sich aus künstlicher Intelligenz, Hyperscale-Computing und der wachsenden Komplexität der Telekommunikationsnetze ergeben.

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