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Indonesische Kaffee-KMU erzielen potenzielle Aufträge über 2,17 Millionen $ auf US-Messe

Sechs indonesische Kaffee-KMU präsentierten auf der Specialty Coffee Expo 2021 in New Orleans regionale Arabica- und Robusta-Sorten. Das geschätzte Potenzial der Arabica-Aufträge lag bei 2,17 Millionen $, wobei Käufer aus den USA und sechs weiteren Ländern Interesse zeigten.

Indonesische Kaffee-KMU erzielen potenzielle Aufträge über 2,17 Millionen $ auf US-Messe

Sechs KMU bringen regionale Kaffees nach New Orleans

Indonesische kleine und mittlere Kaffeeunternehmen erhielten über die Specialty Coffee Expo 2021 Zugang zu potenziellen Abnehmern in den USA, berichtete die indonesische Nachrichtenagentur ANTARA. Sechs KMU aus Zentraljava, Westjava, Südsulawesi, Ost-Nusa Tenggara und Nordsumatra nahmen teil und präsentierten Kaffees aus mehreren etablierten indonesischen Anbauregionen.

Das Angebot umfasste Arabica und Robusta. Gezeigt wurden Mandhailing-Kaffee von Sipirock Coffee–Koperasi Lestari, Toraja-Kaffee von PT Madalle–Kopinta, Temanggung-Kaffee von Identix Coffee sowie Produkte von Sundanika Coffee. Die Messe gab regionalen Erzeugern die Möglichkeit, unterschiedliche Herkünfte direkt Unternehmen aus dem Spezialitätensegment und Anbietern von Kaffeeverarbeitungstechnik vorzustellen.

Die Specialty Coffee Expo fand vom 30. September bis zum 3. Oktober 2021 im Ernest N. Morial Convention Center in New Orleans statt. Rund 200 Kaffeeproduzenten und Hersteller von Verarbeitungstechnik aus 30 Ländern nahmen teil. Vertreten waren unter anderem Kolumbien, Guatemala, Honduras, Äthiopien, Puerto Rico, die Türkei, Ruanda, Belgien und Südkorea.

Potenzielle Arabica-Aufträge erreichen 2,17 Millionen $

Nach Angaben von ANTARA bezifferte die indonesische Delegation das vorläufige Auftragspotenzial für Arabica auf 2,17 Millionen $ beziehungsweise mehr als 31 Milliarden Rupiah. Dabei handelt es sich um mögliche Geschäfte, nicht um bestätigte abgeschlossene Verkäufe. Entscheidend ist daher, ob die Messekontakte nach weiteren Gesprächen und erfolgreichen Musterprüfungen zu Lieferungen führen.

Bestellungen und Musteranfragen kamen aus der Türkei, Saudi-Arabien, Peru, Japan, Südkorea, Finnland und den USA. Die geografische Verteilung zeigt, dass die Messe über ihren US-Standort hinaus Chancen schuf und die KMU mit potenziellen Kunden im Nahen Osten, in Asien, Europa und auf dem amerikanischen Kontinent zusammenbrachte.

Kleinere Lieferanten können über solche Kontakte die Nachfrage nach einzelnen Herkünften testen, bevor Käufer größere kommerzielle Verpflichtungen eingehen. Importeure und Röster können anhand von Mustern Tassenprofile und Qualitätskonstanz prüfen, ehe sie Mengen, Preise und Lieferbedingungen aushandeln. Der vorläufige Auftragswert schafft eine messbare Vertriebspipeline; Mengen, Preise nach Herkunft und Liefertermine wurden in der Quelle jedoch nicht genannt.

Staatliche Unterstützung zielt auf dauerhaften Marktzugang

Das indonesische Ministerium für Genossenschaften und KMU unterstützte die Teilnahme der Unternehmen, um den Marktzugang für indonesischen Kaffee auszuweiten. Die Initiative erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Agrarattaché der indonesischen Botschaft in Washington, DC. Luhur Pradjarto, Fachberater des Ministeriums und Leiter der Delegation, erwartete von der Messe eine höhere Nachfrage nach indonesischem Kaffee in den USA und anderen Ländern.

Indonesiens Generalkonsul in Houston, Andre Omer Siregar, begrüßte die Zusammenarbeit staatlicher Stellen zur stärkeren Vermarktung indonesischer Produkte, insbesondere von Kaffee, in den USA. Er verband die Teilnahme außerdem mit einer höheren internationalen Sichtbarkeit indonesischen Kaffees und einem breiteren Marktzugang für Produkte aus verschiedenen Anbauregionen.

Die eigentliche kommerzielle Bewährungsprobe beginnt nach der Messe. Die teilnehmenden KMU müssen Musteranfragen und vorläufige Aufträge in Folgegeschäfte umwandeln, dabei die Qualität über mehrere Ernten sichern und die Vorgaben der Käufer erfüllen. Importeuren und Röstern bot die Delegation Zugang zu mehreren indonesischen Herkünften über eine begrenzte Gruppe von Lieferanten und damit eine Grundlage für weitere Prüfungen von Arabica und Robusta.

Die Pipeline von 2,17 Millionen $ liefert einen ersten messbaren Hinweis auf das Käuferinteresse. Dauerhafte Exporte hängen jedoch davon ab, wie viele Anfragen zu festen Aufträgen werden. Die Nachfrage aus mehreren Ländern ermöglicht es den KMU, beim Aufbau von Beziehungen zu Spezialitätenkäufern ihre Abhängigkeit von einem einzigen Zielmarkt zu verringern.

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