Indonesische CPO-Auktionspreise sinken unter globalem Marktdruck
Das höchste CPO-Gebot bei KPBN fiel am 1. Oktober um 321 Rupiah auf 14.600 Rupiah je Kilogramm; die Ausschreibung endete ohne Verkauf. Malaysische Futures erreichten zugleich ein 11-Wochen-Tief, belastet durch schwächeres Sojaöl und sinkende Exporte Malaysias.
KPBN-Ausschreibungen enden ohne Abschluss
Die indonesischen Rohpalmölpreise gerieten Anfang Oktober 2026 unter Druck, als die Schwäche der internationalen Pflanzenölmärkte die heimischen Auktionen erreichte. Das höchste Gebot bei der Ausschreibung von PT Kharisma Pemasaran Bersama Nusantara, kurz KPBN, lag am 1. Oktober laut InfoSAWIT Sumatera bei 14.600 Rupiah je Kilogramm. Damit lag es 321 Rupiah unter dem Höchstgebot des Vortages von 14.921 Rupiah je Kilogramm.
Die inländische Ausschreibung endete mit einer Rücknahme des Angebots, weil die Gebote offenbar nicht den Preisvorstellungen der Verkäufer entsprachen. CPO frei Belawan startete bei 14.840 Rupiah je Kilogramm, während das höchste Gebot 14.600 Rupiah erreichte. CIF Hafen Gresik eröffnete zum gleichen Preis, erhielt jedoch nur ein Gebot von 14.431 Rupiah je Kilogramm.
Auch an anderen Lieferorten waren Abschläge sichtbar. FOB Talang Duku eröffnete bei 14.590 Rupiah je Kilogramm und erhielt ein Höchstgebot von 14.345 Rupiah; frei Teluk Bayur standen einem Eröffnungspreis von 14.640 Rupiah lediglich 14.331 Rupiah gegenüber. An den Mühlenstandorten Bekri, Sei Tapung, Parindu, Ngabang und Kembayan reichten die Gebote von 14.095 bis 14.500 Rupiah je Kilogramm. Palmkerne frei Medan/Belawan wurden mit 12.900 Rupiah je Kilogramm bewertet, bei einem Höchstgebot von 12.550 Rupiah.
Malaysische Futures erreichen 11-Wochen-Tief
Die Schwäche der indonesischen Auktionen fiel mit einem Rückgang an der Bursa Malaysia Derivatives zusammen. Der maßgebliche CPO-Kontrakt für Dezember 2026 schloss 57 Ringgit je Tonne beziehungsweise 1,24 % tiefer bei 4.553 Ringgit je Tonne. InfoSAWIT Sumatera berichtete unter Berufung auf Reuters, dass dies der niedrigste Stand seit 11 Wochen war.
Konkurrierende Pflanzenöle verstärkten den Druck, da sie mit Palmöl um die Nachfrage von Lebensmittelherstellern, Kraftstoffproduzenten und anderen industriellen Käufern konkurrieren. Sojaöl an der Chicago Board of Trade verlor in derselben Sitzung 0,59 %. Sinkende Preise eines Ersatzprodukts schränken den Spielraum der Palmölverkäufer ein, Preisaufschläge zu halten, ohne Nachfrage zu verlieren.
Auch die Exportindikatoren sendeten ein schwaches Signal. Die Frachtgutachter Intertek Testing Services und AmSpec Agri Malaysia schätzten, dass Malaysias Ausfuhren von Palmölprodukten im September gegenüber dem Vormonat um 17,1 % bis 28,8 % sanken. Der starke Monatsrückgang verstärkte die Nachfragesorgen zu Beginn des letzten Quartals 2026, auch wenn die beiden Gutachter unterschiedliche Werte meldeten.
Indonesiens Exporte bleiben nahe dem Vorjahresniveau
Indonesien exportierte nach Angaben des indonesischen Statistikamtes von Januar bis August 2026 insgesamt 16,13 Millionen Tonnen Rohpalmöl und verarbeitete Produkte. Das Volumen lag 0,39 % unter dem Vorjahreszeitraum und sank damit deutlich weniger als Malaysias Lieferungen im September. Indonesien setzte den CPO-Referenzpreis für Oktober 2026 auf 1.042,15 US-Dollar je Tonne fest. Für Erzeuger und Verarbeiter bleibt der Abstand zwischen Eröffnungspreisen und Geboten entscheidend: Anhaltende Rücknahmen könnten physische Verkäufe verzögern, während eine fortdauernde Schwäche bei Futures und Konkurrenzölen die Verkäufer zu niedrigeren Abschlusspreisen zwingen könnte. Auch Plantagenbetreiber auf Sumatra beobachten den Markt, da nachgelagerte CPO-Preise und Warentermingeschäfte zu den Faktoren gehören, die regionale Preise für frische Fruchtbündel beeinflussen.