Indonesiens Nichtöl- und Nichtgasexporte steigen im Juli um 6,84%
Indonesiens Nichtöl- und Nichtgasexporte erreichten im Juli 2026 einen Wert von 25,43 Milliarden US-Dollar, 6,84% mehr als im Vorjahr. Tierische und pflanzliche Fette und Öle blieben trotz eines monatlichen Exportrückgangs der größte kumulierte Überschussbringer.
Nichtöl- und Nichtgaslieferungen treiben das Exportwachstum
Indonesiens Nichtöl- und Nichtgasexporte erreichten im Juli 2026 einen Wert von 25,43 Milliarden US-Dollar. Das waren 4,25% mehr als im Juni und 6,84% mehr als im Juli 2025, wie InfoSAWIT unter Berufung auf Daten des Handelsministeriums berichtete. Auf diese Kategorie entfiel fast der gesamte Monatswert der indonesischen Exporte von 26,22 Milliarden US-Dollar.
Die Gesamtausfuhren stiegen gegenüber dem Vormonat um 2,98% und gegenüber dem Vorjahr um 6,05%. Damit setzte sich die positive Entwicklung der ersten sieben Monate 2026 fort. Von Januar bis Juli exportierte Indonesien Waren im Wert von 167,03 Milliarden US-Dollar, 4,43% mehr als im entsprechenden Zeitraum 2025. Die Nichtöl- und Nichtgasexporte beliefen sich auf 160,01 Milliarden US-Dollar und legten um 5,21% zu.
Die Handelsbilanz blieb im Juli positiv, der Überschuss fiel jedoch knapp aus. Ein Plus von 3,10 Milliarden US-Dollar im Nichtöl- und Nichtgashandel glich das Öl- und Gasdefizit von 2,98 Milliarden US-Dollar aus, sodass insgesamt ein Überschuss von 0,12 Milliarden US-Dollar entstand. Handelsminister Budi Santoso wertete das Ergebnis als Zeichen stabiler Exporte trotz der Veränderungen in der Weltwirtschaft und forderte eine stärkere Diversifizierung der Märkte und Exportwaren.
Fette und Öle führen beim kumulierten Überschuss
Tierische und pflanzliche Fette und Öle der HS-Gruppe 15 waren von Januar bis Juli 2026 der größte Einzelbeitrag zum indonesischen Warenhandelsüberschuss. Die Kategorie erzielte einen kumulierten Überschuss von 20,96 Milliarden US-Dollar. Es folgten mineralische Brennstoffe der HS-Gruppe 27 mit 16,39 Milliarden US-Dollar und Eisen und Stahl der HS-Gruppe 72 mit 10,32 Milliarden US-Dollar.
Zusammen trugen die drei Warengruppen im Juli 7,90 Milliarden US-Dollar zum Nichtöl- und Nichtgasüberschuss bei. Ihre gemeinsame Leistung war damit entscheidend, um das Öl- und Gasdefizit auszugleichen und die gesamte Handelsbilanz im positiven Bereich zu halten.
Die Ausfuhren tierischer und pflanzlicher Fette und Öle gingen allerdings gegenüber Juni um 6,21% zurück. Dem standen kräftige monatliche Zuwächse in anderen Kategorien gegenüber: Maschinen und mechanische Ausrüstung legten um 23,05% zu, Kupfer und Kupferwaren um 21,20% und nicht gestrickte Bekleidung samt Zubehör um 20,65%. Öle blieben für die Handelsbilanz entscheidend, während das Exportwachstum im Juli von einer breiteren Palette verarbeiteter Produkte getragen wurde.
Industrie und asiatische Märkte bestimmen den Ausblick
Die verarbeitende Industrie blieb in den ersten sieben Monaten 2026 Indonesiens wichtigster Exportsektor. Ihre Ausfuhren stiegen im Jahresvergleich um 7,16% und machten 82,18% der Gesamtexporte aus. Auf Bergbau und sonstige Aktivitäten entfielen 11,73%, auf Öl und Gas 4,20% und auf die Landwirtschaft 1,89%. Santoso erklärte, eine stärkere Verarbeitung im Inland und eine höhere Wertschöpfung seien notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit indonesischer Waren zu verbessern.
China war von Januar bis Juli das wichtigste Zielland für indonesische Nichtöl- und Nichtgasexporte, gefolgt von den Vereinigten Staaten und Indien. Nach den von InfoSAWIT zitierten Ministeriumsdaten stiegen die Lieferungen nach Hongkong um 36,79%, in die Türkei um 30,58% und nach Thailand um 21,92%.
Für Produzenten und Exporteure senden die Daten zwei unterschiedliche Signale. Die verarbeitende Industrie und wachsende asiatische Märkte stützen den Gesamtexport, doch der monatliche Rückgang bei Fetten und Ölen zeigt, dass der wichtigste Überschussbringer nicht automatisch weiter wächst. Die Stabilität der Handelsbilanz hängt sowohl von dieser etablierten Warenbasis als auch von weiteren Zuwächsen bei Maschinen, Metallen, Bekleidung und anderen Industriegütern ab.