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Nur zwei von 13 großen indonesischen Kohleproduzenten diversifizieren substanziell

Nur zwei von 13 großen indonesischen Kohleproduzenten haben beim Aufbau substanzieller Geschäftsfelder außerhalb der Kohle konkrete Fortschritte erzielt, so das Energy Shift Institute. Nickel liefert inzwischen 69 % des Umsatzes von Harum Energy, die Abfallwirtschaft 41 % bei TBS Energi Utama.

Nur zwei von 13 großen indonesischen Kohleproduzenten diversifizieren substanziell

Diversifizierung bleibt auf wenige Unternehmen konzentriert

Die geschäftliche Diversifizierung der großen indonesischen Kohleproduzenten bleibt begrenzt und ungleichmäßig, obwohl die Unsicherheit über die langfristigen Aussichten des Rohstoffs wächst. Von 13 führenden Produzenten, die das Energy Shift Institute untersuchte, haben nur zwei konkrete Fortschritte beim Aufbau von Geschäftsfeldern außerhalb der Kohle erzielt, die bereits einen substanziellen Beitrag leisten.

Bei weiteren sechs Unternehmen wird die Diversifizierung laut dem ESI-Bericht „Diversification Gap in Indonesia’s Coal Sector“ stärker von Unternehmensnarrativen als von einer nennenswerten Umsetzung geprägt. Die Bewertung zeigt eine große Lücke zwischen angekündigten Ambitionen jenseits der Kohle und einer bereits veränderten Umsatzstruktur.

ESI-Senioranalyst Idham Muhammad Fachri bezeichnete die Diversifizierungsstrategien des Sektors als äußerst ungleich. Einige Unternehmen bauten überzeugende Geschäfte außerhalb der Kohle auf, andere hätten Ziele angekündigt, ohne bedeutende Fortschritte vorzuweisen, erklärte er schriftlich am 20. August 2026.

Harum und TBS verändern ihren Umsatzmix

ESI stufte PT Harum Energy Tbk und PT TBS Energi Utama Tbk als die Unternehmen mit der sichtbarsten Diversifizierung ein. Beide verfügen im Vergleich zu Wettbewerbern über relativ geringe Kohlereserven und haben Investitionen in Geschäftsfelder außerhalb der Kohle gelenkt, statt ihre Kohleaktivitäten weiter auszubauen.

Der Wandel ist bereits in den Finanzprofilen erkennbar. 2025 entfielen 69 % des Gesamtumsatzes von Harum Energy auf Nickel. Bei TBS Energi Utama erwirtschaftete die Abfallwirtschaft 41 % des Umsatzes. Damit geht die Diversifizierung beider Unternehmen über Investitionsankündigungen oder passiven Besitz von Vermögenswerten in anderen Branchen hinaus.

Die Zahlen trennen umsatzwirksame Diversifizierung von bloßen Zielsetzungen oder Zukäufen, die die Abhängigkeit von Kohle nicht substanziell verringern. ESI untersuchte insbesondere, ob neue Geschäfte die Umsatzbasis verändern und die Abhängigkeit von Kohleeinnahmen senken können.

Export-, Politik- und Kostenrisiken bleiben bestehen

ESI nutzte ein siebenstufiges Modell, um den Diversifizierungsgrad jedes Unternehmens zu bewerten. Das Institut hält Diversifizierung für zunehmend wichtig, weil indonesische Produzenten von wichtigen Exportmärkten abhängig sind und zugleich mit unsicherer Inlandspolitik sowie steigenden Kosten kämpfen. Diese Risiken bleiben trotz der jüngsten Verbesserung am Kohlemarkt bestehen.

Laut ESI kann geschäftliche Diversifizierung die Abhängigkeit von Kohleumsätzen reduzieren und parallel zur Erschließung weiterer Absatzmärkte sowie zu höherer betrieblicher Effizienz erfolgen. Für Produzenten ist die Abgrenzung wichtig: Eine breitere geografische Aufstellung verteilt Nachfragerisiken, beseitigt aber nicht das Risiko der langfristigen Kohleaussichten.

Weitere Produzenten haben Ziele für einen höheren Umsatzanteil außerhalb der Kohle festgelegt. PT Bumi Resources Tbk strebt beispielsweise bis 2031 eine Aufteilung der Umsätze aus Kohle- und Nichtkohleaktivitäten von 50:50 an. Das Ziel signalisiert eine geplante Neuverteilung, doch nach den ESI-Ergebnissen müssen Ankündigungen an ihrer Umsetzung und dem tatsächlichen Umsatzbeitrag gemessen werden.

Harum Energy und TBS Energi Utama liefern in der untersuchten Gruppe den klarsten Beleg dafür, dass Investitionen außerhalb der Kohle umsatzrelevant werden können. Für den übrigen Sektor entscheidet sich der Erfolg daran, ob angekündigte Projekte zu operativen Geschäften werden, die den Ertragsmix verändern, bevor sich die langfristigen Kohlerisiken verschärfen.

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