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Knoblauch wird in 269 Regionen Indonesiens trotz höherer Importe teurer

Bis zur zweiten Juliwoche 2026 stiegen die Knoblauchpreise in 269 indonesischen Landkreisen und Städten, obwohl die Einfuhren im ersten Halbjahr um 28,44 % zunahmen. Eine schwächere Rupiah, höhere internationale Frachtkosten und die inländische Verteilung halten die Verbraucherpreise hoch.

Knoblauch wird in 269 Regionen Indonesiens trotz höherer Importe teurer

Preisanstieg erfasst weite Teile Indonesiens

Bis zur zweiten Juliwoche 2026 verteuerte sich Knoblauch in 269 indonesischen Landkreisen und Städten. Das entsprach 74,72 % der beobachteten Gebiete. Die indonesische Statistikbehörde BPS erklärte, bei keinem anderen Lebensmittel sei der Preisanstieg geografisch so weit verbreitet gewesen.

Der landesweite Durchschnittspreis erreichte 42.611 Rupiah je Kilogramm und lag über dem staatlichen Referenzpreis für Verbraucher. Die regionalen Unterschiede waren erheblich: In Jakarta kostete Knoblauch 39.000 Rupiah je Kilogramm, in Papua-Hochland dagegen 100.000 Rupiah.

Auch andere abgelegene Märkte meldeten hohe Preise. Im Landkreis Deiyai in Zentralpapua wurden 79.000 Rupiah je Kilogramm verlangt. Laut BPS waren das 107,89 % mehr als der Verbraucherreferenzpreis. In Süd-Aceh und Nord-Gorontalo lag der Preis jeweils bei 50.000 Rupiah und damit 31,6 % beziehungsweise 31,58 % über dem Richtwert.

Importwachstum erreicht die Verbraucher nicht

Der Preisanstieg ging nicht mit einem Rückgang der Auslandsversorgung einher. BPS zufolge importierte Indonesien von Januar bis Juni 2026 insgesamt 229.760 Tonnen Knoblauch. Das waren 28,44 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Gesamtverfügbarkeit und Verbraucherpreise entwickelten sich damit in entgegengesetzte Richtungen.

BPS-Leiterin Amalia Adininggar Widyasanti führte den Anstieg teilweise auf die Abwertung der Rupiah gegenüber dem US-Dollar und höhere internationale Logistikkosten zurück. Wegen der Abhängigkeit von importiertem Knoblauch verteuert eine schwächere Landeswährung den Einkauf, selbst wenn die physisch eingeführte Menge reichlich ist.

Das Handelsministerium stellte zudem einen Zusammenhang zwischen höheren Frachtraten und der Krise um die Straße von Hormus her. Nawandaru, Direktor für die Entwicklung des Binnenmarktes im Ministerium, erklärte, Schiffe unter chinesischer Flagge seien nach der Krise von vielen Ländern nachgefragt worden. Dadurch sei der Transport von Knoblauch aus China nach Indonesien teurer geworden.

Die Verteilung rückt in den Mittelpunkt

Die großen regionalen Preisunterschiede deuten auf zusätzliche Belastungen durch die inländische Verteilung hin. Nach der Entladung in den etablierten Einfuhrhäfen muss die Ware lange und kostspielige Strecken bis zu den Märkten Ostindonesiens zurücklegen. Besonders sichtbar ist dies in Papua-Hochland und Deiyai, wo die Preise weit über dem Landesdurchschnitt und dem Referenzwert liegen.

Das Handelsministerium stimmt sich mit der Generaldirektion für Außenhandel und den Knoblauchimporteuren ab, um die Lieferwege im Inland zu verkürzen. Unternehmen sollen ihre Ladungen direkt zu großen Häfen im Osten Indonesiens schicken. Dadurch sollen die lokalen Transportkosten sinken und Hochpreisregionen besser versorgt werden.

Für Importeure und Händler zeigen die Daten, dass zusätzliche Mengen allein die Verbraucherpreise nicht zwingend senken. Wechselkursrisiken, Seefracht und die Wahl des Einfuhrhafens prägen die Endkosten. Einzelhändler und Verarbeiter müssen daher trotz reichlicher nationaler Importe weiterhin mit stark standortabhängigen Beschaffungsbedingungen rechnen.

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